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Antalya – Die Partnerschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen Antalya und Nürnberg wurde im Oktober 1997 vereinbart. Das Interesse aneinander wird nicht zuletzt durch die Nürnberger „Strassaboh“ im Stadtbild von Antalya sichtbar, die - als Geschenk der Nürnberger VAG an die neuen Partner - seit März 1999 parallel zur Küste durch das touristische Zentrum von Antalya fährt. In Nürnberg ist Antalya jedes Jahr auf dem vorweihnachtlichen Markt der Partnerstädte mit einem Stand vertreten, an dem landestypische Produkte angeboten werden und der zum Treffpunkt für Nürnberger Antalya-Fans geworden ist.

Viele Jahre fand ein intensiver Jugendaustausch statt, ebenso eine Kooperation der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm mit der Akdeniz-Universität in Antalya. Ein Schwerpunkt war – mit Unterbrechungen – auch der Austausch im Bereich Kunst und Kultur: dazu gehörten Theateraufführungen und Konzerte wie auch Ausstellungen und Künstleraustausch. Mehrmals wurden auch Kulturtage in beiden Städten organisiert, beispielsweise Nürnberger Kulturtage in Antalya im Jahr 2013, bei denen unter anderem das weltgrößte Dürer-Puzzle auf dem zentralen Cumhüriyet Platz ausgelegt wurde und der renommierte Nürnberger Graffitikünstler Julian Vogel zwei großformatige Wände mit partnerschaftlichen Motiven besprühte.

Zum 10-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Nürnberg-Antalya im Jahr 2007 wurde die Stadt Nürnberg von der türkischen Unternehmervereinigung ANSIAD für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Besonders aktiv gelebt wird bis heute die Freundschaft der Journalistenverbände, die im Mai 2005 mit einer eigenen Partnerschaftsvereinbarung besiegelt wurde. Eine tragende Säule ist auch der Städtepartnerschaftsverein IN:SAN (Initiative zur Förderung der Städtepartnerschaft zwischen Antalya und Nürnberg), der 1997 gegründet wurde und seitdem den Austausch in vielen Bereichen unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich seit vielen Jahren der Deutsch-Türkische Frauenclub Nordbayern e.V. (DTFC) für diese Städtepartnerschaft und fördert aktiv den Austausch der Frauen in beiden Städten. 2019 pflanzte der DTFC unter Federführung der Vorsitzenden Gülseren Suzan-Menzel zusammen mit einem örtlichen Frauenclub einen Baum der Menschenrechte in Antalyas zentralem Stadtviertel Muratpaşa, der seitdem als sichtbares Zeichen der Freundschaft in Antalya weiter wächst und gedeiht.

Davon abgesehen wirkt sich leider die politische Situation in der Türkei auch auf partnerschaftliche Aktivitäten aus. Dazu kamen in den Jahren 2014 und 2019 ein Politikwechsel in Antalyas Rathaus, die jeweils lange Phasen der Umstrukturierung nach sich zogen. Trotzdem fanden gelegentliche Delegationsbesuche der jeweiligen (Ober-)Bürgermeister in Antalya und in Nürnberg statt, zum Beispiel 2017 zum 20-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft. Auch der zeitweise dramatische Rückgang der Touristenzahlen in Antalya und die daraus resultierende Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation führten zu einem Rückgang der Aktivitäten in den letzten Jahren, die letztlich durch die Einschränkungen der Covid 19 Krise fast völlig zum Erliegen gekommen sind. Trotzdem halten beide Städte an ihren guten Beziehungen zueinander fest und sehen optimistisch in die Zukunft.

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