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Klausen und Montan – Die Freundschaft

Bereits Albrecht Dürer hat Klausen und die beeindruckende Umgebung dieser Stadt geschätzt. Bei einer Reise nach Italien Ende des 15. Jahrhunderts hat der berühmte Nürnberger Künstler den Ort skizziert und das Stadtbild später in seinem Kupferstich "Das große Glück" verwendet. Das Dürer-Jahr 1971 war für den damaligen Nürnberger Oberbürgermeister und den Bürgermeister von Klausen daher ein Anlass, die seit einigen Jahren bestehenden Kontakte zwischen Bürgern beider Städte zu offiziellen freundschaftlichen Beziehungen aufzuwerten und die Beziehungen auf eine Stufe mit Nizza und Glasgow zu stellen.

Die "Nürnberger Nachrichten" kommentierten am 15. September 1971 unter der Überschrift "Die Südtiroler mögen weder trockene Reden noch Kehlen" begeistert die Perspektiven dieser neuen Freundschaft: "Nürnberg hat eine neue Freundschaft geschlossen, die wohl nicht nur dem Oberbürgermeister und seinem offiziellen Gefolge Nutzen und Reisemöglichkeiten bringen werden. (...) Dieses Städtchen (800 Fremdenbetten) könnte mehr und mehr zu einem Stützpunkt für alle Nürnberger werden, die in Südtirol ihren Urlaub verbringen. Klausen kann sich zwar weder an Größe noch an Bedeutung mit den beiden anderen Partnern Nürnbergs messen, wohl aber am Reiz seiner Landschaft und an der Freundlichkeit seiner Bewohner."

Beim Besuch einer Delegation der Stadt Klausen in Nürnberg im Jahr 2003 wurde an diese Beziehungen angeknüpft und eine lockere Zusammenarbeit zwischen Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und seinem damaligen Kollegen aus Klausen, Dr. Arthur Scheidle, vereinbart. Mit einer "Freundschaftserklärung", die am 7. Dezember 2013 von der Bürgermeisterin von Klausen, Maria-Anna Gasser Fink, und Bürgermeister Horst Förther unterzeichnet wurde, sind die Beziehungen zwischen Nürnberg und Klausen inzwischen auf eine neue Basis gestellt.

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Nürnberg und Montan wurden vor vielen Jahren vom damaligen Stadtrat Dr. Jürgen Helmbrecht initiiert und am 15. Dezember 2012 durch Bürgermeister Horst Förther und die Bürgermeisterin von Montan, Monika Delvai Hilber, mit einer "Freundschaftserklärung" offiziell besiegelt.

Beim alljährlichen Markt der Partnerstädte sind Klausen und Montan seit dem Jahr 2007 mit einer eigenen, gemeinsamen Bude vertreten, in der Südtiroler Kunsthandwerk und Spezialitäten wie z.B. Speck, Schüttelbrot und Kaminwurzen erworben werden können. Die Gemeinde Montan hat außerdem viele Jahre lang aus ihren Wäldern einen prächtigen Weihnachtsbaum, der auf dem Nürnberger Bahnhofsplatz aufgestellt wurde, zur Verfügung gestellt. Diese Aktion wurde leider im Jahr 2011 beendet. Nach wie vor kommen aber Musikerinnen und Musiker, Politikerinnen und Politiker sowie Tourismusexperten aus Südtirol in der Vorweihnachtszeit nach Nürnberg.

Darüber hinaus werden Politikerinnen und Politiker sowie Experten zu Fachtagungen in Nürnberg eingeladen. Ein Austausch zwischen Schulen in Klausen und Nürnberg wurde angeregt, kam aber noch nicht zustande und ist nach wie vor geplant. Auch ein Austausch im Bereich Bildende Kunst wurde in die Wege geleitet: so hat der Nürnberger Künstler Clemens Heinl bei Aufenthalten in Klausen und Montan ein Kunstwerk geschaffen, das in Montan zu besichtigen ist. Im Nürnberger Rathaus wiederum war die Ausstellung "Klausen im Wandel der Zeit" mit historischen Aufnahmen aus Klausen und aktuellen Fotografien zu besichtigen. Auch ein Filmteam kam nach Nürnberg, um die Noris für einen Film über die Partnerstädte von Klausen zu porträtieren.

Viel Beifall erhielt eine Präsentation der von Ludwig Thoma verfassten Geschichte "Heilige Nacht" durch ein Nürnberger Opernsängerpaar in Klausen und Montan. Die Nürnberger "Rathaus-Kickers" organisieren regelmäßig sportliche Begegnungen mit einer Bürgermeisterauswahl aus und in Südtirol, und die erste Bürgerreise nach Klausen stieß auf so positive Resonanz, dass weitere Bürgerreisen angeboten wurden und werden.

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