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Skopje – Die Partnerschaft

Mit Skopje verbindet Nürnberg eine ihrer intensivsten Städtepartnerschaften – und ein ähnliches Schicksal im 20. Jahrhundert: Die Nürnberger Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zu über 90 Prozent zerstört, während die Altstadt von Skopje im Jahr 1963 durch das verheerende Erdbeben fast dem Erdboden gleichgemacht wurde. Aus dieser Zeit stammen die ersten Kontakte von Nürnberger Bürger*innen, die beim Wiederaufbau mitgeholfen haben. Die daraus resultierenden Kultur- und Jugendaustauschaktivitäten führten 1982 zur Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages.

Vielfalt der Kooperation

Bewährt hat sich diese Partnerschaft nicht nur im humanitären und medizinischen, sondern vor allem im kulturellen Bereich. Der Austausch im Bereich der Bildenden Kunst nahm viele Jahre einen herausragenden Platz ein, beide Städte profitierten von Künstleraustausch und wechselseitigen Ausstellungen. Gute Kontakte bestehen auch zwischen den beiden Kommunalverwaltungen und im Bereich des Jugendaustausches.

So wurden bereits vor mehr als 20 Jahren eine Zusammenarbeit zwischen dem Roten Kreuz der Stadt Skopje und dem Nürnberger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes vereinbart und ein Austausch von Ärzten initiiert, der bis heute einen wichtigen Bestandteil dieser Städtepartnerschaft bildet. Im Jahr 2000 kam auch eine Vereinbarung über die Verbesserung der psychiatrischen Versorgung von Skopje zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Stadt Skopje und der Stadt Nürnberg zustande.

Eine enge Zusammenarbeit erfolgt ebenso auf anderen Gebieten – so wurden im Jahr 2005 zwei Drehleiterfahrzeuge der Nürnberger Berufsfeuerwehr an Kollegen in Skopje und 30 000 Sitzschalen aus dem Nürnberger Stadion an den Mazedonischen Fußballbund übergeben. Seit vielen Jahren ist die Universität Skopje bei der Internationalen Klima- und Kältetechnikmesse "Chillventa" in Nürnberg ebenso vertreten wie die nordmazedonische Kunsthandwerkervereinigung "MATA" mit einem Stand auf dem vorweihnachtlichen Markt der Partnerstädte. Der Nürnberger Tiergarten war bei der Neugestaltung des Zoos in Skopje behilflich, und mit dem Erlös der Weihnachtsbude des Amtes für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg auf dem Markt der Partnerstädte wurde beispielsweise im Jahr 2000 ein Kinderspielplatz finanziert, dessen Spielgeräte durch Bundeswehrsoldaten aufgebaut wurden.

In jüngster Zeit kamen neue Kooperationen zwischen Kindergärten und den Stadtbibliotheken beider Städte zustande. Im Jahr 2018 wurde in Skopje ein „Baum für die Menschenrechte“ nach Nürnberger Modell gepflanzt. Seit kurzem ist der Umweltbereich in den Fokus der Zusammenarbeit gerückt: Im Rahmen von Förderprogrammen unterstützt die Stadt Nürnberg die von Smog geplagte Stadt Skopje bei der Verbesserung der Luftqualität.

Reger kultureller Austausch

Das Spektrum an Aktivitäten im Bereich Kunst und Kultur reicht von einem Gastspiel der (Nord-)Mazedonischen Staatsoper in Nürnberg über hochkarätige Ausstellungen (zum Beispiel Werke von Oskar Koller und Kunstpreisträger*innen der Nürnberger Nachrichten in Skopje) und gemeinsamen "Pleinairs" von Künstler*innen aus Nordmazedonien und Nürnberg bis hin zu einem außergewöhnlichen Forschungsprojekt von zwei Professoren der Kunstakademien in beiden Städten, das aus dem Förderprogramm TEMPUS der Europäischen Union mit einem sechsstelligen Betrag unterstützt wurde.

Nicht zu vergessen sind Kunstwerke wie "Mutter Teresa" und "Menschenhände", die der Stadt Nürnberg von der Stadt Skopje anlässlich Partnerschaftsjubiläen und als Dank für die hervorragende städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit geschenkt wurden. Letzteres war auch Anlass für die Verleihung der Auszeichnung "13. November" an die Stadt Nürnberg im Jahr 1993 sowie im Jahr 2008 für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an den damals für Skopje zuständigen Mitarbeiter des Amtes für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg.

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