Aktueller Stand und Hintergrund (Stand: 13. August 2026)
Tote Fische aufgrund von Hitzestress
Anfang August 2026 kam es infolge der anhaltenden Sommerhitze zu einem Fischsterben im Wöhrder
See. Ursache war Hitzestress, nicht verschmutztes Wasser – die Untersuchung des Wassers ergab
keine Beanstandungen. Die toten Fische wurden von den zuständigen Stellen geborgen.
Was ist aktuell los?
In den ersten Augustwochen 2026 wurden vermehrt tote Fische im Bereich des Wöhrder Sees gemeldet. Das staatliche Wasserwirtschaftsamt Nürnberg untersuchte das Gewässer an mehreren Stellen und maß die wichtigsten Werte, unter anderem Temperatur, Sauerstoffgehalt und pH-Wert.
Die Untersuchung ergab keine Anhaltspunkte für eine Verschmutzung, eine Fischkrankheit oder einen gefährlichen Sauerstoffmangel. Das Wasserwirtschaftsamt führte das Sterben der Fische daher auf Hitzestress zurück, der vor allem Tiere mit ohnehin geschwächter Konstitution trifft. Bei den hohen Wassertemperaturen im Hochsommer ist ein solches Fischsterben nicht ungewöhnlich.
Die toten Fische wurden geborgen: Der Fischereiverband Mittelfranken holte sie mit einem Boot aus dem See. Auch die auf der Wehranlage an der Konrad-Adenauer-Brücke angesammelten Fische sowie der Bereich unterhalb der Wehranlage (Bereich Wöhrder Wiese) wurden geräumt beziehungsweise geprüft.
Vorübergehend konnte es am Ufer noch zu Geruchsbelästigungen kommen. Ursache dafür waren nicht allein die Fische, sondern auch Algen, deren Aktivität sich bei Hitze verstärkt. Mit sinkenden Temperaturen dürfte sich die Lage entspannen. Das Wasserwirtschaftsamt beobachtet das Gewässer weiterhin. Ein Umkippen des Sees ist nach derzeitiger Einschätzung nicht zu befürchten.
Für andere Gewässer im Stadtgebiet liegen derzeit keine Meldungen über Fischsterben vor.
Ist Baden weiterhin möglich?
Das Baden im Wöhrder See ist grundsätzlich nicht erlaubt. Zum Baden freigegeben ist allein die durch
den Damm abgegrenzte Norikusbucht. Dort wurden bisher keine toten Fische festgestellt, und es
liegen keine Hinweise vor, dass das Fischsterben im Wöhrder See Auswirkungen auf die Badebucht
hat. Das Baden in der Norikusbucht ist daher weiterhin möglich.
Wer ist wofür zuständig?
Dass Wildtiere sterben, gehört zum natürlichen Kreislauf – gerade in Hitzeperioden. Wenn tote Fische
in einem Gewässer auftreten, greifen je nach Situation verschiedene Stellen ineinander:
- Bergung der toten Fische:
Das Einsammeln übernimmt in der Regel der Fischereiberechtigte des
jeweiligen Gewässers, am Wöhrder See der Fischereiverband Mittelfranken. - Untersuchung des Wassers:
Messungen und die Ermittlung der Ursachen sind Aufgabe des staatlichen Wasserwirtschaftsamts Nürnberg als technische Fachbehörde. - Überwachung und Koordination:
Als Untere Wasserrechtsbehörde behält das Umweltamt der Stadt Nürnberg die Lage im Blick, koordiniert die Beteiligten und veranlasst bei Bedarf weitere
Schritte. - Prüfung auf Krankheiten:
Nur wenn der Verdacht auf eine übertragbare Tierkrankheit besteht, wird das Veterinäramt eingebunden. Im aktuellen Fall am Wöhrder See ist das nicht erforderlich, weil die Ursache (Hitzestress) bereits geklärt ist.
Sie haben etwas beobachtet oder eine Frage?
Melden Sie tote Fische oder andere Auffälligkeiten an Gewässern gerne beim Umweltamt der Stadt
Nürnberg. Wir gehen Hinweisen nach und leiten sie an die zuständigen Stellen weiter.
Umweltamt der Stadt Nürnberg
Untere Wasserrechtsbehörde
Aktualisiert am 13.08.2026, 10:10 Uhr
