Valznerweiher

Umweltamt Nürnberg

Tote Fische im Wöhrder See

Aktueller Stand und Hintergrund (Stand: 06. August 2026)

Fischsterben aufgrund von Hitzestress

Die aktuell vermehrt auftretenden toten Fische im Wöhrder See sind Folge von Hitzestress in der
anhaltenden Sommerhitze und nicht von verschmutztem Wasser. Das Wasser wurde untersucht und
ist unbedenklich. Die Tiere werden von den zuständigen Stellen aus dem See entfernt.

Was ist aktuell los?

In den vergangenen Tagen wurden vermehrt tote Fische im Bereich des Wöhrder Sees gemeldet. Das
staatliche Wasserwirtschaftsamt Nürnberg hat das Gewässer an mehreren Stellen untersucht und die
wichtigsten Werte gemessen, unter anderem Temperatur, Sauerstoffgehalt und pH-Wert.

Die Untersuchung hat keine Anhaltspunkte für eine Verschmutzung, eine Fischkrankheit oder einen
gefährlichen Sauerstoffmangel ergeben. Das Wasserwirtschaftsamt führt das Sterben der Fische
daher auf Hitzestress zurück, der vor allem Tiere mit ohnehin geschwächter Konstitution trifft. Bei
den derzeit hohen Wassertemperaturen ist ein solches Fischsterben nicht ungewöhnlich.

Die toten Fische werden geborgen: Der Fischereiverband Mittelfranken holt sie ab Freitag, 7. August,
mit einem Boot aus dem See. Auf der Wehranlage an der Konrad-Adenauer-Brücke hatten sich
ebenfalls Fische angesammelt. Diese wurden bereits entfernt. Auch der Bereich unterhalb der
Wehranlage (Bereich Wöhrder Wiese) wird vom Fischereiverband geprüft. Dort werden bei Bedarf
ebenfalls tote Fische entfernt.

Auch nach der Bergung der Fische kann es vorübergehend noch zu Geruchsbelästigungen am Ufer
kommen. Ursache dafür sind nicht allein die Fische, sondern auch Algen, deren Aktivität sich bei Hitze
verstärkt. Mit sinkenden Temperaturen dürfte sich die Lage entspannen. Das Wasserwirtschaftsamt
beobachtet das Gewässer weiterhin. Ein Umkippen des Sees ist nach derzeitiger Einschätzung nicht zu
befürchten.

Für andere Gewässer im Stadtgebiet liegen derzeit keine Meldungen über Fischsterben vor.

Ist Baden weiterhin möglich?

Das Baden im Wöhrder See ist grundsätzlich nicht erlaubt. Zum Baden freigegeben ist allein die durch
den Damm abgegrenzte Norikusbucht. Dort wurden bisher keine toten Fische festgestellt, und es
liegen keine Hinweise vor, dass das Fischsterben im Wöhrder See Auswirkungen auf die Badebucht
hat. Das Baden in der Norikusbucht ist daher weiterhin möglich.

Wer ist wofür zuständig?

Dass Wildtiere sterben, gehört zum natürlichen Kreislauf – gerade in Hitzeperioden. Wenn tote Fische
in einem Gewässer auftreten, greifen je nach Situation verschiedene Stellen ineinander:

  • Bergung der toten Fische:
    Das Einsammeln übernimmt in der Regel der Fischereiberechtigte des
    jeweiligen Gewässers, am Wöhrder See der Fischereiverband Mittelfranken.
  • Untersuchung des Wassers:
    Messungen und die Ermittlung der Ursachen sind Aufgabe des staatlichen Wasserwirtschaftsamts Nürnberg als technische Fachbehörde.
  • Überwachung und Koordination:
    Als Untere Wasserrechtsbehörde behält das Umweltamt der Stadt Nürnberg die Lage im Blick, koordiniert die Beteiligten und veranlasst bei Bedarf weitere
    Schritte.
  • Prüfung auf Krankheiten:
    Nur wenn der Verdacht auf eine übertragbare Tierkrankheit besteht, wird das Veterinäramt eingebunden. Im aktuellen Fall am Wöhrder See ist das nicht erforderlich, weil die Ursache (Hitzestress) bereits geklärt ist.

Sie haben etwas beobachtet oder eine Frage?

Melden Sie tote Fische oder andere Auffälligkeiten an Gewässern gerne beim Umweltamt der Stadt
Nürnberg. Wir gehen Hinweisen nach und leiten sie an die zuständigen Stellen weiter.

Umweltamt der Stadt Nürnberg

Untere Wasserrechtsbehörde

Kontaktformular</global/ajax_kontaktformular.html?cfid=53983>

Aktualisiert am 06.08.2026, 11:23 Uhr