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Baumschutz in Nürnberg

Geschützter Baumbestand im Stadtgebiet

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Bäume haben in dicht besiedelten Bereichen eine große Bedeutung. Sie sichern die Lebensqualität, verbessern das Kleinklima, mindern die Schadstoffbelastung, bieten Lebensraum für Tiere und leisten vieles mehr. Das Ziel des Baumschutzes ist es, die Durchgrünung im innerstädtischen Bereich zu erhalten und somit die Lebensqualität zu erhöhen.

Die Stadt Nürnberg hat seit 1977 eine Verordnung zum Schutz von Bäumen, die innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile gilt.

Beabsichtigen Sie einen Baum zu fällen, zurückzuschneiden oder sonstige Eingriffe an ihm oder dem Wurzelbereich durchzuführen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Vor einer Baumbeseitigung wird erst geprüft, ob der Baum durch einen fachgerechten Kronenrückschnitt erhalten werden kann. Bei einer Baumbeseitigung kann für die Bestandsminderung eine Ersatzpflanzung verlangt werden.

Wichtiges auf einen Blick

Verordnungstext

Baumschutzverordnung der Stadt Nürnberg

Formular

Genehmigungsantrag/ Anzeige online im Dialog

Hinweis

Datenschutz zum Genehmigungsantrag/ zur Anzeige

Zuständigkeiten

Gebietseinteilung der zuständigen Sachbearbeiter

Hinweis

Sehr gerne senden wir Ihnen die Antragsunterlagen auch per Post zu. Bitte rufen Sie uns hierzu an oder benutzen Sie das Kontaktformular. Bitte beachten Sie, dass die Stadt Nürnberg E-Mails incl. Dateianhängen nur bis zu einer Größe von 50 Megabyte (MB) entgegennimmt. Vielen Dank.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Baumschutz

Welche Bäume sind in Nürnberg unter Schutz gestellt?

Geschützt sind alle Bäume im Zusammenhang bebauter Bereiche gem. § 34 Baugesetzbuch (BauGB) ab einem Stammumfang von 80 cm (gemessen in 100 cm Höhe) und alle Ersatzpflanzungen. Ausgenommen sind Obstbäume (außer Walnuss und Esskastanie).

Mehrstämmige Bäume sind geschützt, wenn einer der Stämmlinge mindestens 80 cm Umfang (gemessen in 100 cm Höhe) aufweist.

Bäume können auch anhand von anderen Schutzverordnungen geschützt sein, diese finden Sie hier:

Was ist zu beantragen?

Das Beseitigen und Zurückschneiden von Bäumen sowie Eingriffe in den Wurzelbereich (Kronentraufbereich + 1,5 m) des geschützten Baumes.

Nicht genehmigungs-, aber anzeigepflichtig, sind fachgerechte Kronenpflegemaßnahmen (das Ausschneiden von Totholz, reibenden sowie angebrochenen Ästen) zur Pflege und Erhaltung sowie Maßnahmen zur unmittelbaren Gefahrenabwehr.

Wie kann ein Antrag gestellt werden?

Benutzen Sie bitte das Antragsformular und füllen Sie es vollständig aus. Das Formular finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

Bitte legen Sie dem Antrag aussagekräftige Bilder und einen Lageplan mit Einzeichnung der beantragten Bäume bei. Wenn Ihnen bereits eine Beurteilung eines Betriebs für Baumpflege vorliegt, legen Sie diese bitte dem Antrag bei. Dies kann die Bearbeitungszeit erheblich verkürzen.

Wer kann einen Antrag stellen?

Der Antrag sollte möglichst von dem jeweiligen Grundstückseigentümer/der Grundstückseigentümerin bzw. Verwaltung der Wohnungseigentümergemeinschaft mit jeweiligem Beschluss gestellt werden. Es ist auch möglich, z.B. als Gartenbaufirma oder berechtigte Person einen Antrag mit einer Vollmacht des Eigentümers/ der Eigentümerin zu stellen. Unsere Entscheidung geht unabhängig davon an den jeweiligen Grundstückseigentümer.

Ebenso können Sie als Eigentümer/in eines Nachbargrundstückes antragsberechtigt sein, wenn Sie darlegen, durch den Baum in Ihren bürgerlich-rechtlichen Nachbarrechten (§§ 910, 1004 BGB) objektiv beeinträchtigt zu sein. Bitte beachten Sie, dass die Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde lediglich eine öffentlich-rechtliche Entscheidung darstellt, die keine Auswirkungen auf das Zivilrecht hat. Das Einverständnis des Nachbarn/der Nachbarin ist unabhängig davon einzuholen; bei Streitigkeiten unter Nachbarparteien müsste die Maßnahme auf dem privaten Rechtsweg durchgesetzt werden. Eine vorherige Klärung und das Einverständnis vereinfacht die Angelegenheit daher erheblich.

Privatrechtliche Fragen nach dem Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (AGBGB) können durch die Untere Naturschutzbehörde nicht geklärt werden! Sie sind allein eine Angelegenheit der jeweils benachbarten Parteien.

Im Antrag wird eine Beratung angeboten. Was ist das?

Wenn Sie möchten, dass sich die Außendienstmitarbeiter des Umweltamtes vor Bearbeitung des Antrags mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen, kreuzen Sie dies bitte in dem Antrag an. Dabei können Fragen zur Verordnung und zu Ihrem Antrag geklärt werden. Es kann dadurch zu einer Verlängerung der Bearbeitungszeit kommen.

Was ist zu tun, wenn…

der Baum auf öffentlichem Grund steht?

Der Servicebetrieb öffentlicher Raum (SÖR) pflegt die öffentlichen Grünflächen in Nürnberg. Das schließt große Anlagen, kleine Parks und auch Straßenbäume ein. Dort wird die BaumSchVO vom SÖR selbstständig vollzogen.

Nähere Informationen finden Sie hier:

der Baum möglicherweise nicht im Zusammenhang bebauter Ortsteile steht? (z. B. Sportplätze, Friedhöfe, …)

Bitte beantragen Sie die Maßnahmen unabhängig davon wie beschrieben mit dem Antragsformular. Es wird dann von der Unteren Naturschutzbehörde geprüft, ob die BaumSchVO tatsächlich nicht anwendbar ist bzw. ob möglicherweise eine andere Schutzverordnung greift oder ein naturschutzrechtlicher Eingriff vorliegt.

der Baum auf dem Nachbargrundstück steht?

Bitte beachten Sie hierzu „Wer kann einen Antrag stellen?“.

Nachbarrechtliche Belange werden auch in dieser Broschüre anschaulich erklärt:

wegen eines Baugenehmigungsverfahrens Bäume beseitigt werden sollen?

Die Genehmigung ist über den Bauantrag mit zu beantragen. Es ist nicht möglich, die Beseitigung der Bäume vorab durchzuführen.

Bitte beachten Sie die folgenden Informationen:

lediglich Totholz beseitigt werden soll?

Diese Kronenpflege muss eine Woche vor Durchführung der Maßnahme schriftlich angezeigt werden. Bitte machen Sie dazu mindestens die folgenden Angaben: Standort des Baumes, Grundstückseigentümer/in inkl. Adressdaten, Baumart, Stammumfang, Lageplan mit Einzeichnung sowie Bilder des Baumes.
Ein Antrag ist nicht notwendig, das Formular vereinfacht jedoch die Bearbeitung.

Maßnahmen zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr durch einen Baum notwendig sind?

Eine unmittelbare, offensichtliche Gefahr liegt vor, wenn z.B. ein Ast ausgebrochen im Baum hängt, der Wurzelteller plötzlich gehoben ist oder sich der Baum plötzlich neigt. Dann handelt es sich um einen sog. Gefahrenbaum.

Beachten Sie hierzu § 3 Abs. 2 BaumSchVO:
„Nicht verboten sind Maßnahmen die zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr für die Allgemeinheit oder für einzelne notwendig sind; dabei dürfen nur diejenigen Pflanzenteile entfernt werden, welche die Gefahr verursachen. In diesen Fällen ist die Stadt – Umweltamt – oder die Polizei unverzüglich über Art und Ausmaß der durchgeführten Maßnahmen schriftlich oder telefonisch zu unterrichten.“

Eine geeignete Dokumentation der durchgeführten Arbeiten ist unverzüglich der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Nürnberg zukommen zu lassen.

Sie eine Gefahr durch Sturmeinwirkung sehen?

Bestehen Zweifel an der Standsicherheit eines Baumes, ist diese durch einen Fachbetrieb für Baumpflege überprüfen zu lassen. Grundsätzlich kann die Möglichkeit, dass Bäume bei einem Unwetter entwurzelt werden, nie vollständig ausgeschlossen werden. Diese bloße Möglichkeit ist kein Grund, rein vorsorglich Bäume zu beseitigen.

Ihr Baum vom Eichenprozessionsspinner oder anderen Schädlingen befallen ist?

Hierbei handelt es sich um einen jahreszeitlich bedingten, temporären Befall, der keine Beseitigung rechtfertigen kann. Bitte informieren Sie sich hierzu im Internet oder bei einem Fachbetrieb für Baumpflege.

Auch ein Befall durch andere Schädlinge kann eine Beseitigung im Regelfall nicht begründen.

Der SÖR bietet auch für private Grundstückseigentümer anschauliche Informationen unter:

der Baum von Borkenkäfern befallen ist?

Eine Fichte, die nachweislich vom Borkenkäfer befallen ist, sollte grundsätzlich baldmöglichst gefällt und entrindet werden, damit der Schädling nicht auf weitere Bäume übergehen kann.

In diesem Fall ist eine schriftliche Bestätigung einer Fachfirma und aussagekräftiges Fotomaterial (insbesondere Schadbild bzw. Beeinträchtigung) und eine sofortige Anzeige der Gefahrenbaumfällung bei der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich. Die Untere Naturschutzbehörde prüft nachträglich die Möglichkeit einer Ersatzpflanzung auf dem Grundstück.

Wenn der Borkenkäfer einen Nachbarbaum befallen hat, ist dies ist rein privatrechtlich zu klären. Die Stadt hat derzeit keine rechtliche Möglichkeit, die Beseitigung von Bäumen behördlich anzuordnen.

Welche sind grundsätzlich keine ausreichenden Gründe für eine Baumbeseitigung?

Schattenwurf, Laub- oder Fruchtfall, Verstopfung der Regenrinne, Verbreitung von Samen, Pollenflug, schwacher Astabwurf, geringfügige Schäden an baulichen Anlagen und ähnliche, in der Natur eines jeden Baumes liegende, Begebenheiten.

Was passiert nachdem der Antrag gestellt ist?

Sie erhalten eine Antragsbenachrichtigung, sobald die Unterlagen vollständig beim Umweltamt vorliegen. Danach wird Ihr Antrag geprüft, ggf. wird der beantragte Baumbestand eingesehen. Die Mitarbeiter des Außendienstes prüfen, ob eine Genehmigung erteilt werden kann und ob eine Ersatzpflanzung erforderlich und aufgrund der räumlichen Gegebenheiten möglich und zumutbar ist. Danach wird Ihnen die Entscheidung schriftlich mitgeteilt.

Wann kann eine Ersatzpflanzung gefordert werden?

Bitte beachten Sie § 6 BaumSchVO: „Die Stadt kann die Genehmigung (…) für die Entfernung von Bäumen unter der Auflage erteilen, dass durch die Anpflanzung von Bäumen ein angemessener Ersatz für die eintretende Bestandsminderung geleistet wird. Dabei können Pflanzenart und Pflanzfristen näher bestimmt werden.“

In Einzelfällen kann die Ersatzpflanzung hinsichtlich Größe oder Anzahl reduziert oder ganz darauf verzichtet werden, wenn auf dem Grundstück nach Ansicht der Unteren Naturschutzbehörde bereits großer Baum- und Gehölzbestand vorhanden ist.

Die Art des standortgerechten Ersatzbaumes können Sie aus der nachfolgenden Auflistung auswählen. Andere Baumarten können nach Rücksprache mit Ihrem Sachbearbeiter ebenfalls gepflanzt werden. Grundsätzlich sind heimische Arten zu bevorzugen.

Warum kann ich keinen Obstbaum als Ersatz pflanzen?

Obstbäume können grundsätzlich nicht als Ersatzbäume anerkannt werden, da sie in der Regel eine wesentlich geringere Lebensdauer als Laub- und Nadelgehölze haben und vorrangig aus Ertragsgründen gepflanzt werden.
Sinkt der Ertrag, sollen sie oftmals wieder entfernt werden. Sie haben außerdem ein vergleichsweise geringeres Kronenvolumen und dadurch nicht dieselbe positive Wirkung wie Laub- und Nadelbäume. Die intensive wirtschaftliche Nutzung macht bei Obstbäumen Schnittmaßnahmen notwendig, die Lebensdauer und Aussehen nachhaltig beeinflussen.

Welche Verbotszeiträume gelten für die Maßnahme? Was ist bezüglich Artenschutz zu beachten?

Bitte beachten Sie hierzu folgende Seite:

Was sind nicht fachgerechte Rückschnitte?

Schnittmaßnahmen dürfen das artspezifische Erscheinungsbild eines Baumes nicht beeinträchtigen. Unfachmännisch durchgeführte Schnittmaßnahmen wirken sich negativ auf den natürlichen Habitus, die Bruchsicherheit, den Gesundheitszustand und die Lebensdauer des Baumes aus. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Fachfirmen für Baumpflege.

Nicht fachgerecht durchgeführte Maßnahmen können gemäß § 8 BaumSchVO mit einem Bußgeld von bis zu 50.000,- Euro geahndet werden.

Wer trägt allgemein die Verkehrssicherungspflicht der Bäume?

Die Verkehrssicherungspflicht obliegt grundsätzlich dem Grundstückseigentümer/der Grundstückseigentümerin und kann nicht auf die Stadt übertragen werden. Wenn nach fehlerhafter Ablehnung eines Antrags ein Schaden eintritt, kann die Haftung an die Stadt übergehen. Dies ist im Einzelfall zu überprüfen.

Der Eigentümer/die Eigentümerin hat sich zu versichern, dass keine augenscheinlichen Gefahren von dem Baum ausgehen. Es wird empfohlen, den Baumbestand in regelmäßigen Abständen durch einen Baumpflegebetrieb überprüfen zu lassen.

Wo erhalte ich eine Liste über anerkannte Fachfirmen?

Informationen über anerkannte Fachfirmen erhalten Sie z.B. auf diesen Webseiten:

Untere Naturschutzbehörde

Bauhof 2

90402 Nürnberg


Herr Busch

Ansprechpartner nördliches Stadtgebiet


Telefon 09 11 / 2 31 - 3 10 52

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht :

Kontaktformular

Herr Pfingstgraef

Ansprechpartner südliches Stadtgebiet


Telefon 09 11 / 2 31 - 38 97

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht :

Kontaktformular

Frau Koll

Verwaltung


Telefon 09 11 / 2 31 - 58 57

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht :

Kontaktformular

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