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Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet

Eichenprozessionsspinner Nest Am Baum

Seit Anfang Juni 2019 tauchen im Nürnberger Stadtgebiet wieder Eichenprozessionsspinner auf. Das heiße Wetter der vergangenen Tage und Wochen hat sich positiv auf die Entwicklung der Insekten ausgewirkt, sodass wir innerhalb kürzester Zeit einen Befall an rund 50 Bäumen an der Großen Straße und entlang der Münchener Straße zu verzeichnen hatten.

Nachdem die Nester des Eichenprozessionsspinners insbesondere im Volkspark Dutzendteich rasch entfernt wurden, so dass das "Rock im Park"-Festival stattfinden konnte, finden sich im ganzen Stadtgebiet immer wieder befallene Bäume.

Vorangegangen war ein kühler Mai; daher fand der Blattaustrieb wärmeliebender Baumarten in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr deutlich verzögert statt. Esche, Walnuss und vor allem Eiche haben erst mit steigenden Temperaturen die Blätter verspätet ausgetrieben.

Die Raupe ist an ihren langen „Prozessionen“ mit Hunderten von Tieren relativ leicht zu erkennen. Einzeln kommt der Eichenprozessionsspinner kaum vor.

Eichenprozessionsspinner Am Baumstamm

Wie werden die Eichenprozessionsspinner beseitigt?

Die Nester werden zunächst abgeflammt, damit sie sich leichter vom Baum entfernen lassen. Anschließend werden sie abgesaugt beziehungsweise abgeschabt.

Die befallenen Bäume erhalten zunächst ein grünes Kreuz (angesprüht) als Markierung. Bei Bäumen mit Eichenprozessionsspinner-Flatterband ist der Auftrag zur Bekämpfung an die Fachfirma kommuniziert, nach der Beseitigung entfernt die Firma das Flatterband. In der Regel sind die Brandspuren optisch erkennbar.

Welche Gesundheitsgefahr besteht?

Die sehr feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners enthalten ein Eiweißgift. Dieses kann beim Menschen zu allergischen Reaktionen wie Hautreizungen, selten Reizerscheinungen an Bindehaut und in sehr seltenen Fällen zu Reizungen der Atemwege bis zu Asthmaanfällen führen. Dabei muss man mit der Raupe selbst gar nicht in Kontakt kommen, da die Haare leicht abbrechen und bei günstiger Witterung über weitere Strecken verteilt werden.

Nach Kontakt mit den Raupenhaaren kann sich ein Juckreiz entwickeln, dem ein Hautausschlag folgen kann. Besonders Kinder sollten die Raupen nicht anfassen. Befallene Gebiete sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme sollten durch Kleidung geschützt werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt nach einem Kontakt mit den Raupen ein Duschbad mit Haarwäsche und eine sorgfältige Reinigung der während des Befalls getragenen Kleidungsstücke bei 60 Grad in der Waschmaschine.

Was mache ich, wenn ich einen befallenen Baum entdecke?

Wenn Sie befallene Eichen auf städtischem Grund entdecken, können Sie diese unter genauer Angabe des Ortes unter folgender Telefonnummer melden: 231-7637 (SÖR-Servicetelefon). Das Telefon ist zu den unten genannten Bürozeiten erreichbar. Sie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter natürlich auch über das Kontaktformular erreichen.

SÖR-Servicetelefon


Die Mitarbeiter des Servicetelefons erreichen Sie unter

Telefon: 09 11 / 2 31-7637

Zur verschlüsselten Übertragung Ihrer Nachricht:

Kontaktformular:
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Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr
Freitag von 8.30 bis 13 Uhr


Grundstückseigentümer mit Eichenbestand, die einen Befall vermuten, erhalten ebenfalls am SÖR-Servicetelefon unter der Telefonnummer 231- 7637 Rat zur Erkennung und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Ansprechpartner zur Baumbehandlung finden Sie in den Branchentelefonbüchern unter Schädlingsbekämpfung.

Wenn Sie auf Privatbesitz Bäume entdecken, bei denen Sie einen Befall vermuten, informieren Sie bitte den Grundstückseigentümer.

Zu medizinischen Fragen informiert Sie das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 231-14182.

Eichenprozessionsspinner Umhüllter Ast

Was war mit dem Gelände des "Rock im Park"-Festivals?

Drei Wochen vor Beginn der Veranstaltung beginnt SÖR standardmäßig mit der Verkehrssicherheitskontrolle des Geländes; dazu gehört auch die Prüfung auf einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Während dieser in den Vorjahren schon drei Wochen vor der Veranstaltung aufgetreten ist und im Laufe dieser drei Wochen beseitigt werden konnte, war entsprechend den Temperaturen im Mai 2019 kein Befall festzustellen. Aufgrund der jetzt warmen Witterung kam es dann zum Befall. Unmittelbar nachdem der erste Befall am 3. Juni festgestellt wurde, hat eine Fachfirma mit der Beseitigung begonnen.

Die befallenen Bäume wurden bis zum Beginn von Rock im Park von den Nestern des Eichenprozessionsspinners befreit. Es konnte aber nicht ausgeschlossen werden, dass auch danach noch Nester aufgefunden werden. Ab Festival-Beginn war der Veranstalter für das Rock-im-Park-Gelände zuständig und damit auch für die Beseitigung der Eichenprozessionsspinner.

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