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Ausstellungskatalog des Stadtarchivs Nr. 24

Eine Kamera für's Leben – Fotoapparate und Zubehör aus Nürnberg

Begleitband zur Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg vom 2. Juni bis 25. September 2016 in der Norishalle

Katalog 24

Herausgegeben von Michael Diefenbacher und Steven M. Zahlaus
Nürnberg 2016, 264 S., zahlreiche Abb. in Farbe und in Schwarz-Weiß

Erhältlich im Stadtarchiv Nürnberg und im Buchhandel
Verkaufspreis: 24 Euro

Der Begleitband zur Ausstellung "Eine Kamera fürʼs Leben. Fotoapparate und Zubehör aus Nürnberg" des Stadtarchivs widmet sich in vier Beiträgen einem bislang kaum beleuchteten Kapitel der Nürnberger Wirtschaftsgeschichte der Moderne: der Kameraindustrie, aber ebenso dem damit eng verbundenen Fotohandel sowie den vielgestaltigen Fotovereinen.

In einer ersten Übersicht steht das "lange 19. Jahrhundert" im Fokus. Zwar wurde auch in Nürnberg immer wieder die Produktion von Kameras vorgenommen, doch entwickelten sich aus diesen Anfängen keine Unternehmen, die Fotoapparate unter industriellen Bedingungen herstellten. Vorherrschend war die werkstattmäßige (Einzel-)Fertigung für einen beschränkten Zeitraum.

Die zweite Studie stellt den Nürnberger Kamerabau im 20. Jahrhundert vor, der erst zu Beginn der 1920er Jahre einsetzte. In der Zwischenkriegszeit herrschten kleinere Firmen vor, die, häufig noch als Werkstattbetriebe, überschaubare Stückzahlen fertigten. Besonders in den 1930er Jahren gab es dann Ansätze für eine zumindest mengenmäßig beachtlichere Produktion. Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen zwar mehrere Betriebe mit der Herstellung von Kameras, doch gaben die meisten dieser Firmen diesen Fertigungszweig noch in den 1950er Jahren wieder auf. Mit dem Niedergang der deutschen Kameraindustrie in den 1960er Jahren gelangte auch die Nürnberger Kameraproduktion, deren Erzeugnisse ganz überwiegend auf eine breite Käuferschicht ausgerichtet waren, an ein Ende.

Dem wechselvollen Schicksal des Foto-Groß- und vor allem Einzelhandels widmet sich ein dritter Aufsatz. Der stürmischen Verbreitung der Liebhaberfotografie folgte der gewaltige Aufstieg des Fotoeinzelhandels vor dem Zweiten Weltkrieg. Nach dessen Ende erlebte die Fotografie – und mit ihr der Fotohandel – eine immense Renaissance für einen langen Zeitraum. In der jüngsten Vergangenheit jedoch erfolgte aufgrund der digitalen Umbrüche auch in diesem Sektor ein schmerzhafter Niedergang: Nur wenige Fotoeinzelhändler konnten sich in Nürnberg bis heute behaupten.

Der letzte Beitrag wirft einen Blick auf die weite Welt der Amateur-Fotovereine, für die ebenfalls der nie verebbende Wandel in der Fotografie stets von großer Bedeutung war. Welche Vereine standen am Anfang, welche Absichten verfolgten sie, welchen Veränderungen unterlagen sie im Laufe der Zeit, welche Vereine mit welchen Zielen kamen hinzu, welche Vereine verschwanden? Auf diese und etliche andere Fragen wird versucht, Antworten zu geben.

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