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Daten zur Nürnberger Geschichte

1050

Erste urkundliche Erwähnung Nürnbergs (Sigena-Urkunde).

Sigena-Urkunde (Stadtarchiv Nürnberg, A 1, 1050 Juli 16). In der Mitte der letzten Zeile findet sich der älteste Beleg für die Existenz des Ortes Nürnberg.


1062

Bestätigung des wohl um 1040 durch Heinrich III. verliehenen Markt-, Münz- und Zollrechtes.

1139

Bau der Kaiserpfalz durch Konrad III. und Friedrich I. (Doppelkapelle).

Kaiserkappelle

Blick in die Oberkapelle (Kaiserkapelle) der Kaiserburg. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


bis 1543

Bis ins 16. Jahrhundert finden zahlreiche Fürstenversammlungen bzw. Reichstage in Nürnberg statt, auf welchen bedeutende Entscheidungen der Reichspolitik getroffen werden (letzter Reichstag 1543).

1219

Der große Freiheitsbrief Friedrichs II. bestätigt u.a. die Reichsunmittelbarkeit der Stadt, ihre steuerliche Selbstverwaltung sowie Handelsprivilegien (1332 erweitert: Nürnberger Zollfreiheit mit 72 Städten).

1256

Nürnberg schließt sich dem Rheinischen Städtebund an. Erstes Auftreten des Rates.

1278

Revindikation durch Rudolf II. Festigung der Stellung als Reichsstadt.

um 1320

Ausformung der patrizischen Ratsverfassung. Schließung der vorletzten Stadtmauer.

1339

Einweihung des vom reichsten Nürnberger Bürger Konrad Groß gestifteten Heilig-Geist-Spitals.

Hochgrab mit Stifterfiguren

Hochgrab des Konrad Groß in der Vorhalle des Kreuzigungshofes im Heilig-Geist-Spital. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1348

Im sog. Handwerkeraufstand wird der patrizische Rat durch die Handwerker und die wittelsbachische Partei vertrieben, aber durch Karl IV. wieder eingesetzt. Die Handwerker bleiben vom Rat ausgeschlossen und Zünfte verboten.

1349

Judenpogrom. Errichtung von Hauptmarkt und Obstmarkt sowie der Frauenkirche auf dem Gelände des ehem. Judenviertels.

1356

Das erste "Grundgesetz" des Reiches - die Goldene Bulle - wird in Nürnberg durch Karl IV. erlassen. Nürnberg wird auf "ewige Zeiten" zum Ort der Abhaltung des ersten Reichstags eines jeden neugewählten Königs bestimmt.

1424

Kaiser Sigismund bestimmt Nürnberg zum Aufbewahrungsort der Reichskleinodien.

Kaiser Sigismund

Die Insignien der deutschen Königsmacht, die Reichskleinodien, wurden von 1424 bis 1796 in Nürnberg aufgewahrt. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1427

Kauf der Burggrafenburg und der Reichswälder.

15. Jh.

Einwohnerzahl: um 30.000

1449/1450

Erster Markgrafenkrieg, Verwüstung des Landgebiets.

1452

Der heute noch größtenteils erhaltene, letzte Mauerring wird geschlossen.

1470-1530

Blütezeit des Meistergesangs (Hans Rosenplüt, Hans Folz, Sixt Beckmesser, Hans Sachs).

Albrecht Dürer, Veit Stoß, Adam Kraft und andere berühmte Künstler wirken in Nürnberg; Großbauten - u.a. Mauthalle, Unschlitthaus, Kaiserstallung, Pegnitzüberbauung des Heilig-Geist-Spitals - werden unter Leitung von Hans Beheim d.Ä. errichtet.

1470-1530

Heilig-Geist-Spital mit südlichem Pegnitzarm und Blick zur Lorenzkirche, Federzeichnung 1744. (Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen)


1479-1484

Mit der "Nürnberger Reformation" erfolgt die erste Kodifikation eines deutschen Stadtrechts auf römisch-rechtlicher Grundlage.

1493

Anton Koberger druckt Hartmann Schedels Weltchronik.

1500-1502

Das erste "Reichsregiment" als Reichsregierung neben dem Kaiser hat seinen Sitz in Nürnberg.

1504-1506

Durch die Eroberung eines großen Landgebiets im Landshuter Erbfolgekrieg (Lauf, Hersbruck, Altdorf u.a.m.) wird die Stadt zu einer bedeutenden Territorialmacht (größtes reichsstädtisches Territorium).

1521

Mit dem sog. Tanzstatut schließt sich das Patriziat als Korporation ab.

1522-1524

Das zweite „Reichsregiment“ hat seinen Sitz in Nürnberg.

1524/1525

Als erste Reichsstadt führt Nürnberg die Reformation ein.

1533

Gemeinsame Brandenburg-Nürnbergische Kirchenordnung.

1552-1555

Zweiter Markgrafenkrieg.

1556-1564

Verstärkung der vier wichtigen Tortürme mit runden Artilleriemänteln.

1560/1566

Errichtung des Handelsvorstandes als Selbstverwaltungsorgan der Kaufleute, da sich die Patrizier zunehmend am Lebensstil des Adels orientieren und aus dem Fernhandel zurückziehen.

1616-1622

Rathausneubau im Stil der italienischen Renaissance durch Jacob Wolff d.J.

Rathaus

Zeitgenössische Zeichnung des Nürnberger Rathauses. (StadtAN A 4/VIII Nr. 20)


1621

Errichtung des Banco Publico als öffentliche Bank.

1622

Die 1575 errichtete Nürnberger Akademie in Altdorf wird zur Universität erhoben (1809 Aufhebung und Zusammenlegung mit der Universität Erlangen durch das Königreich Bayern).

1627

Einwohnerzahl: um 39.000.

1628

Errichtung des Fecht- oder Tagkomödienhauses als erster kommunaler Theaterbau Deutschlands.

1632

Stellungskrieg zwischen Gustav Adolf und Wallenstein vor den Toren Nürnbergs. Verwüstung eines weiten Gebietes um die Stadt. Die Kämpfe dauern als Kleinkrieg fort bis zum Prager Frieden 1635. In der Reichsstadt sowie in einem weiten Umkreis sterben etwa zwei Drittel der Bevölkerung.

1644

Gründung des Pegnesischen Blumenordens.

1649/1650

Nach Unterzeichnung des Westfälischen Friedens (Ende des Dreißigjährigen Krieges) findet ein abschließender Friedenskongress in Nürnberg statt. Nürnberger Friedensmahl.

1662

Gründung der Deutschen Malerakademie durch Jakob von Sandrart (1833 kgl. Kunstgewerbeschule, seit 1950 staatliche Akademie der Bildenden Künste).

18. Jh.

Wirtschaftlicher Niedergang durch den Merkantilismus der Nachbarterritorien, die finanzielle Überforderung durch überhöhte Reichs- und Kreissteuern und durch gesellschaftliche Erstarrung. Die Einwohnerzahl sinkt allmählich bis auf ca. 25.000.

1790-1796

Kurfürstentum Bayern und Königreich Preußen okkupieren das Nürnberger Landgebiet.

seit 1793

Romantische Entdeckung Nürnbergs als Verkörperung altdeutscher Kunst und Kultur. Seinen Höhepunkt erreicht das romantische Nürnberg-Bild in Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" (1867).

1794

Grundvertrag: Machtteilung zwischen Patriziat und bürgerlichen Kaufleuten.

1797

Aufgrund der Verschuldung der Reichsstadt übernimmt eine kaiserliche Subdelegationskommission die Verwaltung Nürnbergs.

Entmachtung des patrizischen Rates.

1806

Widerrechtliche Annexion der Stadt durch das Haus Wittelsbach, Nürnberg wird eine Landstadt des neuen Königreichs Bayern.

1825

Eingemeindung der Vororte des "Burgfriedens" (weitere Eingemeindungen erfolgen 1865, 1899, 1922/23, 1930, 1938 und 1972).

1835

Die erste deutsche Eisenbahn verkehrt zwischen Nürnberg und Fürth. Der Eisenbahnbau wird Impulsgeber für eine Ausweitung der metallverarbeitenden Gewerbe und des Maschinenbaus (Firmen wie Earnshaw, Späth, Cramer-Klett/MAN, Tafel, Bing). Nürnberg wird das "Industrielle Herz Bayerns".

Cramer-Klett Wöhrd

Der alte Standort von Cramer-Klett (später MAN) in Wöhrd etwa an der Stelle der heutigen Fachhochschule. ( Postkarte, Stadtarchiv Nürnberg)


1844

Eröffnung der Eisenbahnlinie Nürnberg-Bamberg, der ersten längeren staatlichen Strecke.

1845

Fertigstellung des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Die Einweihung erfolgte 1846

1852

Gründung des Germanischen Nationalmuseums.

1867

Einrichtung der Landesprodukten- und Warenbörse; Nürnberg bleibt bis zum Ersten Weltkrieg der weltweit größte Umschlagplatz für Hopfen.

1869

Gründung des Bayerischen Gewerbemuseums (seit 1916 Bayerische Landesgewerbeanstalt).

1874

Einweihung der Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz (1938 abgerissen).

1881

Einwohnerzahl über 100.000.

Mit dem Nürnberger Carl Grillenberger zieht der erste bayerische Sozialdemokrat in den Reichstag ein. Das "Rote Nürnberg" wird ein Zentrum der Arbeiterbewegung.

Einrichtung einer Pferdebahn als Grundstein des öffentlichen Nahverkehrs (elektrifiziert ab 1896).

1896/1897

Einrichtung eines städtischen Elektrizitätswerkes und eines neuen Krankenhauses.

In der zweiten Jahrhunderthälfte etabliert sich die Elektroindustrie als zweites Standbein der Nürnberger Industrie. Großbetriebe wie Schuckert, Siemens und AEG produzieren in der Stadt.

Plärrer

Blick vom Spittlertorturm auf den Plärrer und Gostenhof mit zahlreichen Fabrikschornsteinen. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1899

Gründung des Verkehrsmuseums (1925 Eröffnung des Neubaus am heutigen Standort).

1900

Gründung des 1. FCN. Der "Club" wurde in den 1920er/1930er Jahren zum führenden deutschen Fußballverein (deutscher Meister 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936; Pokal 1935, 1939).

1905

Eröffnung des Opernhauses.

1906

Nach 1882 und 1896 dritte Landesausstellung anlässlich der einhundertjährigen Zugehörigkeit zum Königreich Bayern.

Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs.

1910

Einwohnerzahl ca. 330.000.

1912

Eröffnung des Tiergartens am Dutzendteich (1939 Verlegung zum Schmausenbuck).

1919

Gründung der städtischen Handelshochschule, dann Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; 1961 Eingliederung als 6. Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.

1919-1933

Die fortschrittliche Stadtpolitik unter Oberbürgermeister Hermann Luppe ermöglicht bedeutende Leistungen im Bereich Bildung (1919 Eröffnung der Volkshochschule), sozialer Fürsorge (1919 Einrichtung des Wohlfahrtsamtes, Wohnungsbauprogramme), Kultur (1928 Dürerjahr), Architektur (1927 Planetarium, 1928 Stadion) und Stadtplanung ("Jansen-Plan").

1933

Einweihung des 1943 zerstörten Flughafens am Marienberg.

ab 1933

Die frühere "Stadt der Reichstage" wird von Adolf Hitler zur "Stadt der Reichsparteitage" bestimmt. Neben München, Linz, Hamburg und Berlin wird Nürnberg eine der "Führerstädte". Auf dem Reichsparteitagsgelände entstehen die heute z.T. noch sichtbaren Großbauten. Bis 1938 dient die Stadt jeweils im September als Kulisse für die Parteitage der NSDAP.

Straßenszene

Straßenszene auf dem Hauptmarkt während des Reichsparteitages 1938. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1935

Verkündung der "Nürnberger Gesetze" bei einer Reichstagssitzung anläßlich des NSDAP-Reichsparteitags.

1939

Einwohnerzahl ca. 420.000.

1945

Zerstörung "Alt-Nürnbergs". 95 Prozent der Bausubstanz in der Altstadt werden vernichtet. Beim Wiederaufbau werden nur ausgewählte Bauwerke rekonstruiert (Hauptkirchen, Rathaus u.a.m.), allerdings werden städtebauliche Grundstrukturen großenteils beibehalten (Baulinien, Traufhöhen und Giebelformen). 1949 findet die Deutsche Bauausstellung in Nürnberg statt.

Sebalder Altstadt

Blick vom Trödelmarkt über die zerstörte Sebalder Altstadt zur Burg. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1945-1949

"Nürnberger Prozesse": Vor dem Internationalen Militärgerichtshof findet im Justizpalast der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher sowie in 12 Nachfolgeprozessen gegen Vertreter der den NS-Staat tragenden Institutionen und Gruppen statt.

Anklagebank Kriegsverbrecherprozeß

Hauptkriegsverbrecherprozeß, Blick auf die Anklagebank. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1950

Erste deutsche Spielwarenmesse (seit 1958 internationale Fachmesse).

1952

Errichtung der Bundesagentur für Arbeit als "Bundesanstalt für Arbeit" (1973 Einweihung des Neubaus).

Unter dem Namen "Einkaufstasche" findet erstmals die heutige "Consumenta" statt. Als eine der erfolgreichsten deutschen Verbrauchermessen wuchs sie bis 1999 auf 12 Hallen mit 950 Ausstellern.

1955

Eröffnung des heutigen Flughafens in Kraftshof.

1962

Einrichtung der Pfannenschmiedsgasse als eine der ersten "Einkaufsstraßen" Europas; Grundstein der heute weite Teile der Altstadt umfassenden Fußgängerzone.

1967

Grundsteinlegung (erster Rammstoß) für die U-Bahn (1978 erreicht die U-Bahn die Altstadt, 1985 Fertigstellung der Linie 1 von Langwasser-Süd bis Fürth-Hauptbahnhof, 1996 ist die Linie 2 von Röthenbach/Schweinau bis Nordostbahnhof befahrbar; bis 1999 Erweiterung bis zum Flughafen).

U-Bahn Lorenzkirche

U-Bahnhof Lorenzkirche. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1971

Im Rahmen des Jubiläums zum 500. Geburtstag von Albrecht Dürer Einweihung von Spielzeugmuseum und Handwerkerhof.

1972

Einwohnerzahl erstmals über 500.000.

Einweihung des Staatshafens am Rhein-Main-Donau-Kanal (Fertigstellung des Kanals 1992).

1973

Einweihung des neuen Messegeländes in Nürnberg-Langwasser.

Eröffnung Spielwarenmesse

Eröffnung der Spielwarenmesse 1973 im neuen Messezentrum in Anwesenheit von Altkanzler Ludwig Erhard und Oberbürgermeister Urschlechter. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1976

Im Rahmen des Hans-Sachs-Jubiläums 1. Nürnberger Bardentreffen.“

1980

Fertigstellung des Fernmeldeturms.

1987

Im Großraum Nürnberg wird die erste S-Bahn Linie eröffnet (Nürnberg-Lauf).

1991

Das 1928 eröffnete Stadion wird nach seinem völligen Umbau als neues "Frankenstadion" eingeweiht.

1993

Einweihung der "Straße der Menschenrechte".

1994

Eröffnung des neuen Klinikums Süd.

Eröffnung Südklinikum

Karl Freller, Günther Beckstein, Edmund Stoiber und Oberbürgermeister Peter Schönlein bei der Eröffnung des neuen Südklinikums am 5. März 1994. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


1995

Erstmalige Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises (Preisträger Sergej Kowaljow). Der Preis wird seitdem alle zwei Jahre verliehen.

1997

Wiederherstellung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schürstabhauses (gotisches Patrizierhaus).

1998

Vereinigung des Meistersinger-Konservatoriums und des Leopold-Mozart-Konservatoriums Augsburg zur Musikhochschule Nürnberg-Augsburg mit Hauptsitz in Nürnberg.

1999

Eröffnung des Kaiserburg-Museums als Außenstelle des Germanischen Nationalmuseums.

Richtfest des Business-Towers der Nürnberger Versicherungsgruppe (mit 135 m höchstes Gebäude in Bayern).

2000

Eröffnung des "Neuen Museums" für Kunst und Design.

Einweihung des rekonstruierten Hirschvogelsaals beim Tucherschlösschen.

Eröffnung der sanierten Norishalle als neues Domizil von Stadtarchiv und Naturhistorischem Museum.

Die Norishalle am Marientorgraben 8. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)


2001

Einweihung der neuen Eis- und Multifunktionshalle "Arena" am Stadion.

Eröffnung der Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.

2002

Nürnberg wird zu einem von zwölf Austragungsorten der Fußballweltmeisterschaft 2006 bestimmt.

2003

Das Stadttheater Nürnberg wird in den Rang eines Staatstheaters erhoben.

Die Bezeichnungen "Nürnberger Bratwurst" bzw. "Nürnberger Rostbratwurst" erlangt EU-weiten Rechtsschutz. Nur Produkte, die in Nürnberg nach der festgelegten Rezeptur hergestellt werden, dürfen diese Namen führen.

2004

Zur Sanierung des Haushalts wird die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Wbg) an die Städtischen Werke teilverkauft. Im Zuge dieser Transaktion wird die soziale Verpflichtung der Wbg aus deren Aufgabenkatalog gestrichen.

2005

Der Großraum um Nürnberg wird als "Metropolregion Nürnberg" in den Kreis der europäischen Metropolregionen aufgenommen.

Die nach einer Renovierung neu geweihten Orgeln der Lorenzkirche bilden nun die größte Orgelanlage in einer evangelischen Kirche in Deutschland.

Ein Großbrand im Lokschuppen des Verkehrsmuseums zerstört 24 historische Eisenbahnfahrzeuge, darunter die Nachbildung der ersten deutschen Eisenbahn, des "Adlers", aus dem Jahr 1935. Der "Adler" wird im Dampflokwerk Meiningen restauriert und kehrt am 23. November nach Nürnberg zurück.

2006

Nachdem der schwedische Mutterkonzern Electrolux verkündet hat, das Nürnberger AEG-Werk schließen zu wollen, beginnt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sowie von Politik und Kirche am 20. Januar ein 46-tägiger Arbeitskampf, der die Schließung und den Verlust von mehr als 1.700 Arbeitsplätzen allerdings nicht mehr verhindern kann.

Fußballweltmeisterschaft: Im umgebauten Frankenstadion werden fünf Spiele ausgetragen. Bundesweites Aufsehen erregt die Stadt mit dem kulturellen Begleitprogramm wie z. B. der Stuhlskulptur um den Schönen Brunnen.

Stuhlskulptur

Schöner Brunnen mit der Installation "Auf Wiedersehen" des Münchner Künstlers Olaf Metzel (Presse- und Informationsamt)


2007

Der 1. FCN gewinnt am 26. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal. Der letzte Titel lag 39 Jahre zurück.

Pokalsieg

Jubelnde Fans empfangen die Club-Spieler am Tag nach dem Pokalsieg am Hauptmarkt. (Foto: Stadt Nürnberg).


2008

Am 14. Juni fällt der Startschuss für die neue fahrerlose U-Bahn, die erste U-Bahn Deutschlands, die vollautomatisch und nicht durch einen Fahrer gesteuert wird.

Fahrerlose U-Bahn

Die festlich geschmückte U 3 am Tag ihrer Eröffnung im U-Bahnhof Maxfeld (Foto: Ralf Schedlbauer, Presse- und Informationsamt Nürnberg).


2009

Im Januar wird der „Südpunkt“ in der Pillenreuther Straße als Forum für Bildung und Kultur eröffnet. Das im Passivhausstandard gebaute Haus ist zum Zeitpunkt seiner Eröffnung das größte öffentliche Gebäude Europas, das ohne Heizung auskommt.

Nachdem im September das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, wird im Oktober das endgültige Aus für das Traditionsunternehmen Quelle verkündet. 4 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihren Job. Nachdem der Ausverkauf beendet ist, muss kurz vor Weihnachten auch das alteingesessene Quelle-Kaufhaus in Eberhardshof schließen.

Quelle-Markt, Dia 1970. (StadtAN A 55-IV-37-6-3)


2010

Die Flusslandschaft zwischen Katzwang und Gerasmühle wird zum Natura-2000-Gebiet erklärt, womit es eines von 72 Gebieten in Mittelfranken ist, das diesen besonderen Schutz genießt.

Das Memorium Nürnberger Prozesse im Justizpalast kann im November eröffnet werden. Die neue Dauerausstellung zu den Nürnberger Prozessen befindet sich über dem Schwurgerichtssaal 600. Künftig soll auch der Schwurgerichtssaal in die Ausstellung einbezogen werden.

Nürnberger Prozess: Erster Prozesstag am 20.11.1945, Verlesung der Anklage. (StadtAN A 80 Nr. 56)


2011

Im Juli findet die Einweihung der Delphinlagune und des Manatihauses im Tiergarten statt.

Im Dezember kommt, trotz zahlreicher Proteste der Anwohner, das endgültige Aus für den Nordast der Straßenbahnlinie 9. Die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und Thon wird im Zuge des Ausbaus der U-Bahnlinie 3 eingestellt.

Delfinshow in der neuen Lagune des Tiergartens. (StadtAN A 96 Nr. 1258)


2012

Anfang Oktober kann der Boulevardsteg am Wöhrder See als Teil des Projekts „Wasserwelt“ eingeweiht werden. 2013 kommt ein fast 200 Meter langer Sandstrand hinzu.

Am 25. Oktober wird der Neubau der Stadtbibliothek am Gewerbemuseumsplatz für den Publikumsverkehr geöffnet.

Während der Bauarbeiten für den Neubau der Stadtbibliothek, November 2010. (StadtAN A 96 Nr. 314)


2013

Der Erweiterungsbau der Akademie der Bildenden Künste wird fertiggestellt. Die drei neuen Pavillons fügen sich an die von Sep Ruf ursprünglich entworfenen Bauten an.

Der vom Architektenbüro Erkan, Marg und Partner entworfene Neubau des Landeskirchlichen Archivs der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern wird am 20. September eingeweiht.

Im November öffnet die neue Dauerausstellung zum Thema „Kaiser – Reich – Stadt“ auf der Burg ihre Türen.

Blick zur Burg mit Kaiserstallung. (StadtAN A 96 Nr. 588)


2014

Im Mai kann die städtische Kunstvilla in der Blumenstraße als neues Ausstellungsgebäude für regionale Kunst eröffnet werden.

Der Eingang zur sanierten und restaurierten Villa in der Blumenstraße (Foto: Michael Arnold, StadtAN A99-0711).

Mit dem Bürgerentscheid vom 25. Mai spricht sich eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gegen eine Rekonstruktion des historischen Rathaussaals aus. Die Altstadtfreunde hatten angeregt, den Saal wieder in den Vorkriegszustand aus den Jahren 1904/05 zu versetzen.

Am 5. Juni wird die Kirche St. Martha in der Altstadt durch einen Großbrand schwer beschädigt. Die Gemeinde plant, den Wiederaufbau bis Ende 2016 abschließen zu können.


2015

Das Radrennen rund um die Altstadt findet im Mai zum 25. und vorerst letzten Mal statt. Dem beim Publikum beliebten Rundkurs, der auch einige Radsportgrößen nach Nürnberg gebracht hatte, fehlen die Sponsoren.

Am 29. Juli beschließt der Stadtrat den Bau eines neuen Konzertsaals neben der Meistersingerhalle.

Das neue Langwasserbad mit seiner großzügigen Glasfront. (Foto: Fabian Bujnoch, StadtAN A 96-4444)

Das neue Langwasserbad wird am 30. Juli feierlich eröffnet. Die Arbeiten für den Neubau hatten Anfang 2013 begonnen; Nürnberg verfügt nun über eine überdachte 50-Meter-Bahn. Außerdem bietet das Bad mit 2.200 Quadratmetern Wasserfläche drei Lehrschwimmbecken, ein Außenbecken sowie einen Sauna- und Wellnessbereich.


2016

Seit Anfang August darf im Wöhrder See geschwommen werden. Die neue Badebucht erfreut sich großer Beliebtheit bei den Erholungssuchenden.

Blick auf die Badebucht des Wöhrder Sees beim Norikus. Links ist der Leitdamm zu sehen, der die Bucht vom See abtrennt.

Die eineinhalbjährige Sanierung des Schönen Brunnens kann im November abgeschlossen werden. Eine neue LED-Beleuchtung rückt die aufwändig restaurierten Figuren ins rechte Licht.

Am früheren Standort der AEG in der Fürther Straße wird am 25. November die Kulturwerkstatt Auf AEG feierlich eröffnet. Neben dem Kulturbüro Muggenhof finden sich hier nun der KinderKunstRaum, die Musikschule, die Akademie für Schultheater und performative Bildung sowie das Centro Español.

Die neue Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 4 Am Wegfeld wird am 10. Dezember ihrer Bestimmung übergeben. Die Verlängerung der Linie 4 von Thon in Richtung Norden soll insbesondere Pendler zum frühen Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr bewegen.


2017

Am 22. Mai können zwei neue U-Bahnstationen der U-Bahnlinie 3 feierlich eröffnet werden: der U-Bahnhof Klinikum Nord und die neue Endhaltestelle Nordwestring.

Der Eingang zur neuen U-Bahnstation Nordwestring. (Foto: Julia Kraus, StadtAN A 96 Nr. 4630)

Seit dem 1. Juli spielt der 1. FCN im Max-Morlock-Stadion. Lange schon war die Benennung der Sportstätte nach dem legendären Club-Spieler gefordert worden, was nun durch den neuen Sponsor des Stadions und mit Unterstützung der Fans ermöglicht wurde.

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