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Verpflichtungserklärung


Frau mit Gepäck

Sie möchten einen Gast einladen, der für die Einreise nach Deutschland ein Visum braucht?

Mit der Verpflichtungserklärung können Sie Besucherinnen und Besuchern aus dem Ausland die Einreise nach Deutschland ermöglichen. Als Gastgeberin oder Gastgeber übernehmen Sie eine besondere Verantwortung: Sie müssen nachweisen, dass der Aufenthalt Ihres Gastes finanziell abgesichert ist. Dazu geben Sie eine Verpflichtungserklärung ab.

Sie möchten sich verpflichten, die finanzielle Absicherung für einen längerfristigen Aufenthalt einer Ausländerin oder eines Ausländers in Deutschland zu übernehmen – beispielsweise für ein Studium oder für die Einreise Ihrer Verlobten oder Ihres Verlobten?

So ist der Ablauf bei kürzeren Aufenthalten:

  • Die Verpflichtungserklärung beantragen Sie online.
  • Sie buchen online einen Termin bei der Ausländerbehörde.
  • Bei diesem Termin prüfen wir Ihre Dokumente. Wir klären, ob Sie den Aufenthalt Ihres Gastes finanzieren können. Wenn ja, können Sie die Verpflichtungserklärung im Original mitnehmen.

Das muss ich vor Beantragung der Verpflichtungserklärung wissen

In welchen Fällen brauche ich eine Verpflichtungserklärung?

Personen, die zur Einreise nach Deutschland ein Visum brauchen, müssen nachweisen, dass ihr Aufenthalt in Deutschland finanziell abgesichert ist. Lebensunterhalt (Essen, Wohnen, Bekleidung) und Krankenversicherungsschutz müssen sichergestellt sein. Diesen Nachweis verlangen die deutschen Auslandsvertretungen (Konsulate und Botschaften) für die Ausstellung eines Visums.

Kann die oder der Visumpflichtige diese Nachweise nicht selbst erbringen, müssen Sie als Gastgeberin oder der Gastgeber eine Verpflichtungserklärung abgeben.

Wer kann eine Verpflichtungserklärung abgeben?

Privatpersonen, Vereine und Unternehmen können eine Verpflichtungserklärung abgeben.

Welche Kosten können auf mich zukommen, wenn ich eine Verpflichtungserklärung abgebe?

Sie müssen als Unterzeichnerin oder Unterzeichner der Verpflichtungserklärung alle Kosten übernehmen, die bedingt durch den Aufenthalt Ihres Gastes in Deutschland entstehen können. Dazu gehört der Lebensunterhalt (zum Beispiel Essen und Wohnen); außerdem müssen Sie einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz sicherstellen. Gegebenenfalls sind Sie verpflichtet, die Rückführung in das Heimatland zu bezahlen.

Kurz und knapp:
Sie verpflichten sich, für alle Kosten aufzukommen, die der öffentlichen Hand möglicherweise entstehen.

Welche Voraussetzungen muss ich als Gastgeber oder Gastgeberin erfüllen?

Als Gastgeberin oder Gastgeber müssen Sie in Deutschland leben. Wenn Sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis haben, muss diese länger gültig sein als die Dauer der Verpflichtung.

Um eine Verpflichtungserklärung abgeben zu können, müssen Sie über eine ausreichende Bonität verfügen. Das heißt, Sie brauchen genug Geld, um den Aufenthalt Ihres Gastes zu bezahlen.

Sie können keine Verpflichtungserklärung abgeben,

> wenn Sie Sozialleistungen nach SGB II oder SGB XII beziehen (dazu zählen Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe)
> wenn Ihr Aufenthaltsstatus nicht gesichert ist
> wenn Sie Asylbewerberin oder Asylbewerber sind.

Wie kann ich meine Bonität nachweisen?

Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit können Sie durch folgende Unterlagen nachweisen:

Als angestellte Beschäftigte: anhand der letzten drei Lohn- oder Gehaltsabrechnungen.
Als Rentnerinnen oder Rentner: anhand eines aktuellen Rentenbescheids.
Als Selbstständige oder Freiberufler: anhand der Bescheinigung eines Steuerberaters über das monatliche Nettoeinkommen und anhand des aktuellen Steuerbescheids.

Sie können auch ein Sparbuch mit Sperrvermerk zugunsten der Stadt Nürnberg anlegen.

Wie lange verpflichte ich mich?

Die Verpflichtung gilt ab der Einreise Ihres Besuchs so lange, wie sich Ihr Gast in Deutschland aufhält. Die maximale Geltungsdauer beträgt fünf Jahre. Die Verpflichtung gilt auch dann noch, falls Ihr Gast nach Ablauf seines Visums illegal in Deutschland bleibt.

Wie gebe ich eine Verpflichtungserklärung ab?

Für eine Verpflichtungserklärung müssen Sie persönlich zur Ausländerbehörde kommen. Dazu brauchen Sie einen Termin. Schon vor diesem Termin benötigen wir von Ihnen Daten und Dokumente.

1. Übermitteln Sie Ihre Daten und die Daten des Gastes über unsere Online-Anwendung oder das Formblatt.

2. Nachdem Sie den Online-Antrag ausgefüllt haben, buchen Sie - ebenfalls online - Ihren Wunsch-Termin bei der Ausländerbehörde. Wir schicken Ihnen eine E-Mail mit einem Link, um diesen Termin zu bestätigen. Wenn Sie Ihren Termin nicht selbst buchen wollen, erhalten Sie Ihren Termin von uns.

3. Bei Ihrem Termin in der Ausländerbehörde prüfen wir Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit. Sie muss ausreichen, um den Aufenthalt Ihres Gastes bezahlen zu können. Wir sichten Ihre Dokumente (zum Beispiel Gehaltsnachweise, Steuerbescheid, Sparbuch mit Sperrvermerk).

4. Stellen wir bei dem Termin fest, dass Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit ausreicht, können Sie die Verpflichtungserklärung im Original mitnehmen.

Was muss ich tun, sobald ich die Verpflichtungserklärung habe?

Wenn Sie bei Ihrem Termin Sie die Verpflichtungserklärung im Original erhalten haben, müssen Sie dieses Dokument Ihrem Gast zuschicken. Er/Sie braucht das Original-Dokument, um bei der deutschen Auslandsvertretung (Konsulat, Botschaft) im Heimatland ein Visum zu beantragen.

Was kostet eine Verpflichtungserklärung?

Für die Abgabe einer Verpflichtungserklärung wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 29,00 € fällig.

Diese Gebühr müssen Sie auch dann bezahlen, wenn wir die Verpflichtungserklärung wegen unzureichender Bonität nicht ausstellen können.

Die Gebühr wird nicht erstattet, falls Ihr Gast kein Visum erhält.

Kann ich die Verpflichtungserklärung widerrufen?

Das Widerrufen einer Verpflichtungserklärung ist nicht möglich. Sobald Sie die Verpflichtungserklärung abgegeben haben, können Sie diese nicht zurücknehmen. Sie können nur die Ausländerbehörde darüber informieren, dass die Verpflichtungserklärung doch nicht zur Erteilung eines Visums verwendet werden soll.

Wann kann ich das Sperrkonto freigeben lassen?

Sie haben bei der Abgabe einer Verpflichtungserklärung ein Sparbuch zugunsten der Stadt Nürnberg als Nachweis Ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit hinterlegt. Nun möchten Sie dieses Sperrkonto auflösen und über das Geld verfügen.

Das Sperrkonto kann aufgehoben werden, wenn eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft:

> Ihr Gast ist seit mindestens drei Monaten ausgereist.
> Das Multivisum ist seit mehr als drei Monaten abgelaufen.
> Das Visum Ihres Gastes wurde abgelehnt.
> Sie können uns die Verpflichtungserklärung im Original zurückgeben.

Ist eine dieser Voraussetzungen erfüllt, können Sie mithilfe des Online-Assistenten "Aufhebung Sperrvermerk" die Freigabe Ihres Sperrkontos beantragen. Bitte fügen Sie bereits vorhandene Nachweise über die erfolgte Ausreise (zum Beispiel Visumkopie mit Ausreisestempel) oder das abgelaufenen Multivisum (zum Beispiel Kopie des Visums) bei.


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Bitte beachten Sie:

Für die Erteilung eines Visums sind ausschließlich die deutschen Auslandsvertretungen im Heimatland Ihres Gastes zuständig (Botschaft, Konsulat). Nur diese entscheiden, ob Ihr Besucher oder Ihre Besucherin ein Visum erhält. Deshalb können wir als Ausländerbehörde keine Auskunft über den Bearbeitungsstand des Visums geben.

Wir beantworten wegen des Datenschutzes grundsätzlich keine Anfragen zu Dritten.

Aus rechtlichen Gründen beantworten wir keine Anfragen per E-Mail sondern nur auf dem Postweg.

Laut Rechtsdienstleistungsgesetz dürfen wir keine allgemeinen Rechtsauskünfte erteilen.


Aufhebung des Sperrvermerks online beantragen

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Bevor Sie beginnen, halten Sie bitte folgende Unterlagen bereit:

- Pass des Gastes
- Visum des Gastes mit Ein- und Ausreisestempel

Welche Unterlagen darüber hinaus nötig sind, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Wenn Sie eine Aufhebung des Sperrvermerks beantragen, teilen wir Ihnen im Lauf des Verfahrens mit, welche Nachweise Sie vorlegen müssen.



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