Die Stadt testet eine neue Software zur digitalen Unterstützung des Baustellenmanagements. Ziel ist es, Baustellen optimal aufeinander abzustimmen und die Belastungen für Verkehr und Anwohner so gering wie möglich zu halten.
Der Servicebetrieb öffentlicher Raum (Sör) koordiniert jährlich zahlreiche Bauprojekte im Stadtgebiet – von Straßen und Brücken bis zu Leitungen und privaten Baustellen. Pro Jahr kommen bis zu 12.000 Einzelmaßnahmen zusammen, davon rund 3.000 auf den Hauptverkehrsachsen. Die neue Software bildet komplexe Zusammenhänge im Verkehrsnetz digital ab und erlaubt es, verschiedene Szenarien im Voraus zu simulieren.
Digitaler Zwilling des Straßennetzes
Das System des Entwicklers Transcality basiert auf einem digitalen Zwilling des Nürnberger Straßennetzes. Hiermit kann die Stadt Baustellen und Netzänderungen schnell simulieren und verlässlich planen.
Die Software analysiert Verkehrsströme, geplante Maßnahmen und zeitliche Abläufe. Auf dieser Grundlage lassen sich Bauphasen durchspielen und ihre Folgen für den Verkehr prognostizieren. Abhängigkeiten zwischen einzelnen Projekten werden sichtbar, sodass Bauarbeiten zeitlich besser abgestimmt werden können.
Stimmen zur neuen Software
„Nürnberg setzt konsequent auf Innovation in der öffentlichen Verwaltung und wird seit Jahren für seine Digitalisierungsmaßnahmen immer wieder ausgezeichnet. Wenn wir mithilfe KI-unterstützter Werkzeuge Bauabläufe besser abstimmen können, profitieren davon vor allem die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft unserer Stadt. Wir gehen diesen Weg mit Nachdruck und nutzen moderne Technologien dort, wo sie konkret weiterhelfen.“
„Sör verfügt bereits heute über ein gut organisiertes Baustellenmanagement. Die große Herausforderung ist jedoch die hohe Zahl von bis zu 12.000 Einzelmaßnahmen pro Jahr, von denen sich rund 3.000 auf den Hauptverkehrsachsen wiederfinden. Mit Simulationen anhand eines digitalen Zwillings der Stadt können wir Szenarien frühzeitig durchspielen, Engpässe besser einschätzen und Baustellen noch gezielter aufeinander abstimmen. So halten wir die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmende möglichst gering.“
„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg. Mit unserem digitalen Verkehrszwilling können die Mitarbeiter der Stadt die Auswirkungen geplanter Baustellen und Netzänderungen realistisch simulieren, Engpässe frühzeitig erkennen und Maßnahmen effizient koordinieren. So helfen wir, den Verkehr in Nürnberg flüssig zu halten und negative Auswirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt zu minimieren.“
Während der dreijährigen Pilotphase testet Sör die Software intensiv und wertet die Ergebnisse aus. Ziel ist es, Abläufe im Baustellenmanagement weiter zu verbessern, Planungen präziser abzustimmen und Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Über eine dauerhafte Einführung wird nach Abschluss der Testphase entschieden.
