Winterliche Stadtansicht Nürnbergs.

Nürnberg – deine Stadt

Urban Gardening: grüne Oasen und soziale Treffpunkte

Erntefest Stadtgarten, Bild © Ohne Bildnachweis

Nürnberg setzt auf Urban Gardening: Gemeinschaftsgärten schützen das Klima, fördern die Artenvielfalt, bringen Menschen zusammen und leisten einen Beitrag zur Bildung in der Stadt. Sie machen aus Brachflächen und Beton grüne Orte des Lebens. Hier wird angebaut, gelernt, geredet. Generationen und Kulturen treffen sich zwischen Hochbeeten und Kräutern. Urban Gardening ist ein zentraler Baustein für eine klimaresiliente, soziale und lebenswerte Stadt.

Mehr als 20 Projekte sind inzwischen im Gartennetzwerk Nürnberg organisiert. Darunter sind Nachbarschafts- und interkulturelle Gärten, Bildungsprojekte und die Initiative „Essbare Stadt“.

Erste Anlaufstelle: Bluepingu-Projekt „Essbare Stadt“

Im Umweltausschuss am 4. Februar 2026 stellte Umwelt- und Gesundheitsreferentin Britta Walthelm die Nürnberger Urban-Gardening-Strategie vor. Die Stadt unterstützt die Projekte finanziell, etwa über den Agenda-21-Fonds und das Förderprogramm „Möglichkeitsräume“ des Stadtplanungsamts. Erste Anlaufstelle für neue Initiativen ist das Bluepingu-Projekt „Essbare Stadt“. Innerhalb der Verwaltung begleitet das Referat für Umwelt und Gesundheit die nötigen Schritte.

Urban Gardening meint gemeinschaftliches Gärtnern in der Stadt. Es geht um Obst, Gemüse und Kräuter – aber auch um ökologische Anbaumethoden, Biodiversität und Selbstorganisation. Gemeinschaftsgärten sind Orte der Integration, Demokratiebildung und der Gesundheitsförderung. Fachleute nennen sie „Draußen-Stadtteilzentren“.

Urban-Gardening-Spots in Nürnberg

Der Stadtgarten von Bluepingu, Nürnbergs ältester Gemeinschaftsgarten, besteht seit über zehn Jahren. Weitere Vorzeigeprojekte sind die „Essbare Stadt Nürnberg“ mit frei zugänglichen Hochbeeten, der Weltacker im Westpark als Lernort für globale Gerechtigkeit und die „WiSo Oase“ der Friedrich-Alexander-Universität, ausgezeichnet mit dem Nürnberger Umweltpreis 2024. Auch historische Orte wie der Große Klosterhof des Germanischen Nationalmuseums oder der Zwinger am Spittlertorgraben werden erfolgreich in urbane Gartenkonzepte eingebunden.

Schulen nutzen Gärten

Urban Gardening ist fest in der Nürnberger Umweltbildung verankert. Schulen aller Schularten nutzen Gärten, Hochbeete, Dachgärten und „grüne Klassenzimmer“ als Lernorte. Kindertageseinrichtungen ermöglichen Naturerfahrungen mit Pflanzbeeten, Obstbäumen und Gartenprojekten. Außerschulische Lernorte wie der Weltacker und die Energie- und Umweltstation ergänzen das Angebot.

Gärtnern während der urbanen Gartenschau

Auch bei der urbanen Landesgartenschau Nürnberg 2030 soll gemeinschaftliches Gärtnern sichtbar werden. Geplant sind Beteiligungsprojekte unter anderem im Stadtgraben, in der Südstadt und auf innerstädtischen Plätzen. Um die Potenziale weiterzuentwickeln, zu bündeln, schlägt das Referat für Umwelt und Gesundheit einen Nürnberger Gartenkongress vor.

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