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Geschichte erleben: Tag des offenen Denkmals in Nürnberg

Termin 2018

Der Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 steht unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet".

Zum Tag des offenen Denkmals stellen Fachkundige jedes Jahr Geschichte zum Anfassen vor. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Wahrzeichen der Stadt neu zu entdecken und gleichzeitig nachzuvollziehen, wie viel Aufwand und Liebe zum Detail in Restaurierungsprozessen steckt. Sie können verschiedene Fachbereiche des Denkmalschutzes kennenzulernen, wie zum Beispiel die Archäologie.

Bei den Führungen erhalten Sie außerdem Einblick in das Tagesgeschäft von Gebäudesanierern und Handwerkern, die mit Denkmalpflege beauftragt sind. Das Besondere an diesem Tag: Sie können auch Orte betreten, die der Öffentlichkeit normalerweise verwehrt bleiben.

Geschichte steht nicht nur in Büchern geschrieben: Häuserfassaden und Artefakte sind alles andere als stumme Zeitzeugen. Der Internationale Tag des Denkmals bringt sie zum Sprechen. Traditionell am zweiten Sonntag im September laden die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Europarat zu Erkundungstouren in die Vergangenheit.

Bereits bei der Premiere 1993 präsentierten insgesamt 1.200 Kommunen rund 3.500 Sehenswürdigkeiten vor rund 2 Millionen Kulturinteressierten. Zum 20-jährigen Jubiläum im Jahr 2013 haben sich die Zahlen verdoppelt.

Das Programm für Nürnberg 2017

2017 war "Macht und Pracht" das Motto am Tag des offenen Denkmals. Hier sehen Sie, was 2017 geboten war:

Hallerschloss Mögeldorf

Im Stadtteil Mögeldorf gibt es viele ehemalige Herrensitze, einer davon ist das sogenannte Hallerschloss. Derzeit wird das Gebäude renoviert. Zu Führungen hat der Eigentümer 2017 die Pforten geöffnet.

Frauenkirche

Unter dem Titel "Kaisermacht und Seelenheil - Stiftung und Bau der Frauenkirche" gab es Führungen von Mitgliedern der Pfarrei. Die Frauenkirche wurde Mitte des 14. Jahrhunderts von Kaiser Karl IV. errichtet, nachdem die Synagoge zerstört wurde, die dort zuvor stand.

Macht und Pracht im Dorf Großgründlach

Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land zeigte man früher gerne, was man hatte. So auch in Großgründlach, wo die untere Denkmalschutzbehörde und Mitglieder der Nürnberger Bauernhausfreunde e.V. Führungen angeboten haben. Auf dem Programm standen Schloss, Kirche, Pfarrhaus und einige Bauernhöfe in Großgründlach.

Mittelalterliche Nürnberger Pfarrhäuser

Bei Baumaßnahmen am Pfarrhaus von St. Lorenz wurden archäologische Funde gemacht, die einen Einblick in das mittelalterliche Kirchenleben geben. Unter den Fundsachen sind zum Beispiel Trinkgefäße und reich bemalte Mauerstücke. Mitglieder des Nürnberger Archäologievereins haben die Fundstücke erläutert.

Pellerhaus

Vom Pellerhaus standen nach dem Krieg nur noch Teile des Renaissance-Innenhofs. Er wurde saniert, aber um die Fassade gibt es nach wie vor Diskussionen: Soll auch sie rekonstruiert werden, obwohl die Nachkriegsfassade unter Denkmalschutz steht? Die Altstadtfreunde führten durchs Haus.

Johannisfriedhof

Der Johannisfriedhof ist einer der berühmtesten Friedhöfe Europas. Seine Besonderheit sind vor allem die Bronze-Epitaphien auf den liegenden Sandsteingräbern. Einfache Handwerksleute fanden hier ihre letzte Ruhe, aber auch reiche Patrizier und so berühmte Nürnberger wie Albrecht Dürer, Adam Kraft oder Veit Stoß.

Rochusfriedhof

Ebenso wie der Johannisfriedhof wird der Rochusfriedhof 2018 500 Jahre alt. Auch hier gibt es Epitaphienkunst zu bewundern, die unter Denkmalschutz steht. Prominente Grabinhaber auf dem Rochusfriedhof sind der Bildhauer Peter Vischer der Ältere und der Komponist Johann Pachelbel.

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