Unter dem Motto „Alles blüht auf!“ gestaltete der Kulturladen Röthenbach zusammen mit der künstlerischen Leiterin Patrizia Arrigo-Daumenlang von Januar bis September 2020 einen Kultur-Natur-Parcours mit vielen Partner*innen durch die beiden Stadtteile Eibach und Röthenbach.
Den Anstoß zum Projekt gab die Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt Europas 2025. In diesem Rahmen wurde über Visionen und Wünsche für die beiden Stadtteile diskutiert. So entstand die Parcours-Idee, mit dem Ziel, die Attraktivität und Lebensqualität von Eibach und Röthenbach durch Kunst, Kultur und Natur zu steigern und gegenseitiges Kennenlernen mit Freude am Schaffen zu fördern.
Über 20 ortsansässige Einrichtungen, Gewerbetreibende sowie insgesamt rund 700 Stadtteilbewohner*innen jeden Alters machten sich an die Arbeit, um gemeinsam und mit Unterstützung durch Künstler*innen ein kleines Stück Natur zurück in die Stadt zu holen.
So entstanden über 15 verschiedene Stationen entlang des Parcours von der Robert-Bosch-Schule in Röthenbach über den Platz der Deutschen Einheit bis hin zum Schwarzen Adler in Eibach.
Einige der damals geschaffenen Stationen sind auch heute noch zu entdecken, wie beispielsweise bepflanzte Hochbeete und Sitzlandschaften, kunstvoll gestaltete Mauern mit Motiven aus Flora und Fauna, zwei mit Mosaik verzierte „Social Sofas“ zum Verweilen in einer kleinen grünen Oase mitten im Verkehrstrubel von Eibach und ein großes Insektenhotel am Platz der Deutschen Einheit.
Und das Projekt „Alles blüht auf!“ ging weiter …
Im Jahr 2021 wurde es unter dem Titel „Kultur, Natur und Bewegung“ fortgeführt und mit anderen Inhalten erweitert. Diesmal waren über 25 Kooperationspartner*innen aus den beiden Stadtteilen Eibach und Röthenbach mit dabei, die ein vielfältiges Programm mit rund 40 Angeboten im Juni und Juli für alle Generationen gestaltet haben.
Es gab zahlreiche, kostenfreie Bewegungsangebote zum Ausprobieren, wie Zumba für Senioren, akrobatisches Eltern-Kinder-Yoga, ein Barfußpfad, Fahrradtouren mit Entdeckungsfaktor, Tanzen für Groß und Klein, Fitness mit Kampfsportelementen sowie achtsame Körperwahrnehmung im Wald, auf öffentlichen Plätzen oder im Garten der beteiligten Einrichtungen.
Ein schöner Erfolg war auch der erste Markt der Nachhaltigkeit auf dem Platz der Johanneskirche in Eibach. Bei dieser Veranstaltung, die übrigens heute noch einmal im Jahr stattfindet, wurden von lokalen Initiativen unter anderem regionales Obst und Gemüse, selbstgemachte Marmeladen und Honig sowie Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Fair Trade angeboten. Parallel dazu fand im Schwarzen Adler eine Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit im Bad statt.
Bei einer Kräuterwanderung durch die Streuobstwiese in Eibach konnten Schätze aus der Natur entdeckt werden und die neu bepflanzten Blumenkästen an der Wied brachten wieder mehr Grün in das graue Straßenbild.
Im Rahmen des Projektes „Der gute Ton – Gespräche in der Natur“ wurde mit Schülerinnen und Schülern der Helene-von-Forster-Schule und der Kunst-AG des Russisch-Deutschen Kulturzentrums ein grünes Klassenzimmer gestaltet, das für alle Stadtteilbewohner*innen ein Platz zum Verweilen geworden ist.