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„Betonliebe“ – Streetart für Langwasser


Das Projekt

Das Projekt Betonliebe entstand aus den Aktivitäten des Arbeitskreises Streetart, der sich wiederum im Rahmen des Stadtteilforums 2014 zusammenfand, ursprünglich für die stadtteilübergreifende Kampagne „Nürnberg ist bunt“. Darin engagiert sind der Bürgerverein Langwasser, die Jugendeinrichtung Geiza, Lehrkräfte der Georg-Ledebour-Schule, Mitarbeitende der wbg und des Zentrums aktiver Bürger (ZAB), Ehrenamtliche aus dem Stadtteil, sowie das Gemeinschaftshaus Langwasser, das für Betonliebe nun federführend tätig ist.

Seit August 2019 lädt das Gemeinschaftshaus Langwasser und der AK Streetart Langwasser lokale und internationale Streetart-Künstler/-innen dazu ein, im Rahmen von Betonliebe ausgewählte Wände im Stadtteil zu gestalten. Im Laufe eines Jahres entstehen dabei über Langwasser verteilt mehrere bleibende Kunstwerke, an denen sich seine Bewohner täglich erfreuen können und die Besucher für das „bunte Langwasser“ begeistern sollen. Die künstlerische Leitung von "Betonliebe" liegt bei Carlos Lorente, selbst Graffiti-Künstler und Inhaber der Graffiti Akademie Style Scouts.

Betonliebe - der Film

Gedreht während der Wandgestaltungen im August 2019 zeigt der Film Hintergründe und Ideen des Streetart- Projekts in Langwasser auf, lässt dessen Akteur*innen und Künstler zu Wort kommen und sieht einigen Wandbildern beim Entstehen zu.


VfL Nürnberg Sportzentrum/Salzbrunnerstr. 38 - SAKE

Die erste Wandfläche, die im Rahmen von „Betonliebe“ gestaltet wurde, ist ein Teil der Fassade des Sportvereins Vfl Langwasser, anlässlich dessen 70. Geburtstags. Vom 15. bis 19. Juli gestaltete der aufstrebende Streetart-Künstler SAKE aus Nürnbergs Partnerstadt Cordoba die Wand. Sein Entwurf bezieht sich inhaltlich auf den Standort des Wandbildes, er bildet mit den Motiven Karate und Turnen beispielhaft die Bandbreite des Vereins ab.

Begleitet wurde das Entstehen des Werks von dem Wand.Kunst.Fest am 17. Juli 2019 auf dem Gelände des VfL, das gemeinsam mit interessierten Sport-Gruppen des VfL und Bewohner/-innen bzw. Nutzer/-innen der angrenzenden Einrichtungen gefeiert wurde. Dazu gehören die Astrid-Lindgren-Schule, das AWO Pflegeheim Hans-Schneider-Haus sowie der Kindergarten Salzbrunner Straße. Die Veranstaltung drehte sich, passend zu Ort und Anlass des Festes um die Themen Kunst, Vielfalt und Bewegung.

Die Streetart-Zentrale

Am 19. Juli 2019 wurde endlich die Streetart-Zentrale in der Ratiborstraße 29 feierlich eröffnet. Während einer Vorstellung des Projekts „Betonliebe“, eines Meet-and-Greet mit dem Künstler SAKE und einer Vernissage der Ausstellung "Urban [He]arts" mit Werken Nürnberger Streetart-Künstler/innen fanden sich Raum und Zeit für Gespräche mit Graffitiinteressierten und Anwohnern.


Windthorststraße 3/Feulnerstraße 1 - Loomit und Nasca1

Anfang August wurden schließlich gleich mehrere Wände gestaltet. Begonnen wurde mit zwei große Wandflächen an Mehrfamilienhäusern der Wohnungsbaugesellschaft wbg in der Windthorststraße und der Feulnerstraße. Die beiden Hauswände wurden vom 5. bis 10. August von den Streetartkünstlern LOOMIT (Matthias Köhler) und NASCA UNO (Armin E. Mendocilla) bemalt. Ein Kick-Off-Event in der Streetart-Zentrale in der Ratiborstraße diente zunächst als Kennenlerntreffen zwischen den Bewohner/-innen der beiden Häuser und den Künstlern.
Loomits Motive haben häufig einen Bezug zu den Orten, an denen er malt, so auch hier, der Dürer Hase steht stellvertretend für Nürnberg. Ganz anders zeigt sich das Wandbild von Nasca Uno, er bringt in sein Wandbild seine deutsch-peruanische Herkunft und die Internationalität Langwassers ein. Für letztere hat er sich mit Menschen aus dem Stadtteil unterhalten und von deren Anekdoten inspirieren lassen.

Loomit und Nasca1

Feulnerstraße 1/Windthorststraße 3

Am 9. August kam an den beiden selben Häusern noch weitere Wandgestaltungen hinzu. Tizer, Shucks & Relay aus London nahmen sich die dazugehörigen Tiefgarageneinfahrten vor, deren ehemals grauer Beton nun in bunten Farbexplosionen erstrahlt. Tizer und Shucks, die bereits seit den frühen 90er Jahren in der Graffitiszene aktiv sind, haben ihrem Entwurf einen, für sie typischen, futuristischen Charakter gegeben, während sich Relays Entwurf an dem Stil der Anfänge der NYC-Subway-Graffiti orientiert. Beide Motive schließen mit den Schriftzügen „Together“ und „Diversity“ programmatisch an die Wandbilder an, die seit 2016 in Projekten des AK Streetart entstanden sind.


Urban [He]arts im Franken-Center

Vom 20. September bis 5. Oktober 2019 war das Projekt Betonliebe mit einer Ausstellung zu Gast im Franken-Center. Diese bestand zum Teil aus Plakaten der bereits entstandenen Wandbilder und zum Teil aus Werken auf Leinwand, die zu Beginn der Ausstellung live geschaffen wurden. Gleichzeitig waren Besucher der Ausstellung dazu eingeladen sich selbst an einer Mitmach-Wand am Graffiti sprühen zu versuchen.

Urban (He)arts im Franken-Center


Franken-Center Nürnberg - Bond TruLuv

In der Woche zuvor wurden zudem zwei Wandflächen in der direkten Umgebung des Franken-Centers gestaltet. Zum einen verschaffte der Streetartkünstler BOND (Jonas Ihlenfeldt) dem Parkhaus des Franken-Centers ein neues Erscheinungsbild. Seine Arbeiten bergen einen besonderen Effekt, der sich nicht mit bloßem Auge erkennen lässt, sie werden mit Hilfe von Augmented Reality Apps zum Leben erweckt.


Gemeinschaftshaus Langwasser - Aleksandra Toborowicz

Parallel dazu verwandelte die polnische Künstlerin Aleksandra Toborowicz den Betriebshof des Gemeinschaftshauses Langwasser in ein Radio. Das Mural ist ein Partnerschaftsprojekt mit dem Krakauer Kulturzentrums (NCK) und bildet Herkunftsländer von Langwasseranern und Langwasseranerinnen und deren Lieblingsorte im Stadtteil ab.


Dank an die Förderer des Projektes

Das Projekt "Betonliebe" wird im Rahmen der Stadterneuerung Langwasser im Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert. Außerdem wird es unterstützt von der wbg Nürnberg GmbH, der Sparkasse Nürnberg und dem Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg.

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