Das Projekt „Radio Melanchthon“ verbindet zwei Orte in Nürnberg, die auf den ersten Blick nicht mehr als den Namen gemeinsam haben. Der Melanchthon-Platz und das 500 Jahre alte Melanchthon-Gymnasium. Fast ein Jahr lang wurde der Kontakt zwischen der Radio-AG des Gymnasiums – radioPHIL – und den Akteur*innen am Melanchthonplatz gepflegt. Ein zwölf Minuten langer Beitrag über den Melanchthon-Platz war schließlich das Ergebnis der Recherchen. Und im Juli 2026 wurde dieser Beitrag dann für alle Leute auf dem Platz abgespielt.
In einem mehrmonatigen partizipativen Prozess erforschten die Teilnehmenden gemeinsam ihren Stadtteil. Sie identifizierten Orte mit persönlicher Bedeutung, erzählten ihre Geschichten und entwickelten daraus einzelne Stationen des Hörspaziergangs. Im kreativen Prozess entstand der Audiowalk "Über Leben in der Südstadt", der dem breiten Nürnberger Publikum präsentiert wurde.
Mit dem Projekt „Ich wohne hier!“ möchte die KommVorZone die Vielfalt der Nachbarschaft rund um Melanchthonplatz sichtbar machen. Bewohner*innen des Steinbühls ließen sich im Sommer 2025 fotografieren und filmen. Dabei entstand eine Outdoor-Ausstellung sowie eine kleine Videodokumentation.
Der freie Autor und Journalist Andreas Thamm hat den Erzählungen der Nachbar*innen zugehört und daraus eine szenische Lesung "Steinbühler Geschichten" kreiert, die am Melanchthonplatz präsentiert wurde.
Zu den Texten<https://www.nuernberg.de/internet/kuf_kultur/steinbuehler_geschichten.html>
Open Call "Du? Hier!? Wir auch!"
Ende 2024 richtete KommVorZone einen Aufruf an Vereine, Kollektive, Initiativen und private Kunstschaffende, die am Melanchthonplatz etwas mit der Nachbarschaft gemeinsam umsetzen möchten.
Im 2024 wechselte unser Einsatzgebiet in die Bezirke Gibitzenhof und Steinbühl und wir wurden komplett mobil. Im Sommer fanden mehrere Sommerfeste an verschiedenen Orten statt.
Im Jahr 2023 gab es offiziell eine Pause, heißt keine Finanzierung und erstmal keine hauptamtlichen Projektkoordinatorinnen. Die Programmgruppe wollte aber nicht aufgeben und veranstaltete mit Unterstützung von KUF im südpunkt ein buntes Wochenende im Annapark.
Das Projekt wurde im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung entwickelt und soll dazu animieren, die eigene Komfortzone zu verlassen und den öffentlichen Raum zu einer gemeinschaftlich genutzten KommVorZone zu machen. Die KommVorZone ist ein Teil der Weiterentwicklung der Kulturladenarbeit auf Basis der Kulturstrategie der Stadt Nürnberg...