Langwasser Wand-Fassade mit Graffiti

Amt für Kultur und Freizeit KUF


Eine Ausstellung über die Geschichte von Schloss Almoshof

Geschichtsausstellung Titelbild, Bild © Stadtarchiv Nürnberg

Vorwort zur Geschichtausstellung „Ein Dorf und sein Schloss: Menschen aus Almoshof erzählen" aus dem Jahr 2022

Die Idee, sich der Geschichte von Schloss Almoshof anzunehmen und eine Ausstellung hierzu zu gestalten, bestand bereits seit einigen Jahren. Dass diese rechercheintensive Arbeit nun tatsächlich verwirklicht werden konnte, ist vor allen Dingen der Pandemie zu verdanken. Für den Kulturladen bedeuteten die Einschränkungen, dass wir unserer regulären Veranstaltungsarbeit im Kulturladen nicht mehr nachgehen konnten. Konzerte wurden abgesagt, Ausstellungen konnten nicht mehr eröffnet werden und auch mit der alljährlichen Tradition, einen eigenen kleinen Weihnachtsmarkt zu veranstalten, wurde gebrochen. Das war sehr bedauerlich, eröffnete jedoch zugleich unerwartete zeitliche Freiräume – und mit ihnen diese Ausstellung.

Erste Recherchen im Stadtarchiv Nürnberg offenbarten, dass es sich mehr als lohnenswert erweisen könnte, sich mit der Geschichte des Dorfes Almoshof und des dort gelegenen ehemaligen Patrizierschlosses auseinanderzusetzen. Die überlieferten Dokumente erzählen spannende, bislang unbekannte Geschichten. Durch die große Kooperationsbereitschaft des Stadtarchivs, uns zahlreiche Dokumente und Bildwerke zu digitalisieren, ging es zügig voran.

Letzten Endes entscheidend war jedoch der Kontakt zu Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Die aufgezeichneten Gespräche mit ihnen sind der zentrale Ankerpunkt der Ausstellung. Ehemalige Bewohnende, Besuchende und Weggefährten, Nachbarinnen und Nachbarn berichteten uns erst mit Aufnahmegerät, später vor der Kamera ihre Verbindung mit diesem Ort. Sie erzählen von vergangenen Zeiten im Schloss und im Dorf. Ihre Geschichten sind meist anekdotisch, oft humorvoll, aber auch wehmütig und dokumentieren ein Stück Zeitgeschichte im Knoblauchsland.

Aus Datenschutz Gründen können wir die Filme mit den ZeitzeugInnen nicht im Internet veröffentlichen, aber stellen Bilder und Dokumente der umfangreichen Ausstellung zur Verfügung.

Die Ausstellung fokussiert den Zeitraum zwischen dem Verkauf des Schlosses im Jahr 1941 an die Stadt Nürnberg und heute. Notgedrungen mussten dabei viele Aspekte, insbesondere die jahrhundertelange Vorgeschichte des Patrizierschlosses im Besitz der Familie Holzschuher, ausgeblendet werden. Die Ausstellung liefert deshalb Schlaglichter, Anekdoten, Dorfgeschichten und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Barbara Koch und das Team im Kulturladen Schloss Almoshof
Oktober 2022

Geschichtsausstellung Schloss Almoshof Titelbild 2, Bild © Stadtarchiv Nürnberg

Ein Dorf und sein Schloss: Menschen aus Almoshof erzählen

Das Schloss in Almoshof hat eine sehr bewegte Geschichte. Erbaut als Patrizierschloss im Knoblauchsland ist es zunächst ein Dokument des städtischen Adels, der durch das System der Grundherrschaft das dörfliche Leben bis zum Ende des 19. Jahrhunderts prägte. Die daraus entstandenen Abhängigkeitsstrukturen beeinflussten nachhaltig die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des ländlichen Raumes. Nach der Veräußerung des Herrensitzes im Jahr 1941 durch die Familie Holzschuher an die Stadt Nürnberg prägte das Ende des Zweiten Weltkrieges die Schlossgeschichte: Für viele Jahre bot das Gebäude einen Schutzraum für wohnungslose Menschen und wurde bis zum Ende der 1960er Jahre vermietet. Zwischen 1971 und 1974 überließ die Stadt das Schloss Karl-Heinz Hoffmann, der es zu einer Brutstätte rechtsextremer Strukturen machte. Im Jahr 1976 wurde das Schloss schließlich zu einem Ort der Soziokultur: Die Begegnungsstätte e.V. zog ein, ein Vorläufer des heutigen städtischen Kulturladens.

Die Ausstellung „Ein Dorf und sein Schloss: Menschen aus Almoshof erzählen“ versucht, die vielschichtige Geschichte des Ortes zu dokumentieren.
Jeder Ausstellungsraum zeigt ein anderes Thema, hat aber denselben Bezugspunkt zum Ausgang, den geographischen Ort, das Schloss, als einzige Konstante. Damit ist das Haus eine Zeugin gesellschaftlicher Veränderungen und Widersprüchlichkeiten, die sich auch auf die Gegenwart beziehen lassen: Struktureller Wandel, Rechtsradikalismus, Herausforderungen für das dörfliche Leben, Stadt-Land-Konflikte und die Bedeutung von Kulturarbeit.

Die Ausstellung möchte die verschiedenen Geschichten sichtbar machen und einen Teil des Almoshofer Gedächtnisses bewahren. Diese Geschichten eröffnen uns auch in der Gegenwart Diskurs- und Spannungsfelder, um die Erinnerungen zukünftig lebendig zu halten und nicht zu vergessen. Die Ausstellung zeichnet kein Bild über die Menschen in Almoshof, sondern erzählt die Geschichte mit ihnen. Wichtige Kernstücke der Ausstellung sind Filme, die aus den Zeitzeugengesprächen entstanden sind. Gespräche mit den Nachbarinnen und Nachbarn Annemarie Böhm, Regine Boss, Susanne Brehm, Marianne Brunner, Willi Drechsler, Margarethe Düngfelder und Johannes Haubner, mit ehemaligen Schlossbewohnerinnen und -bewohnern, wie Gerald Metzner, Inge Nagl, Kurt Ruben sowie auch dem ehemaligen Leiter des Kulturladens Horst Fischer liefern die Grundlage für die entstandenen Filme mit sieben Interview-Partnerinnen und -Partnern. Sie erzählen und illustrieren die Verhältnisse im Schloss und auf dem Dorf; sowie die Veränderungen der Lebensverhältnisse in den Nachkriegsjahren bis heute.

  1. Postkarte "Gruß aus Almoshof"

    Almoshof Postkarte, Bild © Stadtarchiv Nürnberg
  2. Blick aus dem Schlosshof von 1934

    Schlosshof 1934, Bild © Stadtarchiv Nürnberg
  3. Schloss Almoshof im Jahr 1924

    Schloss Almoshof 1924, Bild © Stadtarchiv Nürnberg

Die Holzschuher-Familie: Die Hausherren des Schlösschens

Wurde die Dorflandschaft von Almoshof einst von vier Herrensitzen geprägt, ist der heute einzige erhaltene das Holzschuher Schlösschen. Bereits wenige Jahre nach der ersten Erwähnung von Almoshof im Jahr 1352 erwarb die bekannte Nürnberger Patrizierfamilie Holzschuher den Grundbesitz. Im Jahr 1517 errichtete sie das Schloss als ihren Herrensitz. Dabei wurde der Reichsstadt Nürnberg ein Öffnungsrecht eingeräumt, im Kriegsfall durfte die Stadt das Schloss also unentgeltlich nutzen. Dadurch sicherte sie sich militärische Stützpunkte. Dieser Umstand wurde dem Dorf Almoshof und seinem Holzschuher Schlösschen zum Verhängnis. Das Schloss wurde am 17. Mai 1552 während des Zweiten Markgrafenkrieges, in welchem die Markgrafen ihre Machtposition in Franken gegenüber der Reichsstadt Nürnberg auszuweiten versuchten, niedergebrannt. Es sollte 140 Jahre dauern, bis es wiederaufgebaut werden konnte: 1642 erwähnte Sigmund Gabriel Holzschuher die Almoshofer „Brandstützen“ in seinem Testament und äußerte als letzten Wunsch an seine Familie, den Herrensitz wieder zu errichten. Sein Nachfahre Sigmund Elias Holzschuher kam dieser Bitte nach und ließ 1692/93 ein neues zweigeschossiges Herrenhaus mit Wirtschafts- und Stallgebäuden und einer großflächigen Gartenanlage erbauen. Das Holzschuhersche Gut in der Almoshofer Hauptstraße 74/76 war damals ebenfalls Bestandteil des Schlosses.

Von besonderer Bedeutung ist die noch heute begehbare Wendeltreppe im ehemaligen Herrenhaus, die frei im Raum zu stehen scheint, allerdings von an der Decke befestigten Hängestielen gehalten wird. Werden die meisten Wendeltreppen historisch dem Mittelalter zugeordnet, so waren sie in Nürnberg auch im 17. Jahrhundert eine weit verbreitete Form des Hauptaufstiegs in Herrenhäusern. Die Bauweise dieser Treppe war ein Vorbild für die modernen Treppen aus dem späten 20. Jahrhundert.

Doch wer war die bekannte Holzschuher Familie eigentlich? Die Holzschuher prägten nicht nur die Almoshofer Dorfgemeinschaft, sondern als eines der ältesten Patriziergeschlechter Nürnbergs auch die Reichsstadt. So waren einige Familienmitglieder Teil des Kleinen Rats, des damaligen Entscheidungsgremiums der Stadt. Als Beamte und Diplomaten hatten sie Einfluss auf das politische Geschehen. Der Ratsherr Hieronymus Holzschuher (1426-1529) wurde sogar von Albrecht Dürer porträtiert. Neben ihren politischen Tätigkeiten waren die Holzschuher auch im Handels- und Geldgeschäft aktiv. Sie traten damit jedoch nicht nur in Nürnberg in Erscheinung, ihr Handelsraum erstreckte sich vielmehr von Norden nach Süden, von Skandinavien bis nach Sizilien, und von Westen nach Osten, von Lissabon bis nach Konstantinopel. Die Familie war demnach ein wichtiger Teil der gesellschaftlichen und politischen Führungsschicht.

Mit dem Bedeutungsverlust Nürnbergs seit dem 17. Jahrhundert verlor auch das Patriziat an politischer Macht. 1819 wurden die Holzschuher zwar in den adeligen Freiherrenstand aufgenommen, die Zeit des Adels aber neigte sich dem Ende zu. Durch die gesellschaftlichen Transformationen, die Industrialisierungs-, Modernisierungs- und Säkularisierungsprozesse kam es zu einem Bedeutungsverlust des deutschen Adels vor allem seit dem 19. Jahrhundert. Das Bildungs- und Wirtschaftsbürgertum entstand. 1919 wurden die Standesvorrechte durch die Weimarer Verfassung aufgelöst. Dies bedeutete zwar nicht, dass der Adel in ökonomischer und gesellschaftlicher Bedeutungslosigkeit versank, aber er veränderte sich. Im Jahr 1941 verkaufte die Familie Holzschuher ihr Schloss an die Stadt Nürnberg , da die „Familie leider nicht in der Lage ist, unser altes Schloß Allmoshof so instandzuhalten, daß es unbedenklich bewohnt werden kann“ , wie Freiherr Wilhelm von Holzschuher bereits 1926 in einem Brief an den Nürnberger Oberbürgermeister schrieb. Allerdings besaß die Familie noch das Schloss Artelshofen. Zur Zeit des Nationalsozialismus war Wilhelm von Holzschuher nicht nur das Familienoberhaupt des Adelsgeschlechtes, sondern auch als SS-Gruppenführer und Regierungspräsident von Niederbayern und der Oberpfalz aktiv. In dieser Funktion war er auch an der Ortsbegehung und an den anschließenden Verhandlungen über das Konzentrationslager Flossenbürg beteiligt. Im Jahre 1949 wurde er im Entnazifizierungsverfahren als sogenannter Mitläufer eingestuft. Das Schloss wurde von den Nationalsozialisten nicht genutzt.

  1. Radierung mit einer Ansicht des Holzschuher Schlösschen

    Radierung Almoshof, Bild © Stadtarchiv Nürnberg
  2. Baronin Holzschuher besucht die Schlossbewohnenden

    Baronin Holzschuher, Bild © Privat / Inge Nagl

Menschen im Schloss: Von der Stadt aufs Land

„Das Schloss war für uns Kinder traumhaft.“ (Kurt Ruben)
„Wir ham keine Hungerzeit gehabt, uns is schon gut gegangen.“ (Inge Nagl)
„Die Wohnverhältnisse waren beengt.“ (Kurt Ruben)

Bereits in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges diente das Schloss als Unterkunft für Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf hatten. Es verwandelte sich von einem Herrensitz in eine Notunterkunft. Bei dem verheerenden Bombardement Nürnbergs vom 2. Januar 1945 war die Innenstadt zu 95 Prozent zerstört und ca. 100.000 Menschen obdachlos geworden. Durch die Luftangriffe waren insgesamt 60 Prozent der Wohnungen unbewohnbar und ca. 350.000 Menschen hatten – zum Teil auch wiederholt – kein Dach über dem Kopf. In den Städten mussten viele Menschen in Kellern, Trümmerwohnungen und Baracken leben. Zudem hatten viele Geflüchtete und Vertriebene in den Wirren des Zweiten Weltkrieges ihren Besitz verloren. Das städtische Leben war geprägt von der schwierigen Versorgungslage, vor allem im Hinblick auf Lebensmittel. Zudem führten diese Umstände zu mangelnden hygienischen Verhältnissen. Tuberkulose und Fleckfieber waren weit verbreitet.

In dieser Lage bot das Schloss Almoshof einigen Menschen eine Notunterkunft und eine Chance zur „Flucht“ aus den städtischen Verhältnissen der Nachkriegsjahre. Mehrere Familien und ein Künstler kamen hier unter. Die Wohnungen im Schloss wurden von der Stadt Nürnberg zugewiesen. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten zwar von strukturell ärmlichen Verhältnissen, haben aber doch sehr positive Erinnerungen an das Leben im Schloss. Die Wohnverhältnisse waren besonders für Familien beengt und im Winter von kalten Temperaturen geprägt, allerdings gab es einen Aufenthaltsraum, die Wohnküche, die anfangs mit Kohle, später dann mit Öl beheizt wurde. Zwar gab es für die Badewanne keinen Ablauf und keine Wasserleitung, aber immerhin wurde an den wöchentlichen Badetagen in einer von Hand gefüllten Wanne mit warmem Wasser gebadet: „Aber das war natürlich schon Luxus“ , erinnert sich der Zeitzeuge Kurt Ruben. Besonders die Natur um das Schloss herum bot für die Kinder einen Abenteuerspielplatz.
Alle Menschen, die im Schloss wohnten, waren ursprünglich keine Almoshofer, außer Familie Munkert. Diese hatte ursprünglich ihren Hof gegenüber vom Schloss, der jedoch in den Kriegsjahren zum Bau des Bunkers benötigt wurde. Daraufhin zog Georg Munkert mit seiner Frau Marie in das Nebengebäude des Schlosses Nr. 49 zu ihren Eltern, der Familie Prinz, die bereits seit 1887 im Nebengebäude wohnten und für die Familie Holzschuher arbeiteten. Georg Munkert war Jäger und Bauer, weshalb er im Dorf auch als „Schlossbauer“ bezeichnet wurde. Er bewirtschaftete Felder und hielt Kühe, Enten, Gänse und Hühner. So wurde jede Woche geschlachtet. Zudem gab es ausreichend Wild. Die Versorgungslage im Schloss war also deutlich besser als in der Stadt. Die Zeitzeugin Inge Nagl fasst zusammen: „Uns ist es scho gut gegangen. Wir ham also ned hungern müssen“ . Trotz des fehlenden Wohlstands der Familien im Schloss unterschied sich ihre Lebenslage stark von der vieler Menschen in der Stadt: Sie hatten ein Dach über dem Kopf, die Möglichkeit zu heizen und zu baden, einen Spielplatz für Kinder in der Natur, ausreichend Lebensmittel und keine Trümmerhaufen. Allerdings wurden die Menschen im Schloss auch mit festen dörflichen Strukturen konfrontiert. So durfte z. B. das Gasthaus zum „gelben Löwen“ von den übrigen Dorfbewohnenden erst dann betreten werden, wenn alle Munkert-Brüder anwesend waren.

Als gegen Ende der 1960er Jahre die letzten Mieter das ehemalige Patrizierschloss verließen, waren die alten Gemäuer in einem schlechten baulichen Zustand. Eines der Nebengebäude war im Oktober 1968 durch einen Brand schwer beschädigt worden.

  1. Familie Ruben im Jahr 1966

    Familie Ruben Schloss Almoshof, Bild © Kurt Ruben
  2. Familie Prinz im Nebengebäude Nr. 49 um 1920

    Familie Prinz Schloss Almoshof, Bild © Inge Nagl
  3. Georg Munkert mit Enkelin Inge Nagl

    Georg Munkert, Bild © Inge Nagl
  4. Hilde Ruben mit einem ihrer fünf Kinder

    Hilde Ruben, Bild © Kurt Ruben

Dörfliches Leben in Almoshof: Die Kärwa ist des Heiligste!

„Da haben die Menschen im Dorf viel mehr zusammengehalten […] und das ist jetzt ein wenig verloren gegangen.“ (Willi Drechsler)

„Unsere Kärwa war das Heiligste!“ (Willi Drechsler)

In den Nachkriegsjahren bestand in Almoshof ein starker Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft. So berichten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen beispielsweise, dass man sich, z. B. bei der Ernte, gegenseitig geholfen hatte, wo es nötig war. Almoshof erlebte keine Hungerzeiten, sodass die Menschen aus der Stadt kamen, um Lebensmittel zu tauschen oder zu kaufen. Städter halfen den Bauern, um im Gegenzug Lebensmittel zu erhalten. Es wird von einer guten Partnerschaft zwischen ihnen und den Almoshoferinnen und Almoshofern berichtet. Auch die Menschen im Schloss wurden selbstverständlich von der Dorfgemeinschaft aufgenommen.

Dreh- und Angelpunkt des Dorflebens waren die drei Wirtshäuser: Der schwarze Adler, genannt „der Schwarz“, war für das „obere Dorf“ Treffpunkt. In das Gasthaus „Zur Post“ gingen die Arbeiter und im „Gasthaus zum gelben Löwen“ der Brüder Munkert trafen sich die Bauern des „unteren Dorfes“, die allerdings die Wirtschaft erst betreten durften, wenn alle Brüder der Familie Munkert anwesend waren. Das Wirtshaus war ein Treffpunkt der Männer nach Feierabend und für Feste. Die Geschlechterrollen waren klar verteilt und Frauen in den Wirtshäusern nicht willkommen. Selbst wenn eine Frau ihren Ehemann sprechen wollte, betrat sie das Wirtshaus nicht, sondern verständigte den Wirt über ein Fenster mit Glocke, sodass dieser Bescheid geben konnte.
In den 80er Jahren wurde aus dem „Gasthaus zum gelben Löwen“ dann die Diskothek „Paramount“, das „Gasthaus zur Post“ bot für Jugendliche einen Raum mit Flipper und Musikbox.
Die Kirchweih, die erstmals 1958 wieder veranstaltet wurde, anfangs noch im Wirtshaus, später auf einer Kirchweihwiese, hat bis heute einen hohen Stellenwert im Dorf. Bis in die 1970er Jahre gab es außer Almoshof und Neunhof keine Ortschaften im näheren Umkreis, die eine Kirchweih veranstalteten. Wurde das Fest zuerst von Männern und den „Kärwaboam“ dominiert, gründeten sich später die Marktfrauen – auch mit ihrem eigenen Kirchweihwagen. Die Garderobe wurde in Eigenarbeit geschneidert. Eine Veränderung der Geschlechterrollen im dörflichen Leben hatte begonnen.

Das Leben im Dorf hat sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen stark verändert. Heute produzieren viele Bauern für städtische Discounter, wodurch der direkte Stadt-Land-Bezug für die Verbraucherinnen und den Verbraucher verlorengeht. Immer häufiger kommt es in Deutschland zu Bauerndemonstrationen, um auf die Bedeutung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit und deren Probleme aufmerksam zu machen. Außerdem werden in öffentlichen Debatten Unterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung deutlich, vor allem in Bezug auf die Mobilitätswende.

Seit dem Jahr 2015 leben weltweit erstmals mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Der strukturelle Wandel hat Auswirkungen auf das kulturelle und wirtschaftliche Angebot in Dörfern: In Almoshof gibt es seit einigen Jahren beispielsweise kein einziges Wirtshaus mehr. Umso wichtiger ist die Kirchweih für die Menschen hier. Gleichzeitig wird das Land immer mehr zum Sehnsuchtsort von Menschen in der Stadt.

  1. Das Gasthaus Schwarzer Adler im Jahr 1955

    Schwarzer Adler Almoshof, Bild © Stadtarchiv Nürnberg
  2. Aufstellen des Kärwabaums auf der Schlosswiese 1970er Jahre

    Maibaum Kärwa Schloss Almoshof, Bild © Kulturladen Schloss Almoshof
  3. Die Irrhainstraße in Almoshof im Jahr 1937

    Almoshof Irrhainstraße, Bild © Stadtarchiv Nürnberg

Karl-Heinz Hoffmann: Der braune Spuk in Almoshof

„Es war schon eine schwierige Sache, mit der er hier auch Almoshof konfrontiert hat.“ (Horst Fischer)

Als gegen Ende der 1960er Jahre die letzten Mieter das ehemalige Patrizierschloss verließen, waren die alten Gemäuer in einem schlechten baulichen Zustand. Eines der Nebengebäude war im Oktober 1968 durch einen Brand schwer beschädigt worden. Eine geplante Vermietung an das Internationale Institut für Kunsterziehung (INSEA) kam nicht zustande. Und auch eine Anfrage von Georges de Berger, der im Schloss seine umfangreiche Zinngefäßsammlung ausstellen wollte und sogar anbot, die Generalsanierung des Gebäudes auf eigene Kosten zu übernehmen, blieb ohne Ergebnis. Nichtsdestotrotz war die Stadt bemüht, das Schloss erneut nutzbar zu machen. Im Jahr 1971 überließ sie es unentgeltlich dem Grafiker Karl-Heinz Hoffmann mit der Auflage, es zu pflegen. Der Pachtvertrag umfasste 25 Jahre.

Hoffmann, 1937 geboren, war im Jahr 1953 von der DDR in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt und hatte in Nürnberg eine Ausbildung zum Grafiker absolviert. Seit den frühen 1960er Jahren betrieb er in der Stadt eine Werbeagentur. Auch im Schloss Almoshof, das ihm als Wohnung und Geschäftssitz zugleich diente, ging er seinem Beruf weiter nach. Zusammen mit seinen Angestellten und Gefolgsleuten führte er umfassende Renovierungsarbeiten durch. Erzählungen zufolge gab es wenig Kontakt zwischen den neuen Schlossbewohnern und den Menschen im Dorf. Viele Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten davon, dass Hoffmann wie ein Feldherr mit seinem Schimmel über die Felder im Knoblauchsland geritten sei und auf dem Schlossgelände einen Puma gehalten habe. Aufgrund seiner Begeisterung für Waffen war er früh mit dem Gesetz in Konflikt geraten: Schon im Jahr 1963 war er wegen Waffenhandels in der Türkei verhaftet worden. Im Jahr 1968 hatte er sich an Fasching in einem Nürnberger Café mit Männern in SS-Uniform gezeigt. Im Spätsommer 1973 gründete Hoffmann in Almoshof die nach ihm benannte „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Im Schloss hielt er paramilitärische Veranstaltungen und Übungen ab. Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner erinnern sich, dass Hoffmann nachts in einer Männergruppe mit klappernden Schuhen durch das Dorf marschierte. Im Wald wurden uniformiert Übungen durchgeführt und nachts wurde das Schloss mit Gewehren bewacht. Jahrelang wurde die Wehrsportgruppe von manchen Politikern verharmlost und unterschätzt. So bezeichnete der damalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß die Wehrsportgruppe als eine Gruppe von Männern, die sich vergnügen und im Kampfanzug spazieren gehen. Deshalb solle man sie in Ruhe lassen. Heute wird die Gruppe als „Schule des Terrorismus“ und militante rechtsextreme Organisation eingestuft. Ihre Ideologie war von „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, einer Glorifizierung Hitlers, Antiamerikanismus und Antikommunismus, Demokratiefeindlichkeit, Elitedenken sowie Militarismus“ geprägt. Hoffmann warb Mitglieder aus der rechten Szene an, oft junge Menschen, und die Wehrsportgruppe entwickelte sich in kurzer Zeit zur größten und einflussreichsten ihrer Art in Deutschland. Wegen des verfassungsfeindlichen Charakters der Gruppierung kam es schon im Schloss zu mehreren Durchsuchungen, bei denen militärische Ausrüstung wie Stiefel, Uniformen, Stahlhelme und Wehrmachtskarabiner sichergestellt wurden. So erlangte Almoshof auch in der Presse Bekanntheit, die den Ort mit dem Geschehen konfrontierte: Die Abendzeitung titelte „Der braune Spuk von Almoshof“ , die Nürnberger Nachrichten „Das stille Almoshof steht im Mittelpunkt“ .

Am 13. März 1974 beschloss der Nürnberger Stadtrat einstimmig, das bestehende Mietverhältnis mit Hoffmann aufgrund seiner paramilitärischen Aktivitäten frühzeitig aufzulösen. Trotz mehrfacher Aufforderung weigerte sich dieser jedoch, das Schloss zu räumen. Er verlangte, dass ihm zuerst die Kosten für die Instandsetzung ersetzt werden müssten. Die Stadt ließ sich auf diese Forderung ein. Nachdem Hoffmann seine Ersatzansprüche beziffert hatte, erhielt er für die durchgeführten Renovierungsarbeiten am Schloss eine Abfindung von über 100.000 Deutsche Mark und zog aus.

Am 30. Januar 1980 wurde die Wehrsportgruppe Hoffmann verboten. Sie wird mit dem Oktoberfestattentat sowie dem Mord an dem jüdischen Verlegerpaar Shlomo Lewin und Elfriede Poeschke in Erlangen in Verbindung gebracht und wird deshalb als rechtsterroristische Vereinigung eingestuft.

  1. Karl-Heinz Hoffmann verleiht eine "Ehrenspange" im Jahr 1980

    Hoffmann Ehrenspange 1980, Bild © Nürnberger Nachrichten
  2. beschlagnahmte Waffen der Wehrsportgruppe Hoffmann um 1974

    Hoffmann Waffen, Bild © Nürnberger Nachrichten
  3. Karl-Heinz Hoffmanns Puma "Django" im Jahr 1980

    Hoffmann Puma, Bild © Nürnberger Nachrichten

Die Begegnungsstätte: Ins alte Schlösschen zog neues Leben ein

„Mir ham g’sagt, was brauchen wir in Almoshof eine Begegnungsstätte, mir ham doch drei Gasthäuser.“ (Willi Drechsler)

Nachdem im Jahr 1975 der Pachtvertrag mit Karl-Heinz Hoffmann aufgelöst worden war, stand das Schloss erst wieder leer. 1976 zog dann ein von der SPD-Knoblauchsland initiierter Kulturverein in das Nebengebäude ein: die Begegnungsstätte Schloss Almoshof e.V. Diese Initiative beabsichtigte kulturelle Angebote in den äußersten Norden Nürnbergs zu bringen und damit gleichzeitig das Schlösschen im Sinne aktiver Denkmalpflege einer sinnvollen Bestimmung zuzuführen. Nachdem die Stadt erneut keine eigenen konkreten Vorstellungen über die weitere Zukunft des Gebäudes hatte, wurde das Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg damit betraut als verwaltende Dienststelle den Aufbau sowohl finanziell als auch personell zu unterstützen. Nur kurze Zeit nach dem Auszug der rechtsextremistische Wehrsportgruppe Hoffmann wandelte sich das Schloss so zu einem Ort der freien und alternativen Kultur.

Zeitlich steht die Entstehung alternativer Kulturorte in einem engen Zusammenhang mit der „68er“-Bewegung. Die Freigeister zog es in den 1970er Jahren mit neuen Ideen auf das Land: Auf alten Einsiedlerhöfen, in heruntergekommenen Schlössern und auch mitten im Dorf entstanden alternative Formen des Zusammenlebens und der Kulturarbeit.

So bot auch das Schloss Almoshof Raum für die Ideale der „68er“-Bewegung. Im Mittelpunkt stand eine Demokratisierung von Kultur. Die alternative Kultur entwickelte sich als Gegenentwurf zu bestehenden Kulturinstitutionen beziehungsweise Organisationen und war das Ergebnis der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der 1970er Jahre. Starre kulturelle Verhältnisse sollten durch neue Formen und Inhalte der Kulturarbeit aufgebrochen werden. Jedoch stand diese Form der Kulturarbeit mit dem traditionellen Kulturverständnis im Widerspruch.

Auch in Almoshof wurde die Begegnungsstätte argwöhnisch betrachtet, da ein Bruch mit dem traditionellen Kulturverständnis zuerst einmal auch einen Widerspruch gegen bestehende dörfliche Strukturen und Traditionen bedeutete. Zum einen trafen unterschiedliche Lebensformen aufeinander, die Konflikte mit sich brachten.
Zum anderen lässt sich dadurch rückblickend eine Pluralisierung des Dorflebens beobachten. Nun gab es neben der Almoshofer Kirchweih auch alternative Feste auf dem Schlossgelände. Die erste große Veranstaltung, das Gauklerfest im Jahr 1981, sorgte gleich für einen Skandal: Über die Felder des Knoblauchslandes tanzten nackte Menschen. Der Kirchweih-Tradition aus Lederhose und Dirndl standen entkleidete Menschen gegenüber, die ihre Nacktheit als politisches Symbol der Freiheit betrachteten. Gleichzeitig bedeutete dies jedoch auch den Anfang der Annäherung zweier Lebensformen.

  1. Fest im Schlosshof von Almoshof im Jahr 1978

    Begegnungsstätte Fest 1978, Bild © Stadtarchiv Nürnberg
  2. Musikkonzert in der Begegnungsstätte Almoshof

    Musikkonzert Begegnungsstätte, Bild © Kulturladen Schloss Almoshof

Der Kulturladen: Die Soziokultur als kommunaler Auftrag

„Es gab so gut wie keine Kunstform, die wir nicht ausprobiert hätten.“ (Horst Fischer)

Im Jahr 1986 wurde die Begegnungsstätte in die städtische Kulturladenstruktur eingebunden. Das Schloss wurde renoviert, sodass der Kulturladen Almoshof 1987 in das Hauptgebäude ziehen konnte. Die nach wie vor bestehende dezentrale Kulturladenkette hatte das Ziel, die Stadtteile als Kultur- und Lebensräume zu stärken und ist auf das politische Wirken des Nürnberger Kulturdezernenten Prof. Dr. Herrmann Glaser zurückzuführen. Glaser vertrat die Ansicht, dass Kultur sämtliche gesellschaftliche Lebensformen umfasst und prägte damit das kulturelle Leben in Nürnberg. Vor dem Hintergrund seines soziokulturellen Kulturverständnisses nach dem Motto „Kultur für alle!“ baute er die Kulturladenkette auf.

Der städtische Kulturladen in Almoshof sah sich allerdings immer noch mit der dörflichen Wahrnehmung der Begegnungsstätte konfrontiert. Schließlich konnten im ländlichen Raum nur wenige Menschen etwas mit dem aus der städtischen Stadtteilarbeit stammenden Begriff der Soziokultur anfangen. Im Gegenteil: Der Begriff war eher missverständlich, da man ihn mit „Sozi-Kultur“ assoziierte und er unter „Sozialismus-Verdacht“ stand. Um der Aufgabe eines soziokulturellen Zentrums, den Kultur- und Lebensraum in Almoshof zu stärken, gerecht zu werden, musste der Kulturladen die Vorbehalte aus dem Weg räumen und die unterschiedlichen Perspektiven vereinen.

Seitdem stellt sich der Kulturladen in Schloss Almoshof vielseitig auf: Bis heute ist er ein Ankerpunkt für Bildende Kunst, Musikkonzerte, Theater und Literatur. Zwischen 1997 und 2003 richtete er das jährliche Knoblauchfest im Schloss und auf der Kirchweihwiese aus, womit er symbolisch die Kirchweih und das Gauklerfest vereinte. Auch in der Stadtteilarbeit ist der Kulturladen aktiv: Weihnachtsmarkt, Ferienangebote, kreative Kurse, kulturelle Bildung, Kunstmarkt, Bürgerbeteiligungsprozesse und Freizeitangebote sind feste Bestandteile des Programms. Der Kulturladen schafft kulturelle Angebote und ist ein Ort für die Menschen in Almoshof und darüber hinaus.

  1. Fränkischer Singkreis im Jahr 1995

    Fränkischer Singkreis, Bild © Kulturladen Schloss Almoshof
  2. Knoblauchsfest in Schloss ALmoshof im Jahr 2002

    Knoblauchsfest 2002, Bild © Kulturladen Schloss Almoshof
  3. Kinderfasching im Jahr 2018

    Kinderfasching Almoshof 2018, Bild © Kulturladen Schloss Almoshof

Unveröffentlichte Quellen

Stadtarchiv Nürnberg

C7/VIII Nr. 4401
C7/VIII Nr. 4489

C85/II Nr. 148

Zeitzeugeninterviews

Ausstellungsvideo: Menschen im Schloss. Nürnberg 2022.
Ausstellungsvideo: Dörfliches Leben. Nürnberg 2022.
Ausstellungsvideo: Karl-Heinz Hoffmann. Nürnberg 2022.

Zeitungen und Zeitschriften

Abendzeitung Nürnberg
Die Zeit
inFranken.de
Nürnberger Nachrichten


Literatur und veröffentlichte Quellen

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Fromm, Rainer: Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“: Darstellung, Analyse und Einordnung. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen und europäischen Rechtsextremismus. Frankfurt am Main 1998.

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