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AEG-Nordareal

Das ehemalige Logistik-Areal der AEG zwischen Muggenhofer Straße und Pegnitzauen besteht aus Lager- und Verwaltungsgebäuden und großen Parkplatzflächen. Der Eigentümer will das Areal in ein urbanes Wohnquartier umgestalten.


Fakten zum Projekt

Lage

Das AEG-Nordareal liegt im Westen Nürnbergs zwischen Muggenhofer Straße und Pegnitzauen. Das angrenzende AEG-Südgelände wird bereits mit Büros, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben sowie Bildungs- und Universitätseinrichtungen auf verschiedene Weise genutzt. Im Nordwesten des Areals befindet sich eine Kleingartensiedlung. Östlich schließen die Kleingartenanlage „Am Fuchsloch“ und die Sportanlage der Geschwister-Scholl-Realschule an. Mit der U-Bahnhaltestelle Eberhardshof ist das Areal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Flächen

Das Gelände ist 14,6 Hektar groß, was in etwa der Größe von 20 Fußballfeldern entspricht. Das Planungsgebiet ist als ehemalige Gewerbefläche nahezu vollständig versiegelt und überbaut. Etwa acht bis neun Hektar sind ungenutzt, auf den restlichen Flächen haben sich Künstler, Handwerker und Logistiker angesiedelt.

Künftige Nutzung

Das Areal soll zu einem relativ dicht bebauten, aber dennoch ansprechenden urbanen Wohnquartier mit vielfältig nutzbaren Freiflächen umgestaltet werden. Durch ein attraktives Wegenetz soll das Gelände mit den Pegnitzauen verbunden werden. Geplant ist eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Dienstleistung sowie Bildung und Kultur mit der erforderlichen sozialen Infrastruktur. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnen, vorwiegend in Form von Geschosswohnungsbau, davon 30 Prozent gefördert. In einem Teilbereich sind zudem Einfamilienhäuser geplant. Insgesamt entstehen 930 bis 1.100 Wohneinheiten für etwa 2.200 Bewohner. Die Kleingärten am westlichen Rand des Areals sowie die bestehende Wohnbebauung bleiben erhalten.

Träger

Federführend für die Entwicklung des AEG Geländes ist die MIB Coloured Fields GmbH aus Berlin und die MC Bauinvest GmbH aus Ingolstadt . Mit der Erarbeitung des städtebaulichen Rahmenplans wurde das Büro Gehl Architects aus Kopenhagen beauftragt. Ein Großteil der Flächen im AEG-Nordareal gehört der JV NORD Entwicklungsgesellschaft mbH, weitere Flächen gehören privaten Eigentümern, einer Wohnbaugenossenschaft sowie der Deutschen Bahn.

Kosten

Die Höhe der Kosten ist noch nicht bekannt.

Zeitplan

Das Bebauungsplanverfahren ist eingeleitet. Derzeit werden unterschiedliche Gutachten erstellt. Eine Aussage über den Zeitplan kann deshalb erst Ende 2020 getroffen werden.

Bürgerbeteiligung

Im Sommer 2019 informierten die Stadt und der Grundstückseigentümer bei einer öffentlichen Veranstaltung über den Masterplan für das AEG-Nordareal. Im Anschluss daran konnten Bürger Stellungnahmen dazu im Stadtplanungsamt abgeben. Im Verlauf der weiteren Planungen wird die Stadt Möglichkeiten für erneute Bürgerbeteiligungen schaffen.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich schon lange mit dem Thema AEG-Nordareal. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:

Vorgeschichte

Zwischen 1938 und 1950 nutzte die Stadt große Flächen des Gebiets als Deponie. Die Schadstoffsituation wurde in den letzten Jahren detailliert untersucht und in einem Umweltbericht im Stadtplanungsausschuss am 4. Juni 2019 veröffentlicht.

In den 1920er Jahren ließ sich der Elektrokonzern AEG auf dem Gelände nieder, der bis 2007 dort seinen Hauptstandort hatte. 2005 wurde die Schließung des Werks bekanntgegeben, woraufhin 2006 das Bebauungsplanverfahren für das gesamte AEG-Areal zur Sicherung als Gewerbestandort eingeleitet wurde. Im Jahr 2007 kaufte die JV NORD Entwicklungsgesellschaft mbH große Teile des AEG-Fabrikareals, mit dem Ziel das Gelände zu revitalisieren. Seitdem werden bestehende Gebäude sowie Teilbereiche der Freiflächen auf dem AEG-Nordareal vorübergehend von Künstlern und Handwerkern genutzt. Die versiegelten Freiflächen sind derzeit Pkw-Stellplätze oder liegen brach.

Der Planungsbereich liegt wie das Quelle-Areal im Stadterneuerungsgebiet Weststadt. 2011 beschloss der Stadtrat die bedarfsgerechte Entwicklung der ehemaligen AEG-Areale als wesentliches Sanierungsziel. Entwickelt werden sollte demnach ein Quartier mit dem Schwerpunkt Wohnen, das experimentelle Wohnformen ebenso beinhaltet wie Freizeiteinrichtungen mit einem neuen öffentlichen Freiraum für Sport und Erholung, der eine Verbindung zu den Pegnitzauen herstellt.

In gemeinsamen Workshops haben die Stadt, der Eigentümer und das Büro Gehl einen Rahmenplan zur angestrebten Entwicklung erarbeitet. Im Juni 2019 wurden die Planungsziele für das AEG-Nordareal konkretisiert und im Stadtplanungsausschuss beschlossen.


Bilder zum Projekt

Visualisierung des AEG-Nordareals.

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So könnte es aussehen: Visualisierung des künftigen Quartiers auf dem AEG-Nordareal.

Visualisierung des neuen Wohnquartiers AEG Nord.

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So könnte es aussehen: Visualisierung des künftigen Quartiers auf dem AEG-Nordareal.

Das AEG-Gelände aus der Luft.

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Luftbild des AEG-Geländes von Osten aus gesehen. Rot markiert ist das AEG-Nordareal.

3D-Ansicht des Rahmenplans für das AEG-Nordareal.

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Rahmenplan für das AEG-Nordareal: 3D-Ansicht von Norden aus gesehen.


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