Nürnberg – deine Stadt


Ergebnisse der Klimaanalyse 2025

Rosenaupark im Sommer., Bild © Gerhard Illig / Stadt Nürnberg

2025: Kein Rekordjahr – aber klarer Trend

Das Jahr 2025 war für Nürnberg weder das heißeste noch das trockenste oder feuchteste Jahr seit Beginn der Messungen. Dennoch bestätigt es deutlich den langfristigen Trend: Es wird wärmer und Wetterextreme nehmen zu.

Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,34 Grad Celsius (Wetterstation Flughafen) gehört 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit 1934. Auffällig ist außerdem: Jeder einzelne Monat lag über dem langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990.

Gleichzeitig zeigte sich das Jahr wechselhaft. Der Frühling war der trockenste seit 1956, der September hingegen der feuchteste. Insgesamt blieb die Jahresniederschlagsmenge mit 548 Millimetern eher niedrig.

Beschleunigte Erwärmung in Europa

Europa erwärmt sich weltweit am stärksten, Deutschland sogar etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Besonders deutlich wird die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten: Seit 1971 hat sich die Erwärmung stark beschleunigt.

Auch Nürnberg ist davon betroffen. Die Stadt gehört bereits heute zu den wärmeren und trockeneren Regionen Bayerns. Gleichzeitig nehmen Hitzetage und Wetterextreme zu, und die Schwankungen zwischen Trockenperioden und Starkregen werden größer. Längere Trockenphasen treten häufiger auf und erhöhen unter anderem die Waldbrandgefahr. Gleichzeitig ist regional eine Tendenz zu häufigeren Starkregenereignissen erkennbar.

Folgen für die Stadt

Für Nürnberg bedeutet diese Entwicklung vor allem eine zunehmende Hitzebelastung – besonders in dicht bebauten Stadtvierteln. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Die Stadt reagiert darauf mit einem klaren Fokus auf Klimaanpassung: Entsiegelung, mehr Grünflächen und die gezielte Vernetzung von Freiräumen sollen die Aufheizung der Stadt reduzieren und Kaltluftströme sichern. Die Ergebnisse der Stadtklimaanalyse fließen deshalb direkt in alle Planungsprozesse ein.

Parallel dazu wird der Hitzeaktionsplan weiter umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Erfassung kühler Aufenthaltsorte, der Ausbau von Trinkwasserbrunnen sowie bessere Informationen für heiße Sommertage.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Starkregen. Hier setzt Nürnberg auf das sogenannte Schwammstadt-Prinzip: Regenwasser soll künftig stärker vor Ort gespeichert, versickert und wieder verdunstet werden. Zusätzlich arbeitet die Stadt an einer Starkregengefahrenkarte, deren Erstellung Mitte 2026 beginnen soll.

Fazit

Die Stadtklimaanalyse macht deutlich: Der Klimawandel ist in Nürnberg längst Realität. Die Stadt setzt daher konsequent auf Klimaschutz und Anpassung, um die Lebensqualität auch unter veränderten Bedingungen langfristig zu sichern.

Häufige Fragen

Sie bestätigt den langfristigen Erwärmungstrend und zeigt zunehmende Wetterextreme in Nürnberg.

Nein. Es war weder das heißeste noch das trockenste Jahr, gehört aber zu den wärmsten seit Beginn der Messungen.

Die Region erwärmt sich bereits heute stärker und ist tendenziell trockener als viele andere Gebiete in Bayern.

Vor allem mehr Hitzebelastung in dicht bebauten Gebieten sowie häufiger auftretende Extremwetterereignisse.

Sie setzt auf mehr Grünflächen, Entsiegelung, Trinkwasserangebote, Hitzeaktionsplanung und bessere Starkregenvorsorge.

Weil er häufiger auftritt und in kurzer Zeit große Wassermengen bringt, die Infrastruktur und Kanalisation belasten.

Ein Konzept, bei dem Regenwasser gespeichert, versickert und verdunstet, statt schnell in die Kanalisation zu fließen.

Der Projektstart ist für Mitte 2026 geplant.

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