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Katastrophenschutz-Vollübung „Black Noris 2026“

Berufsfeuerwehr Nürnberg, Bild © Ohne Bildnachweis

+++ ÜBUNG „BLACK NORIS 2026“ +++

Die Stadt Nürnberg führt am Samstag, 25. April, unter dem Motto „Black Noris 2026“ eine umfassende Katastrophenschutzvollübung durch. Eine Übung dieser Art findet alle sechs Jahre statt.

Szenario: Großflächiger Stromausfall

Im Mittelpunkt der Übung steht ein fiktiver, komplexer Stromausfall – von lokal begrenzten Abschaltungen bis hin zu einem vollständigen Blackout im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus. Ereignisse wie zuletzt in Berlin im Januar 2026 machen deutlich, wie relevant dieses Szenario sein kann.

Während des Szenarios wird der Strom im Stadtgebiet nicht wirklich abgestellt. Die Übung wird an mehreren dezentralen Standorten von der Feuerwehr geplant und durchgeführt. Insgesamt sind rund 900 Einsatzkräfte sowie Mitarbeitende verschiedener Organisationen und Behörden beteiligt.

Teilnehmende Organisationen und Behörden:

  • Stadtverwaltung
  • Blaulichtorganisationen
  • Krankenhäuser
  • Leitstellen
  • Netzbetreiber
  • Betriebe
  • Firmen
  • Führungsstäbe

Ein Schwerpunkt der Übung ist die Notstromversorgung der Notfall-Infopunkte, Betreuungsstellen und Rathaus-Notstellen. Mit Hilfe von Aggregaten soll der Betrieb über mehrere Stunden hinweg gesichert werden. Damit wird die Übung zugleich zum realistischen Belastungstest für Technik und Abläufe – denn bei einem großflächigen Stromausfall kommt es vor allem auf Licht und Ersatzenergie an.

Darüber hinaus sind ein Konzept zur Treibstoffversorgung, die Einbindung von Kliniken und Krankenhäusern sowie die Notstromversorgung kritischer Infrastruktur und Tankstellen vorgesehen.

In folgenden Anlaufstellen wird während der Übung trainiert:

Während der Übung sind die übers gesamte Stadtgebiet verteilten 43 Notfall-Infopunkte (Katastrophenschutz-Leuchttürme) in Betrieb. Sie werden unter anderem von Blaulichtorganisationen an ihren Standorten betrieben. Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen und können im Krisenfall Notrufe absetzen.

Alle Standorte sind über eine interaktive Karte abrufbar (Link unten). Dort lässt sich auch der nächstgelegene Leuchtturm finden und der Kartenausschnitt vorsorglich ausdrucken. Im Ernstfall sichern die Leuchttürme den Ausfall des Notrufsystems ab und dienen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung. Ergänzend sind fünf kirchliche Gemeindehäuser eingebunden.

Mit neun Rathaus-Notstellen, auch Verwaltungsanlaufstellen genannt, sorgt die Stadtverwaltung dafür, dass auch bei einem großflächigen Stromausfall grundlegende Verwaltungsleistungen verfügbar bleiben. Dort können Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall folgende Anliegen klären:

  • Nottrauungen
  • Beurkundungen
  • Meldungen von Todesfällen
  • dringende Fragen zum Kinderschutz

Bei der aktuellen Übung werden drei der Verwaltungsanlaufstellen sowie ein Verwaltungs-Hauptquartier in Betrieb genommen. Gleichzeitig testen weitere städtische Dienststellen und Eigenbetriebe ihr Vorgehen – darunter der Servicebetrieb Öffentlicher Raum, die Friedhofsverwaltung, die Stadtentwässerung und das Standesamt.

In den sechs Betreuungsstellen bekommen Menschen mehr als nur Hilfe: Sie erhalten klare Informationen, Orientierung – und jemanden, der sich kümmert, wenn es schwierig wird. An jeder Stelle stehen auch Teams der Krisenintervention bereit und werden für die Bürgerinnen und Bürger da sein.

Für die Übung gehen zwei dieser Betreuungsstellen in Betrieb. Eine liegt in der Ankunftshalle des Flughafen Nürnberg. Dort wird von 9.30 bis 12.30 Uhr ein Teil der Halle abgesperrt und von der Flughafenfeuerwehr genutzt – ausschließlich zu Übungszwecken. Der Flugbetrieb läuft normal weiter.

Kommunikation im Krisenfall

Ohne funktionierende Kommunikation geht im Krisenfall nichts – weder in der Übung, noch im Ernstfall. Deshalb müssen alle wichtigen Stellen miteinander verbunden sein: die Führungsgruppe Katastrophenschutz, die Örtliche Einsatzleitung, die Führungsstäbe der Krankenhäuser, die Integrierte Leitstelle und die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Auch das Versorgungsunternehmen N-ERGIE gehört dazu.

Und weil Technik ausfallen kann, braucht es einen Plan B – besser noch mehrere. Getestet werden ein Notfalltelefonsystem, Digitalfunk und einfache Lösungen wie Boten per Fahrrad oder Kurier. Denn am Ende gilt: Nur wenn Informationen sicher ankommen, kann der Einsatz klug geführt werden.

Einsatz von Mimen

Eine besondere Herausforderung der Übung: Rund 150 Mimen spielen Bürgerinnen und Bürger mit ganz unterschiedlichen Anliegen. Sie sorgen für realistische Situationen – und stellen die Einsatzkräfte vor Aufgaben wie im echten Leben.

Von der Übung verspricht sich die Stadt wichtige Erfahrungen im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Nürnberger Stromausfallplanung. Die Erkenntnisse werden im Anschluss ausgewertet und in die bestehenden Konzepte einfließen.

Allgemeine Informationen und Hilfe im Notfall:

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