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Immobilien: Wegweisende Projekte trotz schwieriger Marktlage

Spannungen in der Weltpolitik und hohe Baukosten dämpfen zwar die Investitionsneigung in der Immobilienbranche, dennoch konnten 2025 wegweisende Projekte umgesetzt werden. Der „Marktbericht Immobilien“ zeigt aktuelle Trends.

Modellbild von The Q von der Fürther Straße aus gesehen., Bild © kister scheithauer gross architekten

Der Immobilienstandort Nürnberg behauptet sich auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Trotz weltpolitischer Spannungen, konjunktureller Unsicherheiten, hoher Finanzierungskosten und weiter steigender Baukosten konnten 2025 wegweisende Projekte realisiert werden.

Dazu zählen innovative Campusentwicklungen, moderne Hallen- und Gewerbebauten, attraktive Flächen für Mittelstand und Handwerk sowie neue Wohnquartiere. Die Modernisierung, Revitalisierung und Neustrukturierung bestehender Immobilien rücken dabei immer stärker in den Fokus.

Kenndaten zu fünf Marktsegmenten

Der Marktbericht Immobilien gibt einen Überblick über die wichtigsten Kenndaten in fünf Bereichen.

Die Nachfrage auf dem Büromarkt blieb 2025 klar auf moderne, gut angebundene Flächen fokussiert. Ältere Büros spielten kaum eine Rolle. Die Innenstadt bot wegen geringer Fluktuation nur wenige Optionen. Wachstum kam aus den großen Bürozentren außerhalb des Stadtkerns.

  • rund 92.000 Quadratmeter neu vermietete Bürofläche – ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • 13,50 Euro pro Quadratmeter Durchschnittsmiete – ein neuer Höchststand
  • 14.000 Quadratmeter war die größte Einzelanmietung am Kohlenhof

Der Industrie- und Logistikmarkt blieb 2025 trotz globaler Unsicherheiten stabil. Gefragt waren moderne, gut angebundene Flächen. Ältere Bestände wurden zunehmend revitalisiert. Nürnbergs Lage und Infrastruktur sorgten für eine anhaltend hohe Nachfrage, stabile Preise und wachsende Investitionsbereitschaft.

Auch der Wohnimmobilienmarkt zeigte sich äußerst stabil. Die Nachfrage nach Mietwohnungen blieb hoch, Neubau wurde teurer, Bestandsmodernisierung wichtiger. Kaufpreise entwickelten sich je nach Segment unterschiedlich, insgesamt aber solide. Das Wohnsegment behauptete seine starke Rolle am Investmentmarkt.

  • weiter steigende Mieten mit bis zu 19 Euro pro Quadratmeter im Neubau
  • Preisrückgänge bei einzelnen Hausegmenten wie Mehrfamilien- und teilweise Ein- und Zweifamilienhäusern
  • mit 226 Millionen Euro Transaktionsvolumen das stärkste Immobilienmarktsegment

Der Einzelhandel bleibt ein starker Magnet, doch der Strukturwandel drückt auf das Segment – besonders im Nonfood‑Bereich. Mieten sinken teils selbst in Toplagen, Flächen werden konsolidiert oder umgenutzt. Die Stadt reagiert mit Mixed‑Use‑Konzepten und einer sichtbaren Aufwertung des öffentlichen Raums. Neue Impulse kommen vom entstehenden Zeughaus‑Quartier um den ehemaligen Kaufhaus und City-Point

  • 19 Prozent mehr Umsatz als allein aufgrund der Kaufkraft der Nürnberger Bevölkerung zu erwarten wäre
  • steigende Besucherzahlen durch Maßnahmen der Stadt
  • neue Chancen durch Mixed-Use-Konzepte und die Entwicklung des Zeughaus-Quartiers

Unsicherheiten und hohe Kosten dämpften die Aktivität auf dem Investmentmarkt, doch Wohninvestments dominierten weiter. Gefragt waren hochwertige, nachhaltige Objekte. Der Bereich Logistik legte deutlich zu. Klassisches Immobilienfonds traten als starke Käufer auf, Projektentwickler und Bauträger prägten die Verkäuferseite.

Marktbericht Immobilien 2026

Den kompletten Bericht mit Zahlen, Grafiken und Beispielprojekten finden Sie auf der Webseite der Wirtschaftsförderung zum Download.

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