Mit dem Aktionsprogramm Starkregen bereitet sich die Stadt auf häufigere und intensivere Starkregenereignisse vor. Ziel ist es, Schäden zu vermeiden und die Stadt widerstandsfähiger gegen Wetterextreme zu machen. Dazu gehören bessere Daten, mehr Information und Beratung für die Bevölkerung sowie Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Bereiche.
Die Maßnahmen im Überblick
- Erfassung der besonders gefährdeten Unterführungen im Stadtgebiet (abgeschlossen)
- Etablierung einer Starkregenwarnung per SMS an die Feuerwehr (abgeschlossen)
- Auswertung der Niederschlags- und Starkregenereignisse (Daueraufgabe)
- Erfassung, Auswertung und räumliche Verortung der starkregenbedingten Feuerwehreinsätze zur Identifizierung wiederkehrend betroffener Bereiche (Daueraufgabe)
- Identifizierung besonders gefährdeter Infrastruktureinrichtungen, insbesondere Trafostationen, Krankenhäuser, Alten- und Kindertageseinrichtungen (in Arbeit)
- Hydrodynamische Überprüfung betroffener Kanalnetzabschnitte (in Arbeit)
- Einbau von Messsensoren in Kanalschächten zur flächenhaften Überwachung des Einstauverhaltens der Kanalisation in Teileinzugsgebieten (in Arbeit)
- Erweiterung des Regenschreibernetzes um zwei weitere Regenmesser (in Planung)
- Ausbau der Sirenenstandorte (abgeschlossen)
- Umbau- und Anpassungsmaßnahmen an Starkregen-Hotspots, zum Beispiel durch den Bau von tiefer liegenden Notentlastungen zur schadlosen Ableitung des Regenwassers (Daueraufgabe)
- Ausrüstung von zwölf gefährdeten Unterführungen mit Hochwassermeldern zur automatischen Alarmierung der Feuerwehr sowie zusätzliche Installation von Warnschildern und -anlagen (in Arbeit)
- Planung und Umbau vorhandener Überstau- und Überflutungssituationen im Straßenraum, zum Beispiel durch Schaffung von Notüberläufen (in Arbeit)
- Beantwortung häufig gestellter Fragen in Starkregen-FAQs (abgeschlossen)
- Veröffentlichung von Hinweisen zum Abonnement der Wetterwarnungen des DWD über verschiedene Medienkanäle (Daueraufgabe)
- Veröffentlichung von Informationen zur Unterstützung bei der Eigenvorsorge über verschiedene Medien (Daueraufgabe)
- Förderung von Maßnahmen zu Regenrückhalt und Versickerung im privaten Bereich (Daueraufgabe)
- Etablierung eines Starkregenmelders (in Arbeit)
- Schaffung von Beratungsangeboten (in Planung)
- Beschaffung von Materialien wie zum Beispiel Hochwasserschutzwände und mobile Barrieren zum Schutz vor eindringendem Wasser (Daueraufgabe)
- Integration und Umsetzung von Maßnahmen zur Starkregenvorsorge in Bauleitplanverfahren (Daueraufgabe)
- Entwicklung von Leitfäden zur Umsetzung von Maßnahmen bei Straßenplanungen, Platzgestaltungen etc. (Daueraufgabe)
- Klärung der Abschottungsmöglichkeiten an und in U-Bahnhöfen (in Arbeit)
- Erstellung einer Starkregengefahrenkarte und eines Sturzflut-Risikomanagementkonzepts (in Arbeit)
Starkregen vom 14. Juli 2026 im Vergleich
Der Starkregen am 14. Juli 2026 gehörte zu den stärksten, die in Nürnberg in den vergangenen Jahren gemessen wurden. Die Messdaten zeigen, wie außergewöhnlich das Ereignis war.
Mehr Sicherheit in der Zabo-Unterführung
In der Unterführung in Zerzabelshof kommt es bei Starkregen immer wieder zu kritischen Wasserständen. Um künftig frühzeitig warnen, hat die Stadt eine Warnanlage installiert.
Starkregen: Was Sie wissen sollten
Wann wird aus Regen Starkregen? Gibt es Stadtteile, die besonders gefährdet sind? Und wie können Sie sich schützen, wenn es plötzlich heftig regnet? Antworten, Hintergründe und Tipps finden Sie in den Starkregen-FAQs des Umweltamts.
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Aktualisiert am 22.07.2026, 10:03 Uhr

