In der Unterführung Zerzabelshof kommt es seit Jahren bei Starkregen immer wieder zu kritischen Wasserständen. Weil Starkregen häufiger und intensiver auftritt, kam es in den vergangenen Jahren zu gefährlichen Situationen für Verkehrsteilnehmende und Einsatzkräfte.
Um künftig frühzeitig warnen und Einsätze besser koordinieren zu können, hat der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) nun eine moderne Warnanlage installiert.
Die neue Technik erfasst den Wasserstand berührungslos über Radarsensoren an den beiden tiefsten Punkten der Unterführung. Dort sammelt sich bei Starkregen zuerst das Wasser. Die kontinuierliche Messung erfolgt ohne direkten Kontakt und arbeitet dadurch besonders robust und wartungsarm.

Gelbe Blinklichter warnen vor kritischem Wasserstand
Die beiden Messwerte werden gemeinsam ausgewertet und logisch miteinander verknüpft. So wird sichergestellt, dass nur tatsächliche Wasseranstiege eine Warnung auslösen. Kurzzeitige Störungen oder lokale Abweichungen führen nicht zu Fehlmeldungen.
Sobald definierte Schwellenwerte erreicht werden, wird direkt vor Ort sichtbar gewarnt. Dafür wurden zusätzlich gelbe Blinklichter installiert, die die Aufmerksamkeit im Straßenraum erhöhen.
System mit zwei Stufen
Ab dem ersten Schwellenwert wird die Unterführung für Pkw gesperrt. Beim zweiten Schwellenwert ist auch die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge nicht mehr möglich. Künftig werden bei Überschreitung der Schwellenwerte automatisch Meldungen an die Integrierte Leitstelle übermittelt. So kann die Einsatzdisposition frühzeitig reagieren und alternative Routen prüfen.
Alle relevanten Messdaten werden gespeichert und ausgewertet. Dadurch lassen sich Starkregenereignisse im Nachgang besser nachvollziehen, insbesondere wie schnell sich die Unterführung füllt. Diese Erkenntnisse sollen helfen, den Umgang mit Starkregen in der Stadt weiter zu verbessern.