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Hitze: Natur unter Hitzestress

Langanhaltende Hitze belastet Pflanzen und Tiere: Pflanzen geraten in Trockenstress, Wildtiere leiden unter Wassermangel. Hitze und Trockenheit begünstigen zudem die Entstehung von Waldbränden und ihre schnelle Ausbreitung.

Spatzen trinken und baden in einer Wasserstelle in einem Garten., Bild © DoreenB. Photography / AdobeStock

Wildtiere versorgen

Nicht nur Menschen leiden unter Hitze, auch Wildtiere finden in langen Trockenperioden oft kaum noch Wasser und kühle Rückzugsorte. Mit wenigen einfachen Maßnahmen können Sie helfen.

Stellen Sie im Garten, auf dem Balkon oder im Innenhof flache Schalen mit frischem Wasser auf. Sie werden von Vögeln, Igeln, Eichhörnchen und Insekten zum Trinken und Baden genutzt. Legen Sie einige Steine oder Äste hinein, damit auch Insekten sicher ans Wasser gelangen. Wechseln Sie das Wasser täglich und reinigen Sie die Schalen regelmäßig mit heißem Wasser.

Auch ein naturnah gestalteter Garten hilft Tieren durch heiße Sommer. Heimische Bäume, Sträucher und blühende Pflanzen spenden Schatten, bieten Nahrung und schaffen kühlere Rückzugsorte. Verzichten Sie möglichst auf versiegelte Flächen und kurz gemähten Rasen.

Besonders unter der Hitze leiden Mauersegler und Schwalben. Ihre Nester unter Dächern und in Mauern können sich stark aufheizen. Immer wieder stürzen Jungvögel aus den überhitzten Nestern. Finden Sie einen jungen Mauersegler oder eine Schwalbe am Boden, setzen Sie das Tier zunächst vorsichtig in einen Karton und wenden Sie sich möglichst an eine Wildvogelhilfe oder Auffangstation.

Wasser für Nürnbergs Bäume

Hitze und Trockenheit setzen Nürnbergs Stadtbäumen zu. Die Stadt versorgt rund 10.000 Bäume zusätzlich mit Wasser. Auch Bürgerinnen und Bürger können mithelfen: durch Gießen oder eine Patenschaft.

Bei längeren Hitzeperioden und Trockenzeiten versorgt die Stadt mehr als 10.000 Bäume zusätzlich mit Wasser. Die sogenannte Hitzewässerung ergänzt die reguläre Pflege.

Wässerpatinnen und Wässerpaten versorgen einen oder mehrere Bäume bei großer Hitze zweimal pro Woche mit jeweils 200 Litern Wasser. Das Wasser können sie kostenlos aus einem Hydranten der N-Ergie entnehmen.

Übernehmen Sie Verantwortung für einen Baum in Ihrer Nähe: Baumpatinnen und Baumpaten helfen, Nürnbergs Stadtgrün zu erhalten und zu pflegen.

Jetzt mitmachen!

So verhindern Sie einen Waldbrand

Grill- und Lagerfeuer sind im Wald verboten. Verzichten Sie auch in der Nähe von Waldrändern auf Feuer, da trockenes Buschwerk hier die Brandgefahr stark erhöht.

Zigarettenglut und weggeworfene Kippen können schwere Brände auslösen. In Bayern gilt außerdem von März bis September grundsätzlich ein Rauchverbot in Wäldern.

Stellen Sie Ihr Auto nur auf gekennzeichneten, befestigten Straßen außerhalb des Waldes ab. Heiße Fahrzeugteile wie Abgasanlagen oder Katalysatoren können trockenes Gras und Laub leicht entzünden.

Rufen Sie sofort den Notruf 112, falls Sie einen Waldbrand entdeckt haben.

Waldbrandgefahrenindex

Von März bis Oktober veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst den Waldbrandgefahrenindex. Stufe 1 steht für „sehr geringe Gefahr“, Stufe 5 für „sehr hohe Waldbrandgefahr“.

Brandgefahr durch Grablichter

Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Brandgefahr sind Grablichter mit offener Flamme auf allen Friedhöfen bis auf Weiteres verboten. Bereits aufgestellte Grablichter werden entfernt. Die Friedhofsverwaltung bittet alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis.

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Aktualisiert am 10.07.2026, 11:38 Uhr