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Gewässerschutzbericht 2025

Der Werkausschuss des Stadtrats hat am 24. Juli 2026 den Gewässerschutzbericht 2025 der Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (Sun) behandelt. Der Bericht zeigt: Nürnberg hat sein Abwasser auch im vergangenen Jahr zuverlässig abgeleitet und gereinigt.

Ein Mensch paddelt mit einem Kajak auf einem Fluss., Bild © MNStudio/Adobestock 62926580

Die beiden Nürnberger Klärwerke:

  • reinigten 2025 rund 64 Millionen Kubikmeter Abwasser.
  • entfernten dabei bis zu 97 Prozent der Schadstoffe.
  • An das rund 1.470 Kilometer lange Kanalnetz sind etwa 603.000 Menschen angeschlossen, darunter rund 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus den Umlandgemeinden.

Gute bis hervorragende Werte

Besonders gut schnitten die Klärwerke beim chemischen Sauerstoffbedarf und beim Phosphor ab. Hier lagen die Reinigungsleistungen jeweils bei mehr als 96 Prozent. Auch bei der Stickstoffelimination erreichten die Anlagen gute bis hervorragende Werte.

2025 fiel mit rund 576 Litern Niederschlag pro Quadratmeter weniger Regen als im langjährigen Durchschnitt. Zugleich entfiel rund ein Viertel der gesamten Jahresmenge auf nur drei Starkregenereignisse. Diese waren für den überwiegenden Anteil der aus den Speicherbauwerken des Kanalnetzes entlasteten Mischwassermengen verantwortlich.

Die Qualität der Gewässer verbesserte sich erneut leicht. Die Jahresmittelwerte für Orthophosphat und Nitratstickstoff sanken weiter. Zwar stiegen auch 2025 die Gewässertemperaturen, sie blieben aber im tolerierbaren Bereich.

Herausforderungen durch Extremwetter

Vor Herausforderungen stellt die Stadt vor allem das Extremwetter. Starkregen belastet die Entwässerungssysteme zunehmend. Hinzu kommen Biberdämme, die an einzelnen Auslaufbauwerken Rückstau und Entwässerungsprobleme verursachen.

Weitere Vorgaben bringt die neue europäische Kommunalabwasserrichtlinie mit sich. Sie verlangt unter anderem, dass größere Kläranlagen künftig mehr Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernen. Außerdem verschärft sie die Anforderungen an Energieeffizienz, Klimaneutralität und die Überwachung der Abwasserqualität. Auch künftige Vorgaben für den Umgang mit den sogenannten Ewigkeitschemikalien, den per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), werden den Aufwand für die Abwasserreinigung erhöhen.

Insgesamt bewertet der Gewässerschutzbericht die Abwasserreinigung und die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte mit „sehr gut“. Die Qualität der Gewässer erhält die Note „gut“. Handlungsbedarf sieht der Bericht vor allem bei der Vorbereitung auf die künftigen europäischen Anforderungen an die kommunale Abwasserreinigung.

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