Brunnen in Nürnberg

Brunnenfiguren des Tugendbrunnens vor der Lorenzkirche.

Rund 210 Brunnen und Wasserspiele gibt es in Nürnberg, 123 gehören der Stadt – Friedhofs- und Notwasserbrunnen nicht mitgezählt. Das Hochbauamt unterhält und wartet 73 Brunnen und ist darüber hinaus für 245 Denkmäler und Freiplastiken sowie rund 70 Gedenktafeln zuständig. Hierfür stehen jährlich 640.000 Euro zur Verfügung. Sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, nimmt das Hochbauamt ab Ende April nach und nach die städtischen Brunnen in Betrieb. Den Anfang machte 2024 der Neptunbrunnen im Stadtpark.


Die schönsten Brunnen auf einen Blick

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Der Neptunbrunnen im Stadtpark

Der Neptunbrunnen im Nürnberger Stadtpark.

Der heutige Neptunbrunnen ist eine Kopie aus dem Jahr 1902. Der ursprüngliche Neptunbrunnen, damals die größte barocke Brunnenanlage nördlich der Alpen, war ein Auftragswerk der Reichsstadt Nürnberg. Der Brunnen gilt als Symbol für Frieden und Völkerverständigung nach dem Dreißigjährigen Krieg. Er wurde zwischen 1660 und 1668 von Georg Schweigger und Christoph Ritter entworfen und von Wolfgang Hieronymus Herold gegossen.

1688 sollte er den Schönen Brunnen ersetzen. Auf dem Hauptmarkt konnten der notwendige Wasserdruck und die Wassermenge jedoch nur mit großem Aufwand erreicht werden. Nach mehreren gescheiterten Verkaufsversuchen wurde er 1796 für heute rund acht Millionen Euro von Zar Paul I. für das Schloss Peterhof bei St. Petersburg erworben und dort aufgestellt.

Auf Initiative des Malers Friedrich Wanderer und mit Unterstützung des Oberbürgermeisters Georg Ritter von Schuh wurden Gipsabgüsse nach dem Original angefertigt und 1897 der Öffentlichkeit präsentiert. Dank einer Stiftung des Hopfenhändlers Ludwig Ritter von Gerngroß konnte der Kunstgießer Ernst Lenz eine Kopie des Brunnens in Bronze und Stein anfertigen.

Im Oktober 1902 wurde die Kopie auf dem Hauptmarkt aufgestellt. 1934 wurde sie entfernt und drei Jahre später auf dem Marienplatz, dem heutigen Willy-Brandt-Platz, wieder aufgestellt. 1962 wurde der er in den Stadtpark versetzt. Für den Neptunbrunnen wurden in den vergangenen Jahren rund 10.000 Euro für die Pflege der Bronzen und Reparaturen an der Wintereinhausung aufgewendet. Um den Wasserverbrauch zu reduzieren, wurde eine Wasserumwälzpumpe eingebaut.


Vom Ziehbrunnen zum Kunstbrunnen


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