Am 11. September wird es in Nürnberg ungewohnt dunkel – und gleichzeitig besonders stimmungsvoll. Denn die Stadt beteiligt sich erneut an der bundesweiten Aktion „Earth Night“ und schaltet an über 60 Gebäuden die Scheinwerfer aus.

Die Beleuchtung zahlreicher Denkmäler und historischer Bauwerke bleibt die ganze Nacht über ausgeschaltet. Eine Nacht lang liegen dann die Kaiserburg, die Lorenzkirche, die Sebalduskirche, der Schöne Brunnen, das Opernhaus, der Kettensteg und die Agnesbrücke im Dunkeln. Insgesamt werden an rund 60 Objekten mehr als 800 Scheinwerfer ausgeschaltet. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Straßenbeleuchtung eingeschaltet.
Die Earth Night macht auf die Auswirkungen von künstlicher Beleuchtung und unnötigem Energieverbrauch aufmerksam. Zum siebten Mal geht es darum, die Nacht bewusster wahrzunehmen und den eigenen Umgang mit Licht zu hinterfragen.
Die Earth Night beginnt mit Einbruch der Dunkelheit. Mitmachen kann jeder: Einfach unnötige Außen- und Beleuchtungsquellen ausschalten und so gemeinsam mit der Stadt ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen.
Trempelmarkt während der Earth Night
Die Earth Night fällt dieses Jahr mit dem Trempelmarkt zusammen. Rund um und auf dem Hauptmarkt, in der Kaiser-, Karolinen- und Königstraße sowie rund um die Lorenzkirche wird von 16 bis 24 Uhr getrödelt. Die Händlerinnen und Händler sind auf den Nachtmarkt eingestellt: An den Ständen sorgen ausreichend Lampen und Leuchten dafür, dass die Waren gut zu sehen sind.
Weniger Strom, gezielteres Licht
Die Earth Night ist Teil der Bemühungen der Stadt, Energie sparsamer einzusetzen. Auch bei der Straßenbeleuchtung setzt Nürnberg auf LED-Technik. Mitte 2026 waren rund 42 Prozent der Leuchten umgerüstet. Jährlich kommen etwa 6.500 weitere hinzu.
Die Umstellung macht sich beim Stromverbrauch bemerkbar: Seit 2011 ist der jährliche Verbrauch der Straßenbeleuchtung um knapp fünf Millionen Kilowattstunden gesunken. Er lag 2011 bei rund 17,7 Millionen und 2025 noch bei etwa 12,7 Millionen Kilowattstunden.
LED-Leuchten verbrauchen nicht nur weniger Strom und halten länger. Sie lassen sich auch gezielter ausrichten. So kann die Stadt Bereiche besser ausleuchten und gleichzeitig Lichtemissionen reduzieren. Zum Einsatz kommt eine Lichtfarbe von 3.000 Kelvin, die als insektenfreundlicher gilt.
Aktualisiert am 03.09.2026, 14:29 Uhr