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Stadt in die Hand nehmen

beauftragt vom Amt für Kultur und Freizeit (KUF) durch die Nürnberger Künstlerin Regina Pemsl realisiert - bringt Kunst in den öffentlichen Raum um die U-Bahnhaltestellen Maximilianstraße und Maffeiplatz

Ergebnisse

Foto: Regina Pemsl / Grafik:ad concepts, Sabine Dichtler,

Von Juni bis August 2020 lud die Künstlerin rund um den U-Bahnhof Maximilianstraße, Menschen aus der Nachbarschaft sowie Passantinnen und Passanten zu einem Gespräch ein. Dabei gab sie ihrem Gegenüber jeweils ein eigenes, fragiles Papiermodell des „Stadtteils“ in die Hand und stellte zwei Fragen:

Wie nehme ich mich und meinen Körper in der Stadt wahr? Wie und wo gestalte ich die Stadt mit?

Regina Pemsl, Initiatorin und Leiterin des Projektes, gibt mit ihren künstlerischen Strategien Impulse, den eigenen Körper in der Stadt und die Stadt an sich bewusster wahrzunehmen. Nürnberg und der öffentliche Raum sind dazu ihr Atelier und Forschungsgebiet geworden: Mit einem mobilen Arbeitstisch, einer Plexiglasscheibe und Klappstühlen entstanden in den Sommermonaten temporäre Begegnungsorte an den U-Bahnhaltestellen.

Regina Pemsl mit ihrem mobilen Atelier U-Bahnhaltestelle Maximil

Regina Pemsl im Gespräch mit einer Muggenhoferin

Das mobile Atelier an der Fürther Straße

Das mobile Atelier mach Halt an der Fürther Straße

Fragile Papiermodelle des Stadtteils

Fragile Papiermodelle des Stadtteils entstehen im mobilen Atelier

Der öffentliche Raum wird zur Galerie

Ab 1.Oktober bis Ende 2020 sind die Ergebnisse dieses Prozesses zu sehen: 50 fotografisch dokumentierte Hände, zusammen mit den individuellen Ansichten, und Stimmungsbildern aller Befragten. Zu sehen sind sie am Kiosk, an Handläufen und Toren im U-Bahnhof, auf einer Plakatwand und in verschiedenen Schaufenstern sowie auf einem Banner an der Kreuzung Maximilianstraße.
Eine weitere Aktion von „Stadt in die Hand nehmen“ wird im Herbst 2020 am U-Bahnhof Maffeiplatz ebenfalls der Öffentlichkeit vorgestellt.

Orte rund um die Haltestelle Maximilianstrasse

* Sparkasse Nürnberg, Schaufenster, Maximilianstrasse 1
* Kiosk am U-Bahn Aufgang, Maximilianstrasse 1
* U-Bahnhaltstelle Maximilianstrasse
* Großplakatfläche Maximilianstrasse
* Raumausstatter Berndard Weiss, Schaufenster, Maximilanstrasse 27
* Reifen Lorenz, Zaun, Maximilanstrasse 43A
* Stoffe Outlet, Schaufenster, Maximilianstrasse 30

Ergebnisse

Foto:Regina Pemsl / Grafik: ad concepts, Sabine Dichtler

Die Vernetzung mit zahlreichen Partnern zeichnet das Projekt aus. So stellen VAG, Sparkasse, Stadtreklame und Einzelhändler Räume und Flächen zur Verfügung. Neben zahlreichen Passant/-innen nahm auch die 11. Klasse von Anne Hagl (2019/2020) des Dürer-Gymnasiums am Projekt teil.
Den Anlass für Stadt in die Hand nehmen gab das Projekt Quartier U1, zu dessen Kernpartnern das Amt für Kultur und Freizeit zählt.

Zur Künstlerin

Regina Pemsl (*1963, Nürnberg),
Künstlerin und Kuratorin, Studium der Freien Kunst- und Kunsterziehung AdBK Nürnberg, 1. +2. Staatsexamen Lehramt, wissenschaftliche Mitarbeit an der AdBK, seit 1997 freischaffend , Stipendien in USA, Großbritannien, Dänemark, Deutschland und Malaysia/Goethe Institut (2015). Gründungsmitglied Kunst- und Forschungsgruppe LeoPART (2008- 2016), 2017 Gründung forum007-Zukunftsagent*innen (mit Anja Schoeller), Projektstart „BauReformation - Die Kunst Teil zu nehmen“, (www.goho3e.de mit Willi Wiesner), Ausstellungsprojekte z.B., Flora Cracovia, Dom Norymberski, Krakau, CityBodyOdyssee, Kunstverein Kohlenhof, Nürnberg

Zur künstlerischen Arbeit
Regina Pemsl entwickelt Strategien, die Menschen jeden Alters zur Wahrnehmung des eigenen Körpers in der Stadt und des „Stadtkörpers“ einladen.
Ihre Kunst regt als Kommunikationsmittel zur Teilhabe an der Gestaltung der gemeinsamen Lebensumwelt - vor allem im öffentlichen Raum - an. Die künstlerischen Mittel entlehnt sie dem Alltag und verleiht ihnen durch eine überraschende Verwendung eine eigene Poesie. Mit ihrem Leitmotiv „City Body Care“ eröffnet sich spartenübergreifend ein Themenspektrum von Esskultur bis StadtNatur.
Das Atelier wird mitten unter die Menschen verlegt, z.B. durch Projekt-Kooperationen mit verschiedensten Institutionen wie kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Schulen. Im Dialog über Fragen, in welcher Welt wir leben wollen, werden gemeinsam Bilder für unsere Zukunft imaginiert.

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