Mit dem Bebauungsplanverfahren „Reutersbrunnenstraße" will die Stadt die Frischluftschneise im Pegnitztal West schützen. Grünflächen sollen frei von Bebauung bleiben. Gleichzeitig werden Flächen für soziale Einrichtungen neu geordnet.

Ziele der Planung
- Grün- und Freiflächen sowie die Böschungen entlang der Reutersbrunnenstraße werden planungsrechtlich geschützt und bleiben frei von baulicher Nutzung.
- Wichtige Kaltluftleitbahn für die Innenstadt bleibt erhalten.
- Flächen für öffentliche Einrichtungen, wie den Kinder- und Jugendnotdienst sowie das Kinder- und Jugendhilfezentrum, werden neu strukturiert und langfristig gesichert.
Was ist eine Kaltluftleitbahn?
Kaltluft entsteht in unbebauten Gebieten vor allem am Stadtrand. Über Kaltluftleitbahnen gelangt die frische Luft in die Innenstadt. In Nürnberg gibt es insgesamt sieben Kaltluftleitbahnen.
Hohe ökologische Bedeutung
Das Bereich hat eine besondere Bedeutung durch den dichten Baumbestand entlang der Pegnitz. Dieser ist überwiegend Teil des Landschaftsschutzgebiets Pegnitztal West.
Darüber hinaus ist das Gebiet gemäß dem Masterplan Freiraum Teil eines stadtweiten Grün- und Freiraumnetzes. Diese verknüpft vorhandene und potenzielle Grünflächen miteinander.
Was der Bebauungsplan regelt
Der künftigen Bebauungsplan regelt den Übergang zwischen bebaubaren und nichtbebaubaren Bereichen klar. Gleichzeitig ermöglicht er eine geordnete städtebauliche Weiterentwicklung der bestehenden baulichen Strukturen. Gemeinnützige Aktivitäten, wie die des Vereins Wolfsherz, bleiben weiterhin möglich.
Öffentlichkeitsbeteiligung
Der Stadtplanungsauschuss hat am 23. Juli 2026 die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zu dem Verfahren beschlossen. Die Beteiligung ist von Mitte August bis Mitte September geplant. Genaue Infos finden Sie bald auf der Webseite des Stadtplanungsamts.