Bannerbild für Nürnberg Heute

Nürnberg – deine Stadt

Nürnberg Heute Magazin: Hans Sachs in Bildern

Fotografische Streifzug: Auf den Spuren von Hans Sachs

Texte: Annamaria Böckel, Markus Jäkel / 29.06.2026

Ja, wo liegt er denn nur?

Drohenenfoto: Blick auf das Dach der Kirche auf dem Johannisfriedhof. Daneben Gräber., Bild © Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach
Die Frage, in welchem Grab der berühmte Sohn der Stadt 1576 bestattet wurde, ist unklar. Belegt ist nur, dass das Mulitalent auf dem Johannisfriedhof – hier in einer interessanten Vogelperspektive mit Blick auf die St-Johannis-Kirche und Grabsteine mit Epitaphien – beigesetzt worden ist. Kein Wunder: Die Promidichte ist auf keinem Nürnberger Friedhof höher. Aber der genaue Grabort bleibt ein Geheimnis.

Der Meister und sein Platz

Foto: Denkmal von Hans Sachs. In seiner rechten Hand hält er einen Stift in der linken ein Buch., Bild © Stadt Nürnberg / Christine Dierenbach
Auf „seinen“ Hans-Sachs-Platz blickt Nürnbergs Meistersinger seit 1874 als Denkmal von Johann Konrad Krausser. Egal ob Karussells und Kinderlachen alljährlich während der Kinderweihnacht, junge Leute an lauen Sommerabenden auf den Terrassen rings um den Platz oder Feierlaune in den Buden des Altstadtfests – den Poeten kann nichts erschüttern. Er ist ja schließlich aus Bronze.

Bis dass der Tod euch scheidet

Der Brunnen Ehekarussell in Nürnberg., Bild © Peter Vrábel / AdobeStock
Diese gut genährte Frau scheint ihrem hageren Mann kein Stück des leckeren Kuchens zu gönnen. Es ist eine von sechs Eheszenen zwischen Liebe und Hass, die das „Ehekarussell“ aus dem Jahr 1984 vor dem Weißen Turm zeigt. Auch der Ehemann kommt nicht gut weg. An einer anderen Station würgt der zum Skelett gewordene Greis seine ebenfalls skelettierte Gefährtin. Inspiration für den Brunnen aus Marmor und Bronze des Braunschweiger Künstlers Jürgen Weber war das Gedicht „Das bittersüße ehelich Leben“ von Hans Sachs.

Namensgeber für Schule

Foto: Eingangstür und Vorplatz des Hans-Sachs Gymnasiums mit Schülern., Bild © Christine Dierenbach/ Stadt Nürnberg / Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach
Für die Schülerinnen und Schüler ist es seit Jahrzehnten einfach nur: das Hans Sachs. Das staatliche Gymnasium in der Löbleinstraße im Stadtteil Maxfeld hat den Meistersinger zum Namenspatron. 1903 ursprünglich als königliche Kreis-Realschule II gegründet, ist sie danach fleißig umbenannt worden. Seit 1963 firmiert sie unter dem Namen „Hans-Sachs-Gymnasium“ und hat unzähligen Mädchen und Jungen den Weg zum Abitur bereitet.

Sie wollen nur spielen

Foto: Mitglieder des Ensembles der Hans-Sachs Spielgruppe, schauen bei den Proben zu. Im Vordergrund steht ein schwarzer Flügel auf dem ein Schauspieler sich abstützt und lächelnd seinen Kollegen beim Proben zusieht. Im Hintergrund hängen Requisiten und Kostüme an der Wand., Bild © Christine Dierenbach/ Stadt Nürnberg / Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach
Historische Kostüme und Stoffe: Die Hans-Sachs-Spielgruppe der Stadt Nürnberg – hier bei einer Probe – führt jedes Jahr im August in der Katharinenruine Fastnachtspiele ihres Namensgebers auf. Dessen dichterischer Fundus ist eine schier unerschöpflich Inspirationsquelle. An drei Abend kann das Publikum in die humorvolle und nachdenkenswerte Welt von Hans Sachs eintauchen.

Die Erben des Meistersängers

Foto: Sängerinnen und Sänger des Hans-Sachs Chors bei einer Probe., Bild © Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach
Konzentrierte Probenarbeit im Jubiläumsjahr: Vor genau 100 Jahren entwickelte sich der „Arbeitergesangverein Union“, ein reiner Männerchor, zu einem gemischten Ensemble, dem Hans Sachs Volkschor. Heute ist der Hans-Sachs-Chor Nürnberg nicht mehr wegzudenken aus der Musiklandschaft. Beim Jubiläumsbardentreffen schlagen die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Guido Johannes Rumstadt auf der Hauptmarkt-Bühne die Brücke zwischen Renaissance und Moderne.

Wer guckt denn da?

Foto: Eine geschnitzte Hans-Sachs Figur schaut im Bodenbereich der Laurentiusorgel in der Lorenzkirche aus einer Klappe heraus. © Thomas Bachmann, BambergVerwendung laut Abbildungsvertrag

Einen kleinen Gruß des Meistersingers können Besucherinnen und Besucher der Lorenzkirche empfangen. Die Kirchengemeinde St. Lorenz, zu der Hans Sachs gehörte, ehrt ihn mit einer Figur am Gehäuse der Laurentiusorgel. Auf Knopfdruck des Organisten kann sie aus ihrem Gehäuse treten und in den Kirchenraum blicken.

Diese Themen im "Nürnberg Heute Magazin" könnten Sie auch interessieren