Auf dem Westfriedhof wurde eine neue Grabanlage für Baumbestattungen eröffnet. Das Areal konnte bereits im Jahr 2025 auf dem Westfriedhof ausgewiesen werden. Nach umfangreichen Planungs-, Bau- und Landschaftsgestaltungsarbeiten ist dort eine moderne Anlage für diese nachhaltige und zunehmend nachgefragte Bestattungsform entstanden.
In die Gestaltung des Areals wurden insgesamt 16 Bäume neu gepflanzt beziehungsweise einbezogen. Insgesamt stehen 512 Baumgrabstellen für Bestattungen zur Verfügung.
Am 1. September 2026 haben Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm, und Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung, die neue Grabanlage der Öffentlichkeit übergeben.
Nachfrage nach Waldbestattungen wächst
Die Nachfrage nach Waldbestattungen nach dem Vorbild eines Friedwalds wächst in Nürnberg stetig. Die Stadt hat darauf früh reagiert: Schon 2006 eröffnete sie am Südfriedhof die erste Anlage für Baumbestattungen.
Von Anfang an verfolgte die Friedhofsverwaltung dabei ein klares Ziel: Sie wollte die Vorteile einer Baumbestattung mit den Vorzügen eines städtischen Friedhofs verbinden. Die Anlagen sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und ganzjährig zugänglich. Außerdem sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und ansprechbar.
Geschützter Ort für Trauer und Erinnerung
Der Friedhof bietet zugleich einen geschützten Ort für Trauer und Erinnerung. Auch bei der Gestaltung geht die Anlage eigene Wege. Statt Namensplättchen an den Bäumen setzt sie auf hochwertige Elemente aus Metall und Naturstein. Die Namen der Verstorbenen stehen auf eigens gestalteten Namenstafeln.
Gedenksäulen schaffen einen festen Ort für persönliche Trauerrituale und Erinnerungsstücke. Die naturnah gestalteten Bereiche bleiben dagegen weitgehend frei von zusätzlichen Hinweisen und Einbauten. Ergonomische Sitzbänke, die eigens für das Konzept entwickelt wurden, ergänzen die Anlage.
Entstanden ist das Konzept in enger Zusammenarbeit verschiedener Bereiche der Friedhofsverwaltung: Gärtnerei, Bestattungsbetrieb, Ordnungsdienst und das hauseigene Design arbeiteten gemeinsam an Planung und Umsetzung. Das dabei entwickelte System ist inzwischen patentrechtlich geschützt und wurde bereits von Nachbargemeinden in Lizenz übernommen.

