Die Friedrich-Staedtler-Schule ist derzeit an mehreren Standorten von baulichen Einschränkungen betroffen. Die Situation hat sich durch die zwischenzeitlich erforderlich gewordene Sperrung der Grundschulräume am Standort Almoshof nochmals verändert. Dadurch musste auch die bereits mitgeteilte Planung für die vorübergehende Unterbringung der Mittelschule angepasst werden.
Zwei Starkregenereignisse im Nürnberger Norden hatten das Schulgebäude schwer beschädigt. Die Schäden betreffen das gesamte Gebäude und sind so gravierend, dass es derzeit nicht genutzt werden kann.
Die aktuelle Übergangslösung auf einen Blick
Die Auswirkungen der aktuellen Situation stellen sich damit wie folgt dar:
- Almoshof – Jahrgangsstufen 1 und 2 vorübergehend am Hauptstandort Neunhof; Beförderung mit Buslinie 99, die um die Station Neunhof erweitert wird; die Mittagsbetreuung zieht mit um.
- Buch – Jahrgangsstufen 3 und 4 verbleiben am Standort Buch
- Neunhof – Jahrgangsstufen 1 bis 4 plus Jahrgangsstufen 1 und 2 aus Almoshof
- Mittelschule FSSN – Jahrgangsstufen 5 bis 9 und V-Klassen werden aufgrund der veränderten Raumsituation bereits im ersten Schritt gemeinsam am Interimsstandort Herschelplatz untergebracht. Alle Mittelschülerinnen und Mittelschüler bekommen ein kostenloses VGN-Jahresticket.
- Mittelschule FSSN – weiterer Verlauf: Nach Auszug der Berufsschule erfolgt der gemeinsame Wechsel aller Klassen 5 bis 9 und V-Klassen in das Schulgebäude in der Rollnerstraße.
- Der Kindergarten Almoshof kann zunächst am bisherigen Standort verbleiben; eine Auslagerung wird erst mit Beginn der umfassenden Instandsetzungsarbeiten erforderlich.
Details im Überblick
Im Gebäude Almoshofer Hauptstraße 37 befinden sich im Erdgeschoss der städtische Kindergarten und ein Mittagsbetreuungsraum, im ersten Obergeschoss die Klassenräume der Grundschule.
Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten am Dachstuhl des Schulgebäudes Almoshof wurden in den Sommerferien Schäden an der Decke über dem ersten Obergeschoss festgestellt. Nach eingehender Prüfung mussten die dortigen Klassenräume aus Sicherheitsgründen für den Schulbetrieb gesperrt werden.
Betroffen sind die drei Klassen der Jahrgangsstufen 1 und 2 aus dem Bereich Almoshof und Buch.
Damit hat sich gegenüber der bisherigen Planung eine neue Situation ergeben: Die drei Grundschulklassen können bis auf Weiteres nicht mehr in Almoshof unterrichtet werden und benötigen eine vorübergehende Unterbringung.
Für diese Klassen wird der Unterricht deshalb am Hauptstandort der Schule in Neunhof stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler werden hierfür wie bisher mit der Buslinie 99 zwischen Almoshof und Buch befördert, die um die Station Neunhof erweitert wird. Die Fahrzeiten erfolgen in enger Abstimmung zwischen der VAG und der Schulleitung und werden an die jeweiligen Schul- und Betreuungszeiten angepasst. Fahrkarten werden selbstverständlich kostenlos zur Verfügung gestellt.
Auch die bisherige Mittagsbetreuung zieht mit den Klassen nach Neunhof. Die Hortkinder besuchen nach Unterrichtsende wie gewohnt ihren Hort (Neunhofer Hauptstraße 71 beziehungsweise. 73a).
Auf diese Weise können die drei Klassen weiterhin als bestehende Klassenverbände gemeinsam unterrichtet und betreut werden.
Der Schulstandort Buch bleibt von dieser Veränderung unberührt.
Die dort untergebrachten drei Klassen der Jahrgangsstufen 3 und 4 bleiben am Standort Buch. Damit bleibt dieser Standort sowohl für die Kinder aus Buch als auch für die Schülerinnen und Schüler aus Almoshof, die dort die Jahrgangsstufen 3 und 4 besuchen, weiterhin erhalten.
Die Beförderung der Kinder nach Unterrichtsschluss in die Mittagsbetreuung und den Hort in Neunhof wird über das Jugendamt organisiert.
Für die Mittelschule war ursprünglich eine gestufte Übergangslösung vorgesehen. Die Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 und V-Klassen sollten zunächst am Interimsstandort Herschelplatz untergebracht werden, während die Klassen 5 und 6 zunächst am Standort Neunhof verbleiben sollten. Zu einem späteren Zeitpunkt war der gemeinsame Wechsel der gesamten Mittelschule in das Schulgebäude in der Rollnerstraße vorgesehen, sobald dieses zur Verfügung steht.
Durch die nun erforderliche vorübergehende Aufnahme der drei Grundschulklassen aus Almoshof am Standort Neunhof stehen die dort bislang für die Jahrgangsstufen 5 und 6 vorgesehenen Räume jedoch nicht mehr zur Verfügung. Die ursprüngliche Planung muss deshalb angepasst werden.
Die Mittelschule mit den Jahrgangsstufen 5 bis 9 und V-Klassen wird nun bereits im ersten Schritt vollständig am Interimsstandort Herschelplatz untergebracht.
Damit können die Grundschulklassen aus Almoshof am Standort Neunhof aufgenommen werden.
Für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule bedeutet dies zugleich, dass die Klassenverbände und die Schule als Gemeinschaft zusammenbleiben können. Eine Aufteilung einzelner Jahrgangsstufen oder Klassen auf verschiedene Schulstandorte ist damit nicht erforderlich.
Sobald das Schulgebäude in der Rollnerstraße nach Auszug der Berufsschule zur Verfügung steht, soll die gesamte Mittelschule mit den Jahrgangsstufen 5 bis 9 und V-Klassen gemeinsam dorthin wechseln.
Die veränderte Situation am Standort Almoshof führt damit zwar zu einer Anpassung des ursprünglich vorgesehenen Ablaufs, nicht jedoch zu einer Veränderung des grundsätzlichen Ziels:
Die Grundschule soll möglichst in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben, die Mittelschule als eigenständige Schulgemeinschaft erhalten bleiben und beide Schulen sollen während der notwendigen Übergangszeit an geeigneten Standorten verlässlich untergebracht werden.
Der städtische Kindergarten im Erdgeschoss des Gebäudes Almoshofer Hauptstraße 37 ist von der derzeitigen Sperrung der Klassenräume im ersten Obergeschoss aktuell nicht betroffen. Der Kindergartenbetrieb kann daher zunächst am bisherigen Standort fortgeführt werden.
Für das Gebäude ist jedoch eine umfassende Instandsetzung des Dachgeschosses erforderlich. Aufgrund des notwendigen Planungs- und Vergabevorlaufs kann diese nach derzeitiger Einschätzung frühestens im Juni 2027 beginnen.
Mit Beginn der Bauarbeiten wird auch der Kindergarten vorübergehend an einen anderen Standort ausweichen müssen. Dies ist insbesondere aufgrund der während der Bauarbeiten zu erwartenden Belastungen durch Baulärm und Schmutz erforderlich.
Über die weiteren Planungen und die konkrete Organisation der dann erforderlichen Auslagerung werden die betroffenen Eltern rechtzeitig gesondert durch das Jugendamt informiert.
Das Hochbauamt der Stadt führte Trocknungs- und Sicherungsmaßnahmen sowie zahlreiche Instandsetzungsarbeiten in den Sommerferien an den Schulgebäuden in der Neunhofer Hauptstraße 73 durch. Ferner wurden Raumluftmessungen zur Untersuchung einer möglichen Schimmelbelastung durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass in den Räumlichkeiten durch das aufgrund der Starkregenereignisse eindringende Wasser keine Schimmelbelastung entstanden ist. Dadurch kann der Grundschulbetrieb zu Schuljahresbeginn dort sichergestellt werden
Um den gesamten Schulbetrieb aus Grund- und Mittelschule wie gewohnt vor Ort durchzuführen, stehen weiterhin nicht genügend Räume zur Verfügung.
Das Bildungsreferat meldet daher mit höchster Dringlichkeit für den Schulstandort Neunhof eine umfassende Generalsanierung samt Schulerweiterung im Rahmen des städtischen Bauprozesses an.
Der Stadt ist bewusst, dass die aktuelle Situation für die betroffenen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte mit Veränderungen verbunden ist. Die nun erforderlichen Anpassungen sind unmittelbare Folge der baulichen Erkenntnisse am Standort Almoshof und dienen dazu, den Schul- und Betreuungsbetrieb unter sicheren Bedingungen aufrechtzuerhalten.
Die Stadt wird die weitere Entwicklung eng begleiten und über die nächsten konkreten Schritte rechtzeitig informieren.
Aktualisiert am 03.09.2026, 12:25 Uhr