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Studienaufenthalt

Der Aufenthalt zum Zweck des Studiums an einer staatlich anerkannten Hochschule oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtung ist möglich, es besteht darauf jedoch kein Rechtsanspruch. Nach erfolgreichem Studium wird die Möglichkeit eingeräumt, im Bundesgebiet eine dem Studienabschluss angemessene Beschäftigung aufzunehmen.

Wer in Deutschland ein Studium aufnehmen möchte, muss zunächst die allgemeinen Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels erfüllen. Nach § 5 Abs. 1 AufenthG sind dies:

  • gesicherter Lebensunterhalt
  • geklärte Identität und Staatsangehörigkeit
  • kein Ausweisungsgrund vorliegend
  • keine Beeinträchtigung oder Gefährdung der Interessen der Bundesrepublik durch den Aufenthalt
  • Einhaltung der visumsrechtlichen Vorschriften

Das Studium kann an staatlichen, staatlich anerkannten Hochschulen oder vergleichbaren Ausbildungsstätten, an Berufsakademien sowie an staatlichen oder staatlich anerkannten Studienkollegs durchgeführt werden. Das Studium muss den Hauptzweck des Aufenthalts darstellen. Diesen Anforderungen genügt beispielsweise ein Abend-, Wochenend- oder Fernstudium nicht.

Der Aufenthaltszweck Studium umfasst sämtliche mit dem Studium verbundene Ausbildungsphasen. Abhängig vom Einzelfall gehören dazu:

  • Sprachkurse, insbesondere zur Studienvorbereitung
  • Studienkollegs oder andere Formen staatlich geförderter studienvorbereitender Maßnahmen
  • für das Studium erforderliche oder von der Hochschule empfohlene vorbereitende Praktika
  • ein grundständiges Studium bis zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss an einer deutschen Hochschule (auch nach einem vorherigen Studium im Ausland)
  • ein Aufbau-, Zusatz- oder Ergänzungsstudium (Postgraduiertenstudium)
  • eine Promotion
  • anschließende praktische Tätigkeiten, sofern sie zum vorgeschriebenen Ausbildungsgang gehören oder der Erreichung des Ausbildungsziels dienen

Die allgemeinen schulischen Vorsaussetzungen für die Aufnahme eines Studiums können im Bundesgebiet nicht erfüllt bzw. nicht nachgeholt werden.

Ausländische Studierende aus Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums dürfen nach Aufnahme des Fachstudiums in der Regel längstens 120 Tage bzw. 240 Halbtage pro Kalenderjahr eine Beschäftigung ausüben. Dies gilt jedoch nicht für die Zeit eines Sprachkurses zur Studienvorbereitung im ersten Jahr des Aufenthalts.

Studierende, die bereits in einem anderen EU-Mitgliedstaat einen Aufenthaltstitel als Student besitzen, erhalten eine Aufenthaltserlaubnis, wenn sie im Rahmen ihres Studienprogramms einen Teil ihres Studiums an einer Bildungseinrichtung in Deutschland durchzuführen haben. Weiterhin wird einem Studierenden in einem anderen Mitgliedstaat der EU in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, wenn er sein Studium im Rahmen eines Austauschprogramms der EU hier fortsetzen möchte oder bereits in dem anderen EU-Mitgliedsstaat für die Dauer von mindestens zwei Jahre zum Studium zugelassen ist.

Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt nur zum beantragten und zugelassenen Studium. Sie wird in der Regel jeweils verlängert, soweit ausreichende Mittel zur Sicherung des Lebensunterhaltes für diesen Zeitraum nachgewiesen werden und die reguläre Studienzeit nicht überschritten wird. Dabei geht man davon aus, dass ein ordnungsgemäßes Studium dann vorliegt, solange die durchschnittliche Studiendauer nicht um mehr als drei Semester überschritten wird. Ein Wechsel des Studiums oder eine Änderung der Fachrichtung sind nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen möglich.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums hat der Studienabsolvent die Möglichkeit, einen seiner Qualifikation angemessenen Arbeitsplatz zu suchen und sich hierfür noch bis zu einem Jahr im Bundesgebiet aufzuhalten.

Voraussetzungen

Die Einreise zum Studium setzt grundsätzlich ein hierzu berechtigendes Visum der deutschen Auslandsvertretung voraus. Neben erfüllten Voraussetzungen für den Hochschulzugang ist für die Erteilung und die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis durch die Ausländerbehörde insbesondere der Nachweis ausreichender Mittel zur Sicherung des Lebensunterhaltes einschließlich ausreichender Krankenversicherungsschutzes zu führen.

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