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Neues Kita-Jahr gestartet

Am 1. September hat das neue Kita-Jahr begonnen. Gleichzeitig beginnt mit dem neuen Schuljahr eine neue Phase: Seit dem 1. August gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbildung für Grundschulkinder. Nach jahrelanger Vorbereitung und Ausbau kann der Anspruch nun erstmals für die Kinder der ersten Klassen umgesetzt werden.

Ein Erzieher aus einer Nürnberger Kita spielt mit Kindern im Sandkasten., Bild © Uwe Niklas / Stadt Nürnberg

Insgesamt stehen in den rund 500 Kitas der Stadt Nürnberg sowie bei freien Trägern und in der Kindertagespflege für das neue Kita-Jahr rund 32.300 Plätze zur Verfügung. Für Grundschulkinder kommen zusätzlich rund 3.400 ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote in schulischer Verantwortung hinzu, darunter Angebote des offenen und gebundenen Ganztags sowie der Mittagsbetreuung.

Damit verfügt Nürnberg über ein breites Angebot frühkindlicher und ganztägiger Bildung für Kinder unterschiedlichen Alters. Im neuen Kita-Jahr können somit 44 Prozent der Kinder im Krippenalter, 98 Prozent der Kinder im Kindergartenalter und 77 Prozent der Grundschulkinder versorgt werden.

Ganztagsanspruch für Grundschulkinder in Kraft

Zum Beginn des Schuljahres 2026/27 tritt der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung für Grundschulkinder erstmals in Kraft. Zunächst gilt er für die ersten Klassen und wird in den kommenden Jahren schrittweise auf die weiteren Jahrgangsstufen ausgeweitet. Die Umsetzung dieses Rechtsanspruchs war und ist eine große gemeinsame Aufgabe: In den vergangenen Jahren wurden neue Einrichtungen mit Hunderten von Plätzen geplant, gebaut und in Betrieb genommen und bestehende Angebote weiterentwickelt, um eine erfolgreiche Bildung, Erziehung und Betreuung einer wachsenden Zahl von Grundschulkindern verlässlich gewährleisten zu können.

Der Start des Rechtsanspruchs für Kinder der ersten Klassen – nach den bereits seit Langem geltenden Rechtsansprüchen für Kinder im Krippen- und Kindergartenalter – ist in Nürnberg weitgehend ruhig verlaufen. Dies zeigt, dass die notwendigen Planungen und Vorbereitungen vorausschauend getroffen wurden und die Stadt die dafür notwendigen Finanzmittel bereitgestellt hat. Zugleich ist der Ausbau noch nicht in allen Stadtteilen abgeschlossen. Die Stadt arbeitet kontinuierlich daran, ihr Angebot weiterzuentwickeln und bestehende Bedarfe aufzugreifen.

Kinderhort in der Ahornstraße in Nürnberg., Bild © Daniel Curwy / Stadt Nürnberg
Der Kinderhort Ahornstraße 50 richtet sich gezielt an Kinder mit inklusiven Bedarfen.

Neue Bildungs- und Betreuungsangebote

Auch in den Kitas sind neue Angebote und zusätzliche Plätze entstanden. Zum neuen Kita-Jahr kommen in elf neuen oder erweiterten Einrichtungen insgesamt rund 950 zusätzliche Betreuungsplätze hinzu, darunter rund 150 Krippen-, 250 Kindergarten- und 550 Hortplätze. Besonders erfreulich ist die Erweiterung des Hortangebots am Schulstandort Eibach mit zwei neuen Einrichtungen: einem Kinderhort im neuen Schulgebäude und einem inklusiven Kinderhort in der Ahornstraße 50, der Kinder mit unterschiedlichen Bedarfen aufnimmt.

Gleiches gilt für die Henry-Dunant-Grundschule. Hier kam es zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Kombihorts mit 300 Plätzen. Bis zum ersten Quartal 2027 stehen im Hort Hinterhofstraße und im Hort Dunantstraße Zwischenlösungen für insgesamt rund 135 Kinder zur Verfügung. Im neuen Stadtteil Lichtenreuth ist zudem die erste Kindertageseinrichtung als Familienzentrum mit 25 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen an den Start gegangen.

Weitere Einrichtungen und zusätzliche Plätze sind bereits in Planung bzw. werden im Laufe des neuen Kita-Jahres eröffnet. Damit wächst die Vielfalt der Angebote frühkindlicher und ganztägiger Bildung in Nürnberg weiter.

Gut ankommen in der Kita

Kitas bieten Kindern wichtige Räume zum Spielen, Lernen und für ihre soziale Entwicklung. Gleichzeitig ermöglichen sie durch eine verlässliche Betreuung im Alltag eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zum Start des neuen Kita-Jahres besuchen rund 10.500 Kinder erstmals eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort; weitere Kinder werden in der Kindertagespflege betreut. Für sie und ihre Familien beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Familien dabei, den Kindern einen guten Start zu ermöglichen und sich in dem neuen Umfeld wohlzufühlen.

Noch freie Plätze vorhanden

In einigen Stadtteilen und Einrichtungen gibt es ab Herbst 2026 noch freie Plätze. Eltern, die noch einen Platz für ihr Kind suchen, können sich weiterhin über das Kita-Portal informieren und ihre Betreuungswünsche dort hinterlegen. Auch kurzfristige Anmeldungen und unterjährige Platzzusagen sind möglich. Die Servicestelle Kita-Platz unterstützt Familien bei Fragen rund um die Suche. Eine genauere Einschätzung, wie viele Kinder insbesondere im Grundschulbereich der Klassenstufen 2 bis 4 noch unversorgt sind, kann erst im Herbst getroffen werden, wenn die Schülerdaten aus den Schulen vorliegen.

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Aktualisiert am 11.09.2026, 16:08 Uhr