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Wohnungsbau legt zu

Wohnungsbericht 2025: 1.831 neue Wohnungen in Nürnberg

Der Wohnungsbau in Nürnberg zieht wieder an. 2025 wurden 1.831 Wohnungen fertiggestellt, 334 mehr als im Vorjahr. Damit nähert sich die Stadt der Marke von 2.000 neuen Wohnungen pro Jahr. Beim bezahlbaren Wohnraum bleibt die Lage dagegen angespannt. Am 9. Oktober 2026 hat außerdem der erste Nürnberger Wohnungsgipfel stattgefunden. Die Zahlen stammen aus dem Wohnungsbericht 2025.

Die wichtigsten Zahlen

  • 1.831 fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025 (Vorjahr: 1.497)
  • davon 168 geförderte Mietwohnungen
  • 485 geförderte Wohneinheiten mit insgesamt 78,6 Millionen Euro
  • rund 82,3 Millionen Euro Bauinvestitionen durch geförderte Vorhaben
  • 484 Wohnungen seit Erlass der Zweckentfremdungssatzung wieder für Wohnzwecke gesichert

Mehr Wohnungen fertiggestellt

2025 sind sowohl die Baugenehmigungen als auch die Fertigstellungen gestiegen. Mit 1.831 neuen Wohnungen wurden 334 mehr fertig als 2024. Damals waren es 1.497.

Die Zielmarke liegt bei 2.000 neuen Wohnungen pro Jahr. So viele werden gebraucht, um den Bedarf an Wohnraum langfristig zu decken.

Geförderte Mietwohnungen

Von den neuen Wohnungen waren 168 geförderte Mietwohnungen. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Der Bestand an sozial gebundenen Wohnungen in Nürnberg sinkt weiter.

Wohnraumförderung 2025

Mit staatlichen und städtischen Förderprogrammen wurden 2025 insgesamt 485 Wohneinheiten gefördert. Die Fördersumme lag bei 78,6 Millionen Euro. Gefördert wurden unter anderem:

  • 122 neue Wohnungen mit einer Belegungsbindung von 55 Jahren
  • 188 modernisierte Mietwohnungen

Die geförderten Vorhaben haben Bauinvestitionen von rund 82,3 Millionen Euro ausgelöst. Die Nachfrage nach Förderung übersteigt angesichts hoher Bau- und Finanzierungskosten jedoch weiterhin die verfügbaren Möglichkeiten.

Zweckentfremdungsverbot schützt Wohnraum

Die Stadt schützt vorhandenen Wohnraum mit dem Zweckentfremdungsverbot. Sie geht unter anderem vor gegen:

  • Ferien- und Kurzzeitvermietung, die gegen die Satzung verstößt
  • längerfristigen Leerstand

Auch 2025 sind so weitere Wohnungen auf den regulären Wohnungsmarkt zurückgekommen. Seit Erlass der Satzung wurden insgesamt 484 Wohnungen mit rund 25.630 Quadratmetern Wohnfläche wieder für Wohnzwecke genutzt oder vor Zweckentfremdung bewahrt.

Erster Nürnberger Wohnungsgipfel

Am Freitag, 9. Oktober 2026, fand im Baumeisterhaus der erste Nürnberger Wohnungsgipfel statt. Stadt und Wohnungswirtschaft haben dort besprochen, wie mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Der Gipfel ist der Auftakt für einen dauerhaften Austausch.

Die Stadt strebt rund 2.000 neue Wohnungen pro Jahr an. Im langjährigen Durchschnitt wurden zuletzt rund 1.500 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt. Als Hürden gelten:

  • hohe Baukosten
  • schwierige Finanzierung
  • begrenzt verfügbare Flächen
  • aufwendige Verfahren

Wie schneller gebaut werden soll

Die Stadt will ihre Verfahren und Instrumente stärker darauf ausrichten, dass Bauprojekte tatsächlich umgesetzt werden. Dazu gehört:

  • Baurecht schneller schaffen
  • Genehmigungen beschleunigen
  • vorhandenes Bauland schneller entwickeln
  • den Baulandbeschluss intern auf Wirksamkeit und Praxistauglichkeit prüfen und weiterentwickeln

Bezahlbarer Wohnraum soll dabei weiter gesichert bleiben. Bei den nächsten Schritten sollen auch die Akteure des Wohnungsmarkts eingebunden werden.

Mehr als Neubau

Neben dem Neubau sollen weitere Möglichkeiten genutzt werden, zum Beispiel:

  • Nachverdichtung und Aufstockung
  • Umbau und Umnutzung
  • Aktivierung von Leerständen
  • Wohnungstausch

Im Blick sind dabei besonders Familien, ältere Menschen und alle, die nur schwer bezahlbaren Wohnraum finden. Ziel sind gut gemischte, lebenswerte Quartiere. Bezahlbarkeit und der Schutz bestehender Mietverhältnisse bleiben wichtig.

Wohnungsbericht und Beratung

Der vollständige Wohnungsbericht 2025 steht online zur Verfügung. Wer sich für Wohnraumförderung interessiert, kann sich beim Stab Wohnen unverbindlich beraten lassen.

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