Der Hitzeaktionsplan der Stadt hat sich auch im Sommer 2026 bewährt. Die bestehenden Maßnahmen wurden erneut umgesetzt und durch neue Angebote ergänzt. Nun hat die Stadt eine Bilanz gezogen. Die Erfahrungen aus diesem Sommer fließen jetzt in die Weiterentwicklung des Hitzeschutzes ein.
Sommer 2026: Fünf Hitzewarnungen
Zwischen dem 18. Juni und dem 15. August 2026 hat der Deutsche Wetterdienst fünf Hitzewarnungen für das Stadtgebiet veröffentlicht. Die längste Hitzewarnperiode dauerte elf Tage.
Gerade wenn die Hitze lange anhält, kommt es auf drei Dinge an:
- die Bevölkerung frühzeitig informieren
- besonders gefährdete Menschen erreichen
- Abkühlung und Trinkwasser anbieten
Trinkbrunnen: Neue Wegweiser in der Altstadt
Die Stadt baut die Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum weiter aus. Inzwischen gibt es in Nürnberg 31 stationäre Trinkbrunnen. In der Altstadt zeigen neue Hinweisschilder den Weg zum nächstgelegenen Brunnen. Angebracht hat sie das Referat für Umwelt und Gesundheit gemeinsam mit dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg.
Die Resonanz war positiv. Sie zeigt: Angebote müssen gut sichtbar sein, damit sie genutzt werden.
Abkühlung durch Wasservernebler
In diesem Sommer hat die Stadt neue Erfahrungen mit Wasserverneblern gesammelt. In der Innenstadt bieten mittlerweile drei fest installierte Wassservernebler der N-Ergie die Möglichkeit, sich kurz abzukühlen.
Zusätzlich war ein mobiler Wasservernebler bei Veranstaltungen im Einsatz, unter anderem:
- beim Nachbarschaftsfest
- beim Südstadtfest
- am Hauptmarkt
- beim Bardentreffen
So hat die Stadt informiert
Ein Schwerpunkt des Hitzeaktionsplans ist es, die Bevölkerung zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren. Auch im Sommer 2026 nutzte die Stadt mehrere Kanäle:
- der Hitze-Newsletter
- die Vitrine in der Königstorpassage
- das Fahrgast-TV in U-Bahn, Bus und Tram
So geht es weiter
Die Erfahrungen aus dem Sommer 2026 fließen in die Weiterentwicklung des Hitzeaktionsplans ein. Die Stadt prüft weiterhin, wie sie den Hitzeschutz verbessern und bestehende Angebote ausbauen kann.
Außerdem wertet das Umweltamt die Wetterdaten des Sommers aus und ordnet sie in die langfristige Klimaentwicklung Nürnbergs ein. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 im Ausschuss für Umwelt, Klima- und Naturschutz behandelt werden.