Vom 19. bis 23. Oktober werden an mehr als 1.000 Messstellen in Nürnberg und der Städteachse Erlangen-Fürth-Schwabach die Temperatur und der Stand des Grundwassers erfasst. Die zeitgleiche Messung liefert ein detailliertes Bild der regionalen Grundwassersituation.
Die Ergebnisse helfen beim Grundwasserschutz, bei der Stadt- und Infrastrukturplanung sowie bei der Wärmeplanung. Auch Gutachter, Bauherren und Eigentümer profitieren von den Daten. Sie ermöglichen zudem, das Potenzial des Untergrunds für die Nutzung von Kälte und Wärme besser einzuschätzen und verschiedene Nutzungen aufeinander abzustimmen.
Die Stadt beteiligt sich mit Messungen im Rahmen ihres langjährigen Grundwasser-Monitorings. Dafür sind zahlreiche Messtrupps mit Pkw oder Fahrrädern im Stadtgebiet unterwegs. An den Messstellen senken sie ein Kabellichtlot ab, um den Grundwasserstand zu bestimmen.
Unterstützung durch Eigentümer und Betreiber
Einige Messstellen und Brunnen liegen auf privaten, landwirtschaftlichen oder gewerblichen Grundstücken. Wenn sich auf Ihrem Grundstück eine Messstelle befindet, ermöglichen Sie den Messteams bitte den Zugang. Die Mitarbeitenden haben ein offizielles Begleitschreiben dabei. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht.
Die Messkampagne im Forschungsprojekt GeoMaN
Die Technische Universität München (TUM) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erfassen gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg und den vier Städten den aktuellen Zustand des Grundwassers in der Region.
Die Messungen sind Teil des Forschungsprojekts GeoMaN. Ziel ist es, Grundlagen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem geologischen Untergrund in der Metropolregion Nürnberg zu schaffen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat das Projekt beauftragt, das Bayerische Umweltministerium finanziert es.
