Das Nürnberger Workshopangebot „Lernort Rathaus“ ist am 1. Oktober 2026 in Berlin mit dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2026, dem Hermine-Albers-Preis, in der Kategorie Praxispreis „Demokratiebildung und -förderung in der Kinder- und Jugendhilfe“ ausgezeichnet worden.
Der mit 4.000 Euro dotierte Preis würdigt Projekte, die junge Menschen dabei unterstützen, Demokratie zu erleben, mitzugestalten und Verantwortung für das gesellschaftliche Zusammenleben zu übernehmen.
Ausgezeichnet wurden der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt/DoKuPäd – Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum sowie das Medienzentrum Parabol gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Nürnberg und dem Beteiligungsmodell laut!.

Rathaus als Ort gelebter Demokratie
Das Angebot „Lernort Rathaus“ ermöglicht Jugendlichen einen direkten Zugang zu kommunaler Politik. Die Teilnehmenden lernen das Nürnberger Rathaus als Ort demokratischer Entscheidungen kennen, setzen sich mit aktuellen Themen auseinander, diskutieren ihre Anliegen mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern und erleben in einem Planspiel, wie politische Entscheidungsprozesse funktionieren. Dabei erfahren sie, wie unterschiedliche Interessen ausgehandelt werden und wie Kompromisse entstehen.
Kinder- und Jugendarbeit stärkt junge Menschen
Die Jury hebt hervor, dass das Projekt fachlich fundiert konzipiert und eng in die kommunalen Beteiligungsstrukturen eingebunden ist. Es eröffne jungen Menschen einen praxisnahen Zugang zur Demokratie vor Ort und setze neue Impulse in der Demokratiebildung und Demokratieförderung.
Die Auszeichnung erhält das Projekt in einer Zeit, in der demokratische Werte und Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen eine besondere Bedeutung haben. Sie würdigt zugleich die wichtige Rolle der Kinder- und Jugendarbeit als kommunale Basis-Infrastruktur, die junge Menschen stärkt, präventiv wirkt und Räume für demokratisches Lernen und gesellschaftliches Engagement schafft.
260 Einreichungen
Aus einem Rekordfeld von knapp 260 Einreichungen wurden die Auszuzeichnenden von einer elfköpfigen Jury ausgewählt und ihre Würdigung anschließend vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. Gestiftet wird der Preis von den Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder.
