Texte: Markus Jäkel, Fotos: Christine Dierenbach / 1.10.2026
Über 400 wie in Venedig sind es zwar nicht, aber von den rund 305 Brücken in Nürnberg bieten 42 in der Altstadt ähnlich imposante Impressionen. Einige sind Baudenkmäler, sehr alt oder schlicht technische Meisterleistungen. Und: Sie geben auch einen einmaligen Eindruck von einer geschichtsträchtigen Stadt am Fluss. Diese Bildergeschichte wagt den Perspektivwechsel – vom Wasser aus zeigt sie interessante Blickbeziehungen rund um Stadt und Pegnitz.
Brücken, die Geschichte erzählen
Direkt unter der historischen Pegnitzüberbrückung, die an den Henkerturm angrenzt – mit Blick auf die Maxbrücke, die sich mit ihren Bögen im Wasser spiegelt. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert wohnten hier am Rande der Stadt der Henker und sein Gehilfe. In der ehemaligen Dienstwohnung, dem Henkerhaus, ist eine Ausstellung zur Nürnberger Rechtsgeschichte zu sehen.
Zukunft trifft Tradition
Symbiose aus Historie und Moderne: Das Deutsche Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum als Zweigstelle des Deutschen Museums in München hat direkt an der Pegnitz ein Zuhause gefunden. Es befindet sich seit 2021 auf dem Areal des ehemaligen Augustinerhofs im Herzen der Altstadt. Mit dem damals neu gestalteten Augustinerhof sind auch Sitzgelegenheiten direkt am Fluss entstanden.
Beliebtes Fotomotiv
Einer der Foto-Hotspots für Touristen und Romantiker: der Weinstadel. Das imposante Fachwerkhaus diente im Mittelalter als Lepraspital, später wurde es als Weinlager genutzt. Der 2025 sanierte Henkersteg (re.) bietet eine fußläufige Verbindung zum Trödelmarkt und ermöglicht den perfekten Blick auf das mit viel Grün eingewachsene Ensemble.
Weg zur Insel Schütt
Die Heubrücke überspannt den südlichen Flussarm der Pegnitz. Das Bauwerk verbindet den Stadtteil St. Lorenz mit der Insel Schütt. Gerade bei Großveranstaltungen wie Bardentreffen oder Altstadtfest strömen hier die Massen entlang auf ihren Wegen durch die Stadt.
Verbindender Treffpunkt
Die Karlsbrücke, genauer gesagt die Obere Karlsbrücke, ist eine Verbindung zwischen Lorenzer Altstadt und dem Trödelmarkt mit seinen gastronomischen Angeboten. Nicht zuletzt deshalb hat sich die Brücke auch zum Treffpunkt gemausert, um bei Kaffee- oder Spritzgetränken das schöne Wetter vor historischer Kulisse zu genießen.
Der direkte Draht zur Innenstadt
Die Verkehrsader für Fußgänger im Herzen der Innenstadt: Zahllose Passanten queren tagtäglich die Fleischbrücke, die die Stadtteile St. Sebald und St. Lorenz vernetzt. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten Brückenbauwerken der Spätrenaissance in Deutschland.
Älteste Steinbrücke
Innerhalb der Stadt Nürnberg gilt die Maxbrücke als die älteste Brücke, die aus Steinen errichtet wurde. Sie verbindet den Maxplatz und den Unschlittplatz mit dem gleichnamigen Unschlitthaus. 1491 errichtet, diente es der Reichsstadt ursprünglich als Kornspeicher, und ist heute Sitz des Amts für Stadtforschung und Statistik.