Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

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Tag des Baumes am 25. April

    Was ist der "Tag des Baumes?"

    Der internationale Tag des Baumes wird jährlich am 25. April durch Veranstaltungen auf der ganzen Welt gefeiert. Auch Nürnberg ist dabei: Die Stadt Nürnberg organisiert mit dem Bund Naturschutz Nürnberg und der Stiftung Bäume für Nürnberg seit 2019 Aktionen zum Tag des Baumes in Nürnberg. Dabei steht stets der Baum im Mittelpunkt von Bastelaktionen, Gewinnen und Informationsprogrammen.

    Alte Linde im Stadtpark, Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg

    Tag des Baumes am Samstag, 25. April 2026 im Stadtpark

    SÖR hat am Samstag, 25. April 2026, zusammen mit dem Arbeitskreis „Bäume in der Stadt“ des Bund Naturschutz Nürnberg sowie der Bäume für Nürnberg Stiftung gemeinsam den jährlich stattfindenden Tag des Baumes begangen. Die zentrale Veranstaltung wurde in diesem Jahr im Stadtpark abgehalten.

    Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit und Ronald Höfler, kaufmännischer Werkleiter SÖR, eröffneten gemeinsam mit SÖR-Stadtbaummanager Florian Demling, Margit Grüll von der Bäume für Nürnberg Stiftung und Mathias-Kai Schmidt vom Bund Naturschutz die Veranstaltung mit einer Baumtaufe. Gepflanzt wurde eine Weidenblättrige Eiche am Ost-Eingang des Stadtparks.

    Zum Tag des Baums am Samstag, 25. April 2026, wurde im Nürnberger Stadtpark feierlich eine „Weidenblättrige Eiche“ am Ost-Eingang des Stadtparks gepflanzt und getauft. Von links nach rechts: Florian Demling, SÖR-Stadtbaummanager, Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, Ronald Höfler, kaufmännischer Werkleiter SÖR, Mathias-Kai Schmidt, Bund Naturschutz, und Margit Grüll von der Bäume für Nürnberg Stiftung.

    Höfler freut sich über den grünen Zuwachs im Stadtpark: „Diese Baumpflanzung ist unser Zeichen für den Tag des Baumes. Bäume sind für uns Menschen ein wichtiger Baustein im Stadtbild. Sie schaffen Abkühlung, spenden Schatten und sind Lebensraum für Tiere und Insekten. Wie aktuelle Studien zeigen, sind Bäume wichtige CO2-Senken – also ein rundum wichtiger Beitrag für unser Stadtklima. Deshalb sind die Pflege und Kontrolle der rund 89.000 Bäume im Straßengrün und in Grünanlagen durch SÖR auch ein wichtiger Beitrag für unser Stadtklima. Ich danke nochmals ausdrücklich der Bäume für Nürnberg Stiftung für die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre. Ebenso danke ich dem Bund Naturschutz – mit dem Arbeitskreis Stadtbäume – für den vehementen Einsatz für die Bäume.“

    Investitionen in die Zukunft

    Margit Grüll von der Bäume für Nürnberg Stiftung lobt ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit SÖR und hofft, dass wir gemeinsam den Baumbestand der Stadt deutlich erhöhen können. „Wir haben die Bäume für Nürnberg Stiftung vor 13 Jahren gegründet, um Nürnberg grüner zu machen. Dank unserer Stifter und Spender konnten bis heute in unserer Stadt zusätzlich rund 250 Bäume, insbesondere Straßenbäume, gepflanzt werden. Viele Bürgerinnen und Bürger unterstützen unsere Arbeit Jahr für Jahr mit kleineren und größeren Spenden. Darauf ist unsere Stiftung auch in Zukunft angewiesen. Deshalb möchte ich auch den heutigen Termin nutzen, um weitere Spenden oder auch Zustiftungen für die Bäume für Nürnberg Stiftung zu bitten.“

    Wässerfahrzeug_Wasserwerfer_TagdesBaumes_2026, Bild © Florian Demling / SÖR / Stadt Nürnberg
    Der Vorführung von Wässerfahrzeugen war ein Highlight des Programms: Interessierte konnten zusehen, wie mit Hilfe eines Wasserwerfers auch entfernte Bäume in Grünanlagen gegossen werden. Dies spart Fahrtwege und schützt auch die Baumwurzeln.

    Bäume als Klimaanlage

    Mathias-Kai Schmidt vom Arbeitskreis „Bäume in der Stadt“ / Bund Naturschutz weist auf die Bedeutung von Bäumen im Zuge des Klimawandels hin: „Durch den Klimawandel kann dies in mit Grün unterversorgten Stadtgebieten zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität führen. Die Temperaturen im Sommer steigen, es kommt zu längeren Hitzewellen. In Wohnquartieren ohne Grün und Bäume kühlt sich die Umgebung auch nachts nicht mehr merklich ab. Hier können Bäume einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Klimas im Wohnumfeld leisten. Bäume sind sehr effiziente, natürliche Klimaanlagen: Sie spenden Schatten und kühlen ihre Umgebung durch die Verdunstung von Wasser messbar ab.“

    Ehrentag mit Tradition und aktuellen Themen

    Die Tradition, den Tag des Baumes zu begehen, wurde 1951 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Sie geht zurück auf den Baumfreund Julius St. Morton, der 1872 bei der Regierung von Nebraska die „Arbor Day Resolution“ beantragte, die binnen 20 Jahren in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen wurde. Am 25. April 1952 führte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald den Tag des Baumes in Deutschland ein.

    Ging es nach dem Krieg zunächst um Aufforstung und Kompensation der Kriegsschäden, steht heute der Klimawandel im Mittelpunkt des Interesses. Gerade Nürnbergs Bäume an Straßen und in öffentlichen Grünanlagen sind von anhaltenden Hitze- und Trockenperioden sowie dem Rückgang der Niederschlagsmengen stark herausgefordert. Baumverluste folgen aus der Anfälligkeit für Schädlinge und Pilzerkrankungen. Die Zusammensetzung der Baum-Arten im öffentlichen Raum hat sich geändert: klimarelevante Blattmasse in der Stadt lässt sich nicht mehr nur mit heimischen Baumarten erhalten und vermehren.

    Cover Baumsteckbriefe, Bild © SÖR / Stadt Nürnberg

    Neue Baumsteckbriefe

    Im Zuge der Veranstaltung erstellten deshalb der Bund Naturschutz und SÖR die gemeinsame Neuauflage der Broschüre „Baumsteckbriefe“. Hier sind unter anderem die 10 häufigsten Bäume auf öffentlichen Flächen und häufig gepflanzte Bäume in Nürnberg ausführlich beschrieben.

    Am 25. April 2025 ab 11 Uhr lud der Bund Naturschutz Nürnberg, die Bäume für Nürnberg Stiftung und SÖR zum Tag des Baumes am Neptunbrunnen im Stadtpark ein.
    Neben Informationen rund um Bäume gab es ein offizielles Rahmenprogramm für jung und alt.

    Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, und Geschäftsführung der Bäume für Nürnberg Stiftung, vertrat an diesem Tag den Bürgermeister und Ersten SÖR-Werkleiter Christian Vogel und eröffnete gemeinsam mit Margit Grüll von der Bäume für Nürnberg Stiftung und Mathias Schmidt vom Bund Naturschutz die Veranstaltung mit einer Baumtaufe. Gepflanzt wurden ein Silber-Ahorn (Acer saccharinum) und ein Feld-Ahorn (Acer campestre) direkt am großen Weiher des Stadtparks.

    Christian Vogel © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

    Bürgermeister Christian Vogel freut sich über den grünen Zuwachs im Stadtpark: „Unser Klima verändert sich, das spüren wir auch in Nürnberg immer deutlicher. Deswegen bin ich stolz, dass wir unser selbst gesetztes Ziel von 500 neuen Bäumen jährlich auch in 2025 nicht nur erreichen, sondern aller Voraussicht nach übertreffen werden. Wir stehen hier vor einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, weswegen ich mich auch nochmals ganz herzlich bei der Bäume für Nürnberg Stiftung für fruchtbare Zusammenarbeit bedanken möchte. Margit Grüll und ihr Team leisten hier herausragende Arbeit!

    Auch dem Bund Naturschutz als starke Stimme für die Belange des Umweltschutzes in Nürnberg bin ich dankbar für den konstruktiven Austausch. Insbesondere der Straßenbaumgruppe um Mathias Schmidt als Mahner und Ideengeber zugleich gebührt großes Lob für das ehrenamtliche Engagement. Sicherlich unterscheiden sich die Sichtweisen manchmal, jedoch eint uns ein gemeinsames Ziel: Nürnberg immer ein Stück grüner zu machen!“

    Umweltreferentin Britta Walthelm: „Bäume sind die Klimaanlagen der Städte. Doch gerade die Bäume leiden unter den Belastungen in Großstädten: Trockenheit, Hitze, Strahlung und Feinstaub sind nur einige Herausforderungen, die hier zu nennen sind. Deswegen ist es nicht nur wichtig, viele Bäume zu pflanzen, sondern auch bei der Auswahl genau hinzusehen. Der hier ausgewählte Silber-Ahorn, gut zu erkennen an der silberfarbenen Unterseite der Blätter, trotzt den genannten Faktoren. Gut zu wissen: Der Silber-Ahorn gilt als einer der wichtigsten Bienenbäume, da er bereits im Februar und damit früher blüht als die meisten anderen Ahornarten. Wir passen Nürnbergs Grünanlagen und Baumbestand an die neuen Gegebenheiten an und schaffen damit nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Und nicht zu vergessen: die Herbstfärbung des Silber-Ahorns ist spektakulär – ein bisschen Indian Summer in unserem Stadtpark.“

    Margit Grüll von der Bäume für Nürnberg Stiftung würdigt das Umweltbewusstsein der Nürnberger Stadtgesellschaft: „Viele Privatpersonen, jedoch auch Institutionen und namhafte Firmen haben uns in den vergangenen Jahren mit großzügigen Spenden bedacht. Dafür sind wir als Stiftung sehr dankbar! Jedoch werden die Herausforderungen immer größer, weswegen wir weiter auf Zustiftungen jeder Höhe angewiesen sind. Letztlich kommen diese Gelder der gesamten Stadtgesellschaft zugute und sind Investitionen in Nürnbergs Zukunft – das ist ohne Zweifel jeden Cent wert!“

    Mathias Schmidt vom Arbeitskreis „Bäume in der Stadt“ / Bund Naturschutz weist auf Nürnbergs besondere Situation hin: „Unsere schöne Stadt ist historisch gewachsen und demnach in vielen Bereichen dicht bebaut und versiegelt. Man muss sich also doppelt anstrengen, in diesen Stadtteilen mehr Grün einkehren zu lassen. In Zukunft darf keine Straße mehr ohne Baum und kein Platz ohne natürlichen Schatten zu sehen sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Blattmasse der Bäume nicht nur Schatten spendet, sondern über die Verdunstung auch das Umfeld des Baumes kühlt. Für eine lebenswerte Stadt der Zukunft sind klimaresistente Bäume also unverzichtbar. Und dafür arbeiten wir jeden Tag.“

    Der internationale Tag des Baumes geht auf den US-amerikanischen Politiker Julius Sterling Morton zurück. Aufgrund seiner Initiative wurde im Bundesstaat Nebraska die Arbor Day Resolution („Baum-Tag-Resolution“) verabschiedet und im Jahr 1872 über eine Million Bäume gepflanzt. Nachdem der Tag des Baumes 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde, führte man ihn ein Jahr später auch in Deutschland ein. In Zeiten des Klimawandels kommt diesem Gedenktag eine besondere Bedeutung zu, da Bäume vor allem in Städten unter Hitze, Trockenheit und stürmischen Extremwetterereignissen leiden. Die Stiftung Bäume für Nürnberg, der Bund Naturschutz Nürnberg-Stadt und SÖR setzen sich gemeinsam für mehr Bäume in Nürnberg ein.

    Gemeinsam für Nürnbergs Bäume: von links nach rechts: Jürgen Arauner, Baumwässerungsdienst, Mathias Schmidt, Bund Naturschutz Nürnberg, Margit Grüll, Stiftung Bäume für Nürnberg und Bürgermeister Christian Vogel begrüßen den neuen Baum auf der Hallerwiese mit einem kräftigen Schluck Wasser aus der Gießkanne., Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg
    Geinsam für Nürnbergs Bäume: von links nach rechts: Jürgen Arauner, Baumwässerungsdienst, Mathias Schmidt, Bund Naturschutz Nürnberg, Margit Grüll, Stiftung Bäume für Nürnberg und Bürgermeister Christian Vogel begrüßen den neuen Baum auf der Hallerwiese mit einem kräftigen Schluck Wasser aus der Gießkanne.

    SÖR hat am Donnerstag, 25. April 2024, zusammen mit den Arbeitskreisen „Bäume in der Stadt“ und „Straßenbäume“ des Bunds Naturschutz Nürnberg-Stadt sowie der Stiftung Bäume für Nürnberg gemeinsam den jährlich stattfindenden Tag des Baumes auf der Hallerwiese begangen.

    Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel eröffnete gemeinsam mit Margit Grüll von der Stiftung Bäume für Nürnberg und Mathias Schmidt vom Nürnberger Bund Naturschutz die Veranstaltung mit einer Baumtaufe. Bei einem Wettermix aus Regen, Schnee und Sonnenschein wurden zwei frischgepflanzte Winterlinden mit einer ersten Wassergabe ausgiebig angegossen. Unterstützung erhielten die Drei mit der Gießkanne von Jürgen Arauner, der mit seinem Wässerfahrzeug im Sommerhalbjahr einen Großteil der Nürnberger Bäume in der Innenstadt mit Wasser versorgt.

    Bürgermeister und erster Werkleiter SÖR Christian Vogel © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

    Bürgermeister Christian Vogel ist hoch erfreut über die neuen Bäume auf der Hallerwiese: „Das Alter, aber auch die trocken-heißen Sommer der letzten Jahre haben auch auf der Hallerwiese ihren Tribut gefordert und es sind leider zwei Alt-Bäume abgestorben. Deshalb freut es mich umso mehr, dass wir am internationalen Tag des Baumes diese Lücke in einer der schönsten Grünanlagen Nürnbergs schließen konnten. Mit über 600 Baumpflanzungen in Nürnberg haben wir im vergangenen Jahr ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Dabei wurden wir auch von der Stiftung Bäume für Nürnberg unterstützt.“

    Stiftung Bäume für Nürnberg und Arbeitskreis "Bäume in der Stadt" / Bund Naturschutz Nürnberg-Stadt

    Auch Margit Grüll möchte mit der Stiftung Bäume für Nürnberg dazu beitragen, dass Nürnberg grüner wird: „Insbesondere setzen wir uns dafür ein, dass mehr Straßenbäume gepflanzt werden. In den ersten zehn Jahren unseres Bestehens konnten wir dazu beitragen, dass mehr als 160 zusätzliche Straßenbäume gepflanzt wurden. Viele Nürnberger Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Firmen haben uns dabei mit großzügigen Spenden und Zustiftungen unterstützt. Dafür sind wir sehr dankbar und werben weiterhin um finanzielle Zuwendungen.“

    Mathias Schmidt vom Arbeitskreis „Bäume in der Stadt“ / Bund Naturschutz Nürnberg-Stadt hebt die Bedeutung von Bäumen in Zeiten des Klimawandels hervor: „Bäume werden in der Stadt immer wichtiger, denn Bäume sind sehr effiziente natürliche Klimaanlagen, die Schatten spenden und ihre Umgebung abkühlen. Nürnberg gehört zu den am dichtesten besiedelten und am stärksten versiegelten Großstädten in Deutschland und hat bei der Ausstattung mit Straßenbäumen gewaltigen Nachholbedarf. Als Lobbyisten für Straßenbäume setzen wir uns besonders für die Pflanzung von Bäumen in den dicht besiedelten Stadtteilen der Kernstadt und auf den steinernen Plätzen der Altstadt ein.“

    Eine Platane auf der Hallerwiese mit  Schnepperschützenbrunnen, Bild © Karl Peßler / SÖR / Stadt Nürnberg

    Im Jahr 2023 gab es einen Aktionstag zum Tag des Baumes in Nürnbergs Stadtpark für interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie für Kindergartengruppen. Auch am 25. April 2023 gab es ein umfangreiches Angebot im Nürnberger Stadtpark, direkt am Neptunbrunnen: Es fanden Führungen durch den Baumexperten Thomas Fober durch den Baumbestand am Stadtpark statt. Außerdem gab es Informationen und Gespräche mit Mitgliedern des BN und Mitarbeitern und Experten von SÖR. Für Kinder gab es Bastel- und Malaktionen.

    Informationen der Kooperationspartner und Mitveranstalter

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