Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

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Schwabacher Straße: Sanierung der Brücke über den ehemaligen Ludwigkanal

Teilsperrung der Brücke Schwabacher Straße, Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg

Kreuzung Schwabacher Straße / Frankenschnellweg: Sanierung der Brücke über den ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanal

Die Brücke im Kreuzungsbereich Schwabacher Straße / Frankenschnellweg muss dringend durch einen Damm ersetzt werden. Das Bauwerk stammt aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und ist bereits seit längerem nur eingeschränkt nutzbar, da es erhebliche Schäden aufweist. Sowohl Straßen- als auch Gehwegverkehr sind betroffen, unter der Brücke verläuft zudem eine Fernwärmeleitung der N-Ergie.

Rodungsarbeiten ab 19. Januar 2026

Die vorbereitenden Rodungsarbeiten beginnen am Montag, 19. Januar 2026, und werden voraussichtlich innerhalb einer Woche abgeschlossen sein.

Alte Kanalbrücke Schwabacher Straße - Frankenschnellweg: Baustellenübersicht, Bild © Geobasisdaten: © Stadt Nürnberg, Geo und © Bayerische Vermessungsverwaltung | Darstellung der Flurkarte als Eigentumsnachweis nicht geeignet.
Rund 2 800 Quadratmeter Wildwuchs im Bereich des alten Hafenbeckens werden gerodet, zusätzlich rund 350 Quadratmeter östlich der Brücke, um eine notwendige Wendemöglichkeit für den Materialtransport einzurichten.

Beachtung der Vogelschutzzeit

Wildwuchs im  Bereich des alten Hafenbeckens des Ludwig-Main-Donau-Kanals., Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg
Die Arbeiten finden außerhalb der Vogelschutzzeit (März bis September) statt und sind dringend erforderlich, um die Brückenmaßnahme überhaupt durchführen zu können. Sie schaffen Platz für die Baustellenzufahrt und das Materiallager.

Teilabbruch des maroden Bauwerks als provisorische Lösung

Ab Sommer 2026 wird die alte Brücke teilweise abgebrochen und durch einen Erdwall ersetzt. Alte Brückenköpfe und Fundamente bleiben im Boden, der Zwischenraum wird mit tragfähigem Material aufgefüllt.

Teilsperrung der Brücke Schwabacher Straße, Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg
Eigentlich sollte die Brücke im Zuge des geplanten Frankenschnellweg-Ausbaus abgebrochen werden. Durch das langwierige Klageverfahren gegen das Projekt hat sich die Umsetzung verzögert, sodass dieses Provisorium notwendig wird, um die Schwabacher Straße für den Verkehr aufrechterhalten zu können.

Rad- und Gehweg auf der Westseite der Brücke sind seit 2024 gesperrt

Der Rad- und Gehweg auf der Westseite der Brücke musste bereits im November 2024 gesperrt werden. Rad- und Fußverkehr werden seitdem auf die Fahrbahn umgeleitet. Mit dem Rückbau der alten Brücke und dem Bau des Provisoriums wird diese zentrale Verbindung im Jahr 2026 wieder vollständig gesichert.

Die Maßnahme hat nichts mit dem Ausbau des Frankenschnellwegs zu tun, sondern dient allein der Verkehrssicherheit und der Funktionsfähigkeit der wichtigen Nord-Süd-Verbindung an der Schwabacher Straße.

Christian Vogel, Bürgermeister und Erster SÖR-Werkleiter , betont:

„Die Sanierung der Brücke ist dringend notwendig, um die Nord-Süd-Verbindung an der Schwabacher Straße aufrechtzuerhalten. Pendlerinnen und Pendler, Handwerksbetriebe und alle, die täglich auf diese Strecke angewiesen sind, profitieren von der Maßnahme. Dass wir nun zusätzlich ein Provisorium an dieser Stelle errichten müssen, ist leider eine direkte Folge der langen Verzögerungen durch die Klagen gegen den Frankenschnellweg."

Bürgermeister Christian Vogel betont darüber hinaus die Dringlichkeit des Vorhabens und die Bedeutung für die zahlreichen Betroffenen: "Die Maßnahme ist wichtig und zwingend für unzählige Nutzer, die man nicht einfach ignorieren darf. Eigentlich hätte das längst geschehen müssen. Bedauerlich sind insbesondere die auflaufenden Mehrkosten, die durch die langen Klagen durch die Instanzen nun entstehen."

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