Nuernberg, 26. September 2008: Kettensteg

Servicebetrieb Öffentlicher Raum


Erste Eichhörnchenbrücke in Nürnberg

Eichhörnchenbrücke über der Eichendorffstraße, Bild © Florian Demling / SÖR / Stadt Nürnberg

Im Dezember 2025 wurde in der Eichendorffstraße auf Höhe der Hausnummer 47 die erste Eichhörnchenbrücke Nürnbergs installiert. Die Seilkonstruktion verbindet zwei Straßenbäume und ermöglicht es Eichhörnchen sowie anderen baumbewohnenden Kleintieren, die stark befahrene Straße sicher in der Baumkrone zu überqueren.

Die Idee für die Brücke stammt vom Bund Naturschutz Nürnberg und wurde zusätzlich durch einen Stadtratsantrag der CSU-Fraktion unterstützt. Auf Grundlage dieses Anstoßes ermittelte SÖR geeignete Baumstandorte und bereitete die Umsetzung vor.

Die Montage beauftragte dann der Bund Naturschutz, der einen professionellen Seilkletterer einsetzte. Die Finanzierung wurde erfreulicherweise durch eine Spendenaktion des Bürgervereins St. Jobst/Erlenstegen ermöglicht.

Christian Vogel © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

Christian Vogel, Erster Werkleiter von SÖR, betont: „Mein großer Dank gilt den zahlreichen Spenderinnen und Spendern sowie dem Bund Naturschutz, der die Montage übernimmt. Dieses Projekt zeigt, wie wir mit vergleichsweise kleinen Maßnahmen Artenschutz konkret umsetzen können – und dass bürgerschaftliches Engagement in Nürnberg viel bewegt.“

Um die Nutzung der Brücke zu erleichtern, wurden an den Brückenbäumen Futterstationen angebracht. Wildtierkameras dokumentieren die Annahme durch die Tiere und liefern wertvolle Daten für zukünftige Projekte. SÖR sieht die Brücke als Modell für weitere Maßnahmen im Stadtgebiet, um gefährdete Tierarten zu unterstützen und Grünzüge miteinander zu vernetzen.

Ein Eichhörnchen auf dem Weg nach oben, Bild © André Winkel / Stadt Nürnberg

Die Eichhörnchenbrücke ist ein Beispiel dafür, wie städtische Planung, bürgerschaftliches
Engagement, politische Unterstützung und Naturschutz Hand in Hand gehen können, um in Nürnberg Lebensräume zu sichern und Tierleben zu schützen.

Mehr zum Thema